Autor Thema: Suzanne Collins - Die Tribute von Panem (Die Trilogie) Teil 1/2  (Gelesen 8585 mal)

Helluo Librorum

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.821
Hier findet ihr den zweiten Teil meiner Buchempfehlung zu dieser Trilogie:

http://www.werkstatt-treff.de/forum/index.php?topic=1582.0

Helluo Librorum präsentiert aus der Reihe "Bücher, die man gelesen haben muss":

Suzanne Collins – Die Tribute von Panem: Tödliche Spiele (Band 1 der Trilogie)
Suzanne Collins – Die Tribute von Panem: Gefährliche Liebe (Band 2 der Trilogie)
Suzanne Collins – Die Tribute von Panem: Flammender Zorn (Band 3 der Trilogie)


Genre: Jugendbuch (14-17 Jahre)
Seiten: 414 / 431 / 430
Verlag: Oetinger
ISBN-10: 3841501346 / 3789132195 / 3789132209
ISBN-13: 978-3841501349 / 978-3789132193 / 978-3789132209

Links zu den Leseproben:

http://www.amazon.de/Die-Tribute-Panem-T%C3%B6dliche-Spiele/dp/3841501346/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1385017005&sr=1-2&keywords=die+tribute+von+panem#reader_3841501346
 
http://www.amazon.de/Die-Tribute-Panem-Gef%C3%A4hrliche-Liebe/dp/3789132195/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1385017005&sr=1-4&keywords=die+tribute+von+panem#reader_3789132195

http://www.amazon.de/Die-Tribute-Panem-Flammender-Zorn/dp/3789132209/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1385017005&sr=1-3&keywords=die+tribute+von+panem#reader_3789132209

Jedes Jahr finden in Panem die so genannten Hungerspiele statt. Die ersten Hungerspiele gab es ein Jahr nach der misslungenen Rebellion gegen das Kapitol, welches zugleich Hauptstadt als auch Amtssitz des Präsidenten ist. Die Hungerspiele sollen das Volk jedes Jahr aufs Neue schmerzlich daran erinnern, dass die Rebellion blutig niedergeschlagen wurde und zugleich davor warnen, sich erneut gegen das Kapitol zu erheben.

Zu den Hungerspielen müssen die 12 Distrikte von Panem jedes Jahr sowohl einen männlichen als auch einen weiblichen Tribut entsenden, die in der Arena des Kapitols im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben kämpfen. Aus den Spielen geht jedoch jeweils nur ein Tribut als Sieger hervor. Alle anderen lassen in der Arena ihr Leben, gestorben durch des „Feindes“ Hand, durch eine Infektion oder durch eine fiese Falle, die die so genannten Spielmacher der Spannung halber nach Belieben während der Spiele einsetzen. Denn das Publikum vor den Fernsehbildschirmen möchte ja unterhalten werden, vor allem jenes aus dem Kapitol, das die mörderische Jagd begeistert verfolgt und frenetisch bejubelt. Dass dabei jedes Jahr 23 der 24 Teilnehmer sterben, scheint sie nicht sonderlich zu beeindrucken geschweige denn zu belasten.

Wer von den Tributen es am Ende tatsächlich schafft, die Arena lebend als der Sieger der Hungerspiele zu verlassen, der wird dafür immerhin reichlich belohnt und selbst die Bewohner seines Distrikts haben dadurch gewisse Vorteile, da sie beispielsweise einmal pro Monat jeder eine Art Präsentkorb erhalten. Zusätzliche Lebensmittel sind in den Distrikten fast immer der pure Luxus. Die Gewinner wohnen fortan auch in einem großen und schmucken Haus im „Dorf der Sieger“.

Tragischerweise werden die Tribute nur unter den Kindern ausgelost, welche sich im Alter von 12-18 Jahren befinden. Man kann seinen Namen auch mehrere Male in die Lostrommel einwerfen lassen, wofür man dann z.B. zusätzliches Essen bekommt. Denn „Hunger“ ist in ganz Panem, mit Ausnahme des Kapitols, ein mehr oder weniger großes Thema.

Offiziell gibt es in Panem, wie bereits erwähnt, 12 Distrikte. Tatsächlich sind es aber derer 13. Distrikt 13 gilt offiziell als ausgelöscht und nur das Kapitol weiß, dass dem nicht so ist. In Distrikt 13 hat sich der Untergrund gebildet, wo sich seit langer Zeit die Rebellen verstecken, ihre Atomwaffen (In Distrikt 13 wurden damals die Atomwaffen für das Kapitol hergestellt) auf das Kapitol richtend, das angesichts dieser zerstörerischen Gefahr die Rebellen in Frieden lässt, so lange diese sich bedeckt halten und nicht ihrerseits den Krieg beginnen.

Das Kapitol ist der völlige Widerspruch allen anderen Distrikten. Es unterdrückt deren Bewohner und profitiert von ihren Erzeugnissen wie beispielsweise Unterhaltungsmedien, Kleidung, Lebensmittel, Waffen, Arznei oder was sonst noch so alles in den Distrikten angebaut oder hergestellt wird. Das Kapitol ist pompös und die Bevölkerung wohlhabend bis reich. Fast alle Bewohner tragen teure Kleidung, extravagante Frisuren oder Schminke. Das war übrigens auch das einzige, was mich persönlich anfangs noch etwas abgeschreckt hat. Mir war das einfach alles viel zu bunt, zu schrill, zu extravagant. Aber ich hatte mich wider Erwarten ziemlich schnell daran gewöhnt und letzten Endes auch begriffen, dass gerade dieser Widerspruch so wichtig ist, um die Welt von Panem und das Bestehen der Hungerspiele zu erklären und zu rechtfertigen. Auch optisch vermitteln die anderen Distrikte allesamt ein komplett anderes Bild als das Kapitol, in der Regel handelt es sich hierbei um recht trostlose Ortschaften, mit mehr oder weniger baufälligen Gebäuden, schmutzigen Straßen und unverkennbar düsterer Atmosphäre.

Katniss Everdeen, der Hauptcharakter dieser Geschichte, ist als Heldin vielschichtig gezeichnet. Sie ist erst zarte 16 Jahre alt und keine „typische“ Heldin, wie man sie aus vielen anderen Büchern und Filmen kennt. Sie verweigert sich dieser Rolle selbst dann lange Zeit bewusst, als die Rebellion sie darum bittet, ihr als Galionsfigur im Kampf gegen das Kapitol und Präsident Snow, den Herrscher über Panem, zu dienen. Katniss behält stets ihren eigenen Kopf, lässt sich selten zu etwas zwingen und wenn doch, dann nur mit größtem Widerwillen oder weil sie noch etwas anderes im Sinn hat. Sie ist quasi die Rebellin unter den Rebellen.

Katniss nimmt im Gegensatz zu den Karrieretributen, die im Prinzip nur für die Hungerspiele leben und auch in den meisten Jahren den Sieger stellen können, nur zwangsfreiwillig an diesen teil. Denn bei der „Ernte“, in der in jedem Distrikt sowohl ein Mädchen als auch ein Junge ausgelost werden, die für ihren Distrikt an den nächsten Hungerspielen teilnehmen, wird zuerst der Name von Primrose (Prim), der jüngeren Schwester von Katniss gezogen. Im Wissen, dass Prim bei den Hungerspielen ohne jede Chance wäre und dem sicheren Tod entgegenblickt, hat Katniss gar keine andere Wahl, als sich freiwillig zu melden und ihre Schwester zu ersetzen. Katniss ist älter und hat als Jägerin zumindest bereits einige Erfahrung im Umgang mit Pfeil und Bogen. Sie hat somit auf jeden Fall bessere Chancen als Prim, die Hungerspiele vielleicht überleben zu können.

Wie ein roter Faden zieht sich die Dreiecksgeschichte mit den beiden in etwa gleichaltrigen Jungen aus ihrem Distrikt, Peeta Mellark und Gale Hawthorne durch die Buchreihe. Während Gale, auch wenn sie nicht offiziell miteinander gehen, im Prinzip ihr fester Freund ist, hat Katniss bis zum Tag der Ernte kaum Kenntnis von Peeta, dem Sohn des Bäckers aus Distrikt 12, genommen. Peeta wird als der männliche Tribut ausgelost und erst in seiner Gegenwart kehrt in Katniss langsam aber sicher die Erinnerung an den Tag zurück, als sie einmal hungernd und frierend halb auf der Straße vor der Bäckerei lag und Peeta ihr einen Laib Brot zuwarf, wofür er sich sogleich Schläge von seiner Mutter einfing.

Sie lernt Peeta im Laufe der Vorbereitungen zu den Hungerspielen immer besser kennen und wird sogar dazu überredet, während dieser gemeinsam mit Peeta das „tragische Liebespaar“ aus Distrikt 12 zu spielen, denen das Schicksal so schwer mitspielt, da beide als Tribute an den Hungerspielen teilnehmen und entweder beide dort den Tod finden werden oder nur einer von ihnen die Spiele überleben wird. Eine Liebe, die dem Tod geweiht ist. Doch es kommt, wie es kommen muss und Katniss entwickelt mehr und mehr echte Gefühle für Peeta, obwohl sie lange Zeit im Zweifel ist, ob diese wirklich echt sind und eigentlich liebt sie doch Gale? So gibt es ein Ewiges Hin- und her, erst spät im dritten Band entscheidet sich Katniss, mit wem sie lieber die gemeinsame Zukunft verbringen möchte. Erschwerend hinzu kommt auch noch, dass es in ihrem Lebensplan eigentlich gar nicht vorgesehen ist, irgendwann einmal zu heiraten und sogar eigene Kinder zu bekommen.

Katniss muss sich großen Herausforderungen stellen, gewinnt einige neue Freunde hinzu und verliert aber auch manch wichtige Bezugspersonen oder Verbündeten. Bis zum Schluss ist nicht immer erkennbar, wem sie trauen kann, wer Freund und wer Feind ist. Bis der Kreis der Geschichte sich schließt und passiert, was einfach nicht hätte passieren dürfen.

Die Tribute bekommen jeweils einen Mentor aus ihrem Distrikt, der selbst einmal als Sieger aus den Hungerspielen hervorgegangen ist, zugeteilt. Dieser soll vor allem aufgrund seiner eigenen Erfahrung die Tribute so gut wie möglich auf die Hungerspiele vorbereiten. Katniss und Peeta bekommen Haymitch Abernathy als Mentor, den einzigen bisherigen Sieger aus Distrikt 12, der durch seine Intelligenz und seinen Instinkt die 50. Hungerspiele gewinnen konnte. Doch dieser ist nur noch ein Abklatsch seiner selbst, schon lange Zeit dem Alkoholismus verfallen und scheint den beiden Tributen auf den ersten Blick keine besonders große Hilfe sein zu können.

Zu einer der wichtigsten Aufgaben eines Mentors gehört es, während der Hungerspiele Sponsoren zu suchen, die alleine die Möglichkeit haben, den Tributen ein Geschenk zu machen, dass der zu beschenkenden Person per kleinem Fallschirm in die Arena gebracht wird. Diese Geschenke können alles Mögliche sein, was der Teilnehmer gerade dringend benötigt. Wasser, ein Laib Brot, Medizin oder Verbandszeug, ein nützlicher Gegenstand oder eine Waffe beispielsweise. Doch die Preise dafür sind sehr teuer, so dass es den Bewohnern der Distrikte 2-12 nur in den seltensten Fällen möglich ist, das Geld für eines dieser Geschenke aufzubringen, um einen ihrer eigenen Tribute zu unterstützen. So kommen die meisten Sponsoren in der Regel aus dem Kapitol selbst. Doch um diese dazu zu bringen, einem Teilnehmer ein Geschenk zu machen, muss man es sich auch in deren Augen regelrecht verdienen. Dafür kann so ziemlich alles entscheidend sein: Das Aussehen, die Sympathie, die persönliche Lebensgeschichte, das Geschick während der Hungerspiele oder ein besonders beeindruckendes Talent oder eine Fähigkeit. Daher bemühen sich die Tribute bereits im Vorfeld im besonderen Maße um die Aufmerksamkeit, das Interesse und die Gunst der potentiellen Sponsoren. Dies können sie vor allem dadurch erreichen, in dem sie sich jeder einzeln vorstellen und ein Talent nach Wahl unter Beweis stellen dürfen. Auch die Einzel-Interviews spielen bei der Entscheidung der potentiellen Sponsoren eine gewichtige Rolle, ob und wen sie bei den Spielen unterstützen möchten.

Katniss entscheidet sich bei ihrer persönlichen Vorstellung dazu, ihr Talent im Umgang mit dem Bogen zur Schau zu stellen. Doch obwohl sie eigentlich eine ausgezeichnete Bogenschützin ist, versagt sie kläglich und trifft noch nicht einmal die Zielscheibe. Im zweiten Versuch trifft sie dann endlich mitten ins Schwarze, muss aber feststellen, dass ihr niemand mehr dabei zugesehen hat. Aus Wut darüber und wahrscheinlich auch über sich selbst greift sie sich einen weiteren Pfeil und schießt ihn mitten in die Tribüne, wo die Spielmacher sitzen. Sie trifft den Apfel, der im Maul des Schweins steckt, welches das Highlight des reichhaltigen Buffets darstellt.

Da anschließend die Bewertung der einzelnen Kandidaten ansteht, die sich aus mehreren Faktoren zusammensetzt, spielt auch diese Tat von Katniss eine entscheidende Rolle. Sie und Peeta erhalten als letzte ihre Wertung. Die besten Kandidaten vor ihnen haben Wertungen in Höhe von 9 oder 10 erhalten. Die meisten jedoch weniger, wobei die Höchstpunktzahl eine 12 wäre. Peeta erhält eine 8, worüber er selbst recht erstaunt ist und alle anderen sich mit ihm darüber freuen. Katniss erhält eine zu ihrer großen Überraschung eine 11 und ist somit die Siegerin dieser Wertung. Gerade ihre freche Aktion bei ihrer Vorstellung hat zu dieser hohen Wertung geführt. Wie ihr Mentor ihr vorab bereits gesagt hat, ist es so, dass die Chancen für Sponsoren steigen, je höher die Wertung ausfällt. Also alles richtig gemacht, Katniss Everdeen!

Der ihnen zugeteilte Stylist Cinna, der schnell auch zu einem guten Freund von Katniss wird, entwirft den beiden spektakuläre Kostüme, mit denen sie aus der Masse der Tribute hervorstechen und zusätzlich ihre Chancen auf Sponsoren erhöhen. Katniss bekommt fortan den Spitznamen „Das Mädchen, das in Flammen steht“.

Im abschließenden persönlichen Interview vor den Spielen mit Moderator Caesar Flickerman gesteht Peeta öffentlich seine Gefühle für Katniss, worüber diese sichtlich erzürnt ist, da sie denkt, dass er lügt. Ihr Mentor überzeugt sie jedoch davon, dass es auch für sie das Beste sei und so gelten die beiden fortan in der Öffentlichkeit als das „tragische“ Liebespaar.

Doch auch wenn man Peeta nur zu leicht anmerkt, dass seine Gefühle für Katniss nicht gespielt sind, geht dieser in der Arena, die künstlich erschaffen wurde und mit diversen Fallen gespickt ist, die die Spielmacher jederzeit nach Belieben auslösen können, wenn ihnen die Hungerspiele gerade zu wenig Action bieten, anfangs ein Bündnis mit mehreren anderen Tributen ein, zu denen vor allem die so genannten „Karrieros“ gehören. Als diese jedoch die bereits verwundete Katniss töten wollen, verschafft er ihr erst einmal etwas mehr Zeit. Nach einer langen und von Angst beseelten Nacht wird Katniss von leisen Pfiffen geweckt. Mit Hilfe ihrer neuen Verbündeten, dem jungen Mädchen aus Distrikt 11 namens Rue, holt sie zum überraschenden Gegenangriff aus und kann gemeinsam mit dieser fliehen.

Ihr Mentor kann den obersten Spielmacher davon überzeugen, dass er den Zuschauern geben soll, nach was es ihnen dürstet. So erhöht er die Chance auf das Überleben seiner beiden Tribute deutlich, wie er denkt.

Der oberste Spielmacher verkündet also plötzlich die überraschende neue Regel, dass es zum ersten Mal in der Geschichte der Hungerspiele auch zwei Sieger geben kann, wenn diese aus demselben Distrikt stammen. Sogleich macht sich Katniss auf die Suche nach Peeta und die beiden Tribute aus Distrikt 12 verbünden sich. Gemeinsam schaffen sie es tatsächlich, als die beiden letzten lebenden Tribute übrig zu bleiben. Doch dann wird die erst vor kurzer Zeit bekannt gemachte Regeländerung wieder zurück genommen und Peeta beweist, dass seine Liebe zu Katniss derart stark ist, dass er sogar bereitwillig für sie sterben würde. Nur durch eine List gelingt es Katniss am Ende, den obersten Spielmacher dazu zu zwingen, erstmalig in der Geschichte der Hungerspiele tatsächlich zwei Sieger zu küren.

Doch über diese Aktion ist Präsident Snow in höchstem Maße erzürnt, was dazu führt, dass er nicht nur den obersten Spielmacher zum Selbstmord verleitet, sondern Katniss und Peeta müssen vor laufenden Kameras im Interview noch einmal um ihr Leben kämpfen, wenn auch nur verbal. Denn dort müssen sie überzeugend begründen, warum sie das getan haben und bezeugen, dass es kein Affront gegen das Kapitol und Präsident Snow persönlich war. Dies gelingt ihnen zwar vorerst, aber Präsident Snow macht Katniss schon sehr bald klar, dass es nicht ausreicht und dass nicht nur ihr beider Schicksal in seinen Händen liegt.

Präsident Snow hat bemerkt, dass in manchen Distrikten plötzlich etwas mehr Hoffnung als üblich aufkeimt, was in seinen Augen Katniss durch ihr Handeln in den letzten Minuten der Hungerspiele zu verschulden hat. Er teilt ihr ganz unmissverständlich mit, was er jetzt von ihr erwartet und was passieren wird, wenn es ihr nicht gelingen sollte, nicht nur die Bevölkerung der Distrikte, sondern vor allem ihn selbst von dem zu überzeugen, was er von ihr verlangt zu beweisen.

Die meisten Bewohner der Distrikte sehen nämlich in Katniss List, die ihr und Peeta gemeinsam das Leben gerettet hat, einen offenen Aufruf zum Widerstand, welche Präsident Snow fürchtet wie sonst nichts in der Welt.

In seinem Auftrag begeben sich Katniss und Peeta auf eine Reise durch die Distrikte, um das Volk davon zu überzeugen, dass sie tatsächlich ein Liebespaar sind. Denn nicht jeder glaubt an die Geschichte des „tragischen Liebespaars“ und an den der Bevölkerung als „Cousin“ verkauften Gale, der ja eigentlich der Freund von Katniss ist. Aber die Reise zeigt leider nicht die gewünschte Wirkung. Während der Präsident der Hoffnung war, dass dadurch der aufkeimende Widerstand nicht weiter anwächst, sehen plötzlich immer mehr Bewohner der Distrikte in den beiden Siegern die Symbole eben genau für diesen Widerstand. Dabei ist es vor allem Katniss, die den Menschen wieder Hoffnung zu geben imstande ist, ohne dass sie dies eigentlich im Sinn hat oder bewusst etwas dafür tut.

In einem Interview hält Peeta vor laufenden Kameras um Katniss Hand an, in der Hoffnung, dass dies in den Augen von Präsident Snow als ausreichender Versuch erachtet wird, das Volk von dem glücklichen Ende der Geschichte des einst „tragischen Paares“ zu überzeugen. Präsident Snow verspricht sogar live, diese Hochzeit auszurichten.

Zwischendurch überlegt Katniss in ihrer Verzweiflung und der Angst um das Leben ihrer Familie und Freunde sogar ernsthaft, zu fliehen und sie möchte auf ihre Flucht auch ihre Mutter, ihre kleine Schwester, Gale und seine Familie, Peeta und Haymitch mitnehmen. Doch Gale lehnt dies ab, er will weder mit Peeta gemeinsam fliehen, den er wegen ihrer beider Liebe Katniss gegenüber als ernsthafte Gefahr sieht und er möchte auch nicht vor den Problemen davon laufen, sondern notfalls lieber kämpfen, als sich feige zu verstecken.

Als Präsident Snow die bittere Erkenntnis gewinnt, dass sein Plan doch nicht wie gewünscht aufgeht, beschließt er etwas zu tun, was es in der Geschichte der Hungerspiele noch nie zuvor gegeben hat: nämlich, zu den nächsten Hungerspielen, die mittlerweile bereits ihr 75. Jubiläum feiern, nur Tribute auszusenden, die bereits einmal an diesen teilgenommen haben und als Sieger aus ihnen hervorgegangen sind. Normalerweise war es bisher nämlich so, dass man als Sieger nie wieder in die Verlosung bei einer der Ernten kam. Auch wenn es zwar offiziell so dargestellt wird, dass die Erfinder der Hungerspiele schon vor 75 Jahren diese Idee hatten, gewinnt man natürlich nur zu leicht den Eindruck, dass eigentlich nur Präsident Snow persönlich dafür verantwortlich zeichnen kann. Es passt ja schließlich nur zu perfekt zur aktuellen Situation und der Angst, die ihn tagtäglich und in den Nächten umtreibt.

Da Distrikt 12 mit Peeta, Haymitch und Katniss nur drei Sieger hat, werden zwei von ihnen als Tribute entsandt und der Dritte wird ihr Mentor sein. Da Katniss die einzige weibliche Kandidatin ist, steht sie bereits als Tribut fest. Und sie ist sich sicher: Präsident Snow will Peeta, vor allem aber sie selbst, um jeden Preis tot sehen! Sie hat daher auch kaum Hoffnung, noch einmal lebend aus den Hungerspielen hervorgehen zu können. Und selbst wenn, würde es ja zwangsläufig bedeuten, dass der zweite Tribut auf jeden Fall sterben wird. Denn noch einmal wird es nicht dazu kommen, dass zwei Sieger gekürt werden.

Hinweis

Rechtschreibung und Grammatik wie immer ohne Gewähr.
;)
« Letzte Änderung: 25. Nov. 2013, 13:07:48 von Helluo Librorum »
"Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill


 

     
SimplePortal 2.3.3 © 2008-2010, SimplePortal