Autor Thema: Suzanne Collins - Die Tribute von Panem (Die Trilogie) Teil 2/2  (Gelesen 9176 mal)

Helluo Librorum

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Hier findet ihr den ersten Teil meiner Buchempfehlung zu dieser Trilogie:

http://www.werkstatt-treff.de/forum/index.php?topic=1581.msg6578#new

Doch es ist auch nicht ihr Plan, diese Spiele zu gewinnen. Diesmal will Katniss alles dafür tun, um Peeta dabei zu helfen, die Spiele zu gewinnen. Denn sie ist sich absolut sicher: Peeta wird sich freiwillig melden für den Fall, das Haymitch ausgelost wird. Peeta würde sie nicht ohne seine Hilfe in die Arena ziehen lassen. Daher geht sie auch zu Haymitch und bittet ihn, diesmal Peeta mit Geschenken der Sponsoren zu versorgen und nicht sie. Doch auch Peeta hat Gleiches im Sinn und bittet Haymitch, alles zu tun, damit Katniss erneut gewinnt. Nun stellt sich also die Frage: Was hat Haymitch im Sinn? Wie sich später herausstellt, verfolgt dieser seinen ganz eigenen Plan, den er weder Katniss noch Peeta verrät und zieht hinter den Kulissen geschickt die Fäden, auch schon während der Vorbereitung auf die Spiele.

Bei der Ernte wird tatsächlich Haymitch Name gezogen und Peeta meldet sich an seiner Stelle sofort freiwillig, um Katniss erneut in der Arena beschützen zu können. Angesichts 22 kampferprobter Tribute aus den anderen Distrikten wird es diesmal unendlich schwerer, dass einer der beiden Tribute aus Distrikt 12 die Hungerspiele gewinnen kann. Obwohl natürlich auch schwächere Gegner dabei sind, wie z.B. eine Frau im „Renten-Alter“.

Während der Vorbereitung zu den Spielen ist es diesmal besonders wichtig, wie auch ihr Mentor sie darauf hinweist, dass sie sich geeignete Partner für ein Bündnis aussuchen. Sowohl Katniss als auch Peeta mischen sich also fleißig unter die anderen kampferprobten Tribute und überlegen sich, mit wem sie gerne ein Bündnis eingehen würden und wer das auch so sieht. Da beide aber völlig unterschiedliche Bündnispartner vorschlagen und keinen Konsens finden, kommt es leider vorerst zu keinem Bündnis.

Bei der persönlichen Vorstellung provozieren sowohl Katniss als auch Peeta die Spielmacher und erreichen dadurch beide eine hohe Wertung. Diese führt zwar wie bereits erwähnt dazu, dass man am leichtesten Sponsoren finden kann, aber auch dazu, dass man von den anderen Tributen als stärkste Konkurrenz angesehen wird, die es so schnell wie möglich zu eliminieren gilt. Die Spielmacher sind der Meinung, dass die anderen Tribute vor allem Jagd auf Katniss und Peeta machen und beide als erste oder mit als erste in der Arena fallen werden. Zur Not kann ja auch seitens der Spielmacher selbst noch nachgeholfen werden.

In seinem letzten Interview vor den Hungerspielen behauptet Peeta, dass er und Katniss nicht nur längst verheiratet sind, sondern dass sie auch bereits ein Baby erwarten. Ein geschickter Schachzug, wie sich herausstellt, denn damit steigen die beiden noch einmal deutlich in der Gunst der potentiellen Sponsoren. Aber es wächst auch die Verärgerung über die Aussendung der beiden zu den Hungerspielen an. Auch unter dem altbekannten Betreuungsteam ist die Stimmung eher düster und mancher vergisst sogar die eine oder andere Träne darüber, dass Katniss und Peeta sich noch ein weiteres Mal den tödlichen Gefahren der Arena aussetzen sollen. Die Zweifel an dem Sinn der Hungerspiele nehmen vielerorts immer mehr zu.

Ihr Stylist Cinna entwirft ein neues Kostüm für Katniss, das sich während ihres Interviews und ohne ihr Wissen in ein „Spotttölpel-Kostüm“ verwandelt, was sowohl ein weiterer Affront gegen Präsident Snow ist, als auch der erneute Aufruf an die Distrikte, sich gegen das Kapitol zu stellen. Denn der „Spotttölpel“ gilt allgemein bekannt als das Symbol der Rebellen. Katniss wird also immer mehr und ohne ihr eigenes Zutun zum Sinnbild des Widerstands gemacht.

Doch dafür muss Cinna leider büßen. Just in dem Moment, als Katniss sich hilflos in dem Glasaufzug befindet, der sie hoch in die Arena fährt, wird sie Augenzeuge dessen, wie ihr Freund zusammengeschlagen wird.

Die Arena ist diesmal eine völlig andere. Wie sich später herausstellt, ist sie wie eine Uhr angelegt, jede Stunde begrenzt ein bestimmtes Areal und in jedem lauert eine neue, tödliche Gefahr.

Obwohl es im Rahmen der Vorbereitung nicht geklappt hat, können Katniss und Peeta bereits innerhalb der ersten Minuten ein Bündnis mit dem starken Finnick, der zudem ein absoluter Frauenschwarm ist und der alten Frau namens Mags schließen. Letztere opfert sich noch in der gleichen Nacht, um Peeta das Überleben zu ermöglichen. Später schließen sich auch noch Johanna, Beetee und Wiress dem Bündnis an. Somit hat die Gruppe um Katniss und Peeta die besten Chancen, die anderen Tribute zu überleben aus ihrer eigenen Mitte den Sieger zu stellen.

Katniss wundert sich im Laufe der Spiele immer mehr darüber, dass einige Tribute scheinbar alles dafür tun, um Peeta am Leben zu erhalten. Was ihr natürlich entgegenkommt, da sie ja das gleiche Ziel verfolgt. Was sie jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, ist dass ihr beider Mentor Haymitch ohne das Wissen von ihr und Peeta bereits im Vorfeld nach ihrem eigenen Scheitern geeignete Bündnispartner gesucht hat, die sich bereit zeigten, ihr eigenes Leben zum Wohle der Rebellion aufs Spiel zu setzen. Haymitch hat sie dazu angewiesen, um jeden Preis auch Peetas Leben zu retten, denn würde er sterben, könnte das unweigerlich negative Auswirkungen auf Katniss Bereitschaft haben, sich der Rebellion anzuschließen, die Haymitch längst gemeinsam mit jeweils einem mächtigen Verbündeten aus dem Kapitol und dem Distrikt 13, dem „Untergrund“, plant.
Am Ende zerstört Katniss die gesamte Arena, indem sie einen Blitz direkt in das Kraftfeld leitet, dass die Arena umgibt. Die Überlebenden werden von Hovercrafts aus der Arena gerettet und nach Distrikt 13 gebracht, wo sich überraschenderweise der neue „Oberste Spielmacher“ als einer der Anführer der Rebellion zu erkennen gibt.

In Distrikt 13 leben die Rebellen im Untergrund, bereiten sich seit langer Zeit auf den großen Schlag gegen das Kapitol und Präsident Snow vor. Dort trifft Katniss auch auf einige bekannte Gesichter, wie z.B. ihre Familie, Haymitch, Gale, den obersten Spielmacher Plutarch Heavensbee, Finnick und Beetee. Nur Peeta, Johanna und eine unbeliebte Tributin aus einem der Karrieredistrikte konnten nicht gerettet werden und befinden sich nunmehr in der Gefangenschaft des Kapitols.

Das Leben in Distrikt 13 ist hart und straff durchorganisiert. Jeder Bewohner bekommt täglich einen individuellen Plan mitgeteilt, der ihm Auskunft darüber gibt, was er wann zu tun hat oder tun darf. Dazu gehören beispielsweise fest geregelte Essenszeiten, Besprechungen, Schulungen, Training, Freizeit u.s.w. Da zudem die Lebensmittel knapp sind, werden sie stark rationiert und jeder bekommt nur genau so viele Kalorien zugeteilt, wie er aufgrund seines Geschlechts, seines Alters und seines aktuellen Tagesplans benötigt.

Doch wie Katniss nun einmal so ist, schert sie sich weitestgehend nicht um die ihr auferlegten Regeln und tut, was immer ihr gerade in den Sinn kommt. Erst als sie die Erlaubnis zum Jagen bekommt, muss sie sich zwangsläufig darum bemühen, sich an die Regeln zu halten.

Katniss erfährt detailliert von den Plänen der Rebellen und welche Rolle auch Haymitch bei diesen gespielt hat. Präsidentin Coin versucht Katniss dazu zu überreden, sich in den Dienst des Widerstands zu stellen und zum offiziellen Gesicht der Rebellion zu werden, um in den anderen Distrikten so viele Bewohner wie irgendwie möglich zum offenen Widerstand zu motivieren. Doch Katniss ziert sich und hat erst einmal ganz andere Probleme, nämlich vor allem ihre berechtigte Sorge um Peeta. Sie hat Angst vor dem, was ihm im Kapitol widerfährt, dass er qualvoll gefoltert wird oder möglicherweise sogar schon tot ist. Außerdem hat sie in der Zwischenzeit erfahren, dass Distrikt 12 vom Kapitol vernichtet wurde. Der Großteil der Einwohner ist bei den Angriffen gestorben. Nur wenige Hundert Überlebende haben sich nach Distrikt 12 retten können und der Rebellion angeschlossen.

Auch wenn es eigentlich viel zu gefährlich ist, besteht Katniss vehement darauf, dass sie Distrikt 12 besuchen darf, ihre Heimat, die gerade erst von den Kräften des Kapitols zerstört wurde. Es bietet sich ihr ein erschreckender Anblick dar.

Während Katniss wieder in Distrikt 13 weilt und immer noch widerwillig ist, die Rebellion mit anzuführen, befinden sich bereits mehrere Distrikte im Aufstand gegen das Kapitol.

Dieses zeigt im Laufe der Zeit ein paar Interviews mit Peeta, der sich darin direkt an Katniss wendet und dazu aufruft, den Widerstand aufzugeben. Diese ist fassungslos und die Rebellen wittern Verrat, denn es sieht nicht danach aus, dass Peter gefoltert wurde oder es ihm ansonsten schlecht geht. Was sie alle jedoch noch nicht wissen: Erstens sind diese Aufnahmen nicht mehr aktuell und zweitens behandeln Ärzte des Kapitols Peeta mit Gift von Jäger-Wespen, mit denen Halluzinationen erzeugt werden. Es gelingt ihnen, Peeta zu manipulieren und ihm Katniss als Gefahr, als Feindbild zu verkaufen. So können sie im Laufe der Zeit und im wahrsten Sinne des Wortes eine Mordlust in Peeta entfachen.

Da Katniss nunmehr befürchten muss, dass Peeta als Verräter getötet wird, wenn er eines Tages den Rebellen in die Hände fallen sollte, willigt sie plötzlich doch ein, offiziell der Rebellion als „Spotttölpel“ zu dienen, doch nur unter gewissen Bedingungen. Eine davon ist, dass, egal was auch passieren mag, alle Tribute straffrei bleiben und ihnen kein Leid widerfährt. Die Präsidentin von Distrikt 13 willigt, wenn auch alles andere als begeistert, ein. Damit sich Präsidentin Coin an ihr Versprechen halten muss, zwingt Katniss sie dazu, dieses vor der gesamten Bevölkerung von Distrikt 13 abzulegen.

Um ihrer Rolle als Spotttölpel gerecht zu werden, wird Katniss ihr altes Vorbereitungsteam  an die Seite gestellt, dass ihr nach den Entwürfen von Cinna, dessen Schicksal zu diesem Zeitpunkt noch ungewiss zu sein scheint, das passende Kostüm schneidert.

Ein Fernsehteam dreht mit Katniss verschiedene Spots, die von den Technikern des Distrikts, allen voran von Beetee, in das Fernsehprogramm von Panem eingespeist werden und mit deren Hilfe man sich erhofft, die Bereitschaft zum Widerstand immer weiter zu erhöhen.

Als Katniss im Rahmen ihres ersten Auftritts als „Spotttölpel“ ein Lazarett besucht, wird dieses von dem Kapitol angegriffen und zerstört. Das Fernsehteam, das Katniss begleitet hat, filmt nicht nur die Zerstörungen, sondern nimmt auch die Wutrede von Katniss auf, in der sie nicht nur die Bewohner der Distrikte direkt anspricht, sondern auch Präsident Snow persönlich. Katniss Everdeen erklärt diesem nun offen den Krieg.

In einem weiteren TV-Interview im Kapitol sieht man erneut Peeta, jedoch ist er nun völlig verändert, wirkt physisch wie psychisch am Ende. Plötzlich ruft er eine Warnung heraus, die direkt an die Rebellen in Distrikt 13 gerichtet ist, dass ihnen seitens des Kapitols ein Bombenangriff kurz bevorsteht. Man sieht gerade noch wie Peeta überwältigt wird und dann bricht das Bild abrupt ab.
In Distrikt 13 reagiert man für einen Moment zögerlich, dann jedoch mit voller Entschlossenheit. Man evakuiert alle Menschen, die entsprechend der für diesen Fall vorliegenden Notfallpläne handeln und sich organisiert und den Umständen entsprechend ruhig und gefasst im tief gelegenen Bunkersystem einfinden. Sie hoffen, dass selbst die Bunkerbomben, über die das Kapitol zweifelsohne verfügt, nicht so weit nach unten vordringen können. Gerade noch rechtzeitig kann Gale die jüngere Schwester von Katniss retten und nur wenige Minuten später fallen bereits die ersten Bomben. Ohne Peeta, den vermeintlichen Verräter, wären an diesem Tag viele, wenn nicht sogar alle Menschen in Distrikt 13 gestorben.

Als nach Tagen der Angst die Angriffe endlich vorüber sind, findet Katniss auf der Oberfläche eine unverkennbare Botschaft von Präsident Snow in Form von Rosen. Als Katniss daran denkt, was man Peeta jetzt im Kapitol antun wird, da er dessen Angriff auf die Rebellen verraten hat, erleidet sie einen Nervenzusammenbruch.

Die Anführer der Rebellion beschließen daraufhin, dass man unverzüglich die Gefangenen aus dem Kapitol befreien muss, da ansonsten ihr „Spotttölpel“ zu nichts weiter zu gebrauchen ist, wenn sie nicht Peeta in Sicherheit weiß. So wird ein Befreiungstrupp entsandt, zu dem natürlich auch Gale gehört und Katniss kann nur ihren Teil dazu beitragen, dass das Kapitol abgelenkt wird. Dem Team gelingt es tatsächlich, Peeta, Johanna und ein paar weitere Gefangene zu befreien, darunter auch die Freundin von Finnick, Annie. Die beiden heiraten schon bald, was die Rebellen auch filmen und zu Zwecken der Propaganda für ihre Sache zu nutzen verstehen.

Peeta ist jetzt zwar wieder frei, aber Katniss ist schockiert darüber, was aus ihm geworden ist. Die Ärzte im Kapitol haben es mit der Behandlung durch das Gift der Jägerwespen offensichtlich geschafft, Katniss in Peetas Augen zum absoluten Feindbild zu machen. Er will nichts lieber, als sie töten und kann bei ihrem ersten Aufeinandertreffen nur mit Müh und Not überwältigt werden, als er Katniss mit seinen kräftigen Armen die Kehle zuschnürt.

Fortan steht Peeta immer unter strenger Bewachung und wird versucht zu therapieren. Doch da man damit keinerlei Erfahrungen hat, gestaltet sich das als sehr schwierig. Peeta weiß noch nicht einmal mehr, was wahr ist und was nicht. Sobald auch nur Katniss Name erwähnt wird, ist es bereits um ihn geschehen. Die Ärzte haben große Zweifel, ob man es schaffen wird, dass Peeta und Katniss jemals wieder normalen Kontakt zueinander haben können. Katniss ist sichtlich verzweifelt und kann und will das alles nicht mehr mit ansehen. Sie lässt sich auf ihren eigenen Wunsch hin nach Distrikt 2 schicken, dem letzten Distrikt, der noch nicht vollständig in der Hand der Rebellen ist. Dort kämpft sie Seite an Seite gemeinsam mit den Rebellen, weit weg von Peeta, der sie am liebsten eigenhändig töten möchte und dies ja auch bereits fast geschafft hätte.
Distrikt 2 ist vor allem deshalb so wichtig, weil dort die Waffen hergestellt werden, mit denen das Kapitol versorgt wird. Aber dieser Distrikt, aus denen Jahr für Jahr die so genannten „Karriere-Tribute“ stammen, ist auch dem Kapitol am engsten verbunden. Hier gelten die Rebellen in den Augen der meisten Einwohner als der Feind, den es zu bekämpfen gilt. Auch der größte Teil der Friedenswächter hat sich dort zusammengezogen und verteidigt die letzte Linie vor dem Kapitol, gut geschützt in einem Bergwerk.

Die Rebellen suchen lange Zeit verzweifelt nach einer Lösung, wie sie entweder das Bergwerk möglichst unblutig einnehmen können oder wie es ihnen gelingen könnte, die Menschen dort heraus zu treiben, ohne das es zu einem Massaker kommt. Als man endlich eine gute Idee hat, scheint es zuerst auch alles recht reibungslos zu verlaufen, bis jedoch plötzlich ein Schuss aus dem Hinterhalt fällt und Katniss niederstreckt.

Doch Katniss überlebt und will unbedingt an dem alles entscheidenden Angriff auf das Kapitol teilnehmen, was ihr die Führung der Rebellion jedoch nicht erlauben will. Doch sie lässt nicht locker und beharrt auf ihre Teilnahme. Sie soll dann doch die Chance dazu bekommen, jedoch nicht an vorderster Front, nur in Begleitung eines Kamerateams und unter der Voraussetzung, dass sie nicht nur an dem militärischen Training teilnimmt, sondern dieses auch in relativ kurzer Zeit und in den Augen der Leiterin dieses Trainings erfolgreich besteht und für den Einsatz als fit und kompetent genug eingestuft wird. Dafür wird Katniss in der Abschlussprüfung mit ihrer größten Schwäche oder Angst konfrontiert, ohne vorher zu wissen, welche das in den Augen der Verantwortlichen sein könnte. Doch sie besteht auch diese Prüfung und darf an dem Angriff teilnehmen, wenn auch zumindest offiziell nicht so, wie es ihr beliebt.

Katniss ist starr vor Schreck, als plötzlich Peeta als neues Mitglied ihrer Gruppe zugeteilt wird. Denn schließlich ist dieser immer noch nicht geheilt und hat es vermutlich immer noch zum Ziel, Katniss zu töten. Nicht nur Katniss fragt sich also, ob Präsidentin Coin sie um jeden Preis tot sehen will?

Während Katniss nach dem Tod ihres Gruppenführers einmal mehr ihre eigenen Ziele verfolgt und nur eines im Sinn hat, nämlich Präsident Snow zu töten und sie diesem Ziel immer näher kommt, stirbt einer ihrer Verbündeten nach dem anderen. Und wer meint, dass an dieser Stelle bereits klar sei, wie das Buch ausgeht, der wird sich beim Lesen des Buches oder beim Anschauen des Films ja vielleicht doch ziemlich wundern? Mehr sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten, außer dass es sich durchaus lohnt, auch den Epilog zu lesen, der einige Jahre später spielt und den Lesern einen interessanten Blick in die Zukunft gewährt.

Nachbemerkungen:

Für ein Jugendbuch fällt die gesamte Reihe ungewöhnlich hart aus, nur bei den Tötungen wird verständlicherweise nicht zu sehr ins Detail gegangen.

Auch wenn es sich hierbei offiziell um Jugendbücher handelt, können sie auch sehr gut von Erwachsenen gelesen werden. Tatsächlich habe ich unter den vielen Rezensionen, die ich mir im Rahmen meiner üblichen ergänzenden Recherche durchgelesen habe, auch häufig welche eben von Erwachsenen gefunden. Da ja auch das Thema an sich wahrlich nicht als „Jugendfreundlich“ bezeichnet werden kann, fällt einem daher der Griff zu diesen Büchern alles andere als schwer. Mir haben sowohl die Bücher als auch der erste Film allesamt sehr gut gefallen. Der zweite Film ist ja gerade erst in der letzten Woche in den Deutschen Kinos angelaufen und ich freue mich schon jetzt sehr darauf und kann es auch kaum noch abwarten, bis es endlich so weit ist und ich ihn mir anschauen kann. Der dritte Band der Buchreihe wird übrigens, wie es auch bei „Harry Potter“ der Fall war, für das Kino in zwei Teile gesplittet.

Die Geschichte ist derart spannend erzählt und bildhaft beschrieben, dass ich gar nicht anders konnte, als mir alle drei Bücher hintereinander weg durchzulesen.

Die Buchreihe fasziniert mich unter anderem auch deshalb, weil es die Autorin so gekonnt versteht, ihre Leser immer wieder mit unerwarteten Wendungen zu überraschen und die meisten von ihnen auch das Ende sicherlich nicht so erwartet hätten.

Tauche ein in die faszinierende Welt von Panem!

Hinweis

Rechtschreibung und Grammatik wie immer ohne Gewähr.
;)
"Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill


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Antw:Suzanne Collins - Die Tribute von Panem (Die Trilogie) Teil 2/2
« Antwort #1 am: 25. Nov. 2013, 13:17:53 »
Bei meiner Internetrecherche bin ich häufig darauf gestoßen, dass die Buchreihe vor allem mit „Battle Royale“ oder „Todesmarsch“ verglichen wird. „Battle Royale“ habe ich bisher weder gelesen noch gesehen, aber was ich bisher darüber im Internet gelesen habe, klingt tatsächlich sehr ähnlich. Wohingegen ich die Geschichte aus „Todesmarsch“, die Stephen King unter seinem Pseudonym Richard Bachman veröffentlicht hat, nicht wirklich mit der aus „Die Tribute von Panem“ vergleichen würde.

Generell sehe ich es aber so, dass es überall viele mehr oder weniger deutliche Überschneidungen bei Themen gibt und es nur noch selten etwas wirklich Neues gibt. Von daher ist dies für mich kein wirklicher Kritikpunkt und „Die Tribute von Panem“ ist bereits jetzt erfolgreicher als alle in diesem Zusammenhang gezogenen Vergleiche, was ja auch für die Qualität dieser Buch- und Filmreihe spricht.

Eine der kritischen Fragen, über die ich beim Lesen anderer Rezensionen des Öfteren gestolpert bin, ist die, warum sich die Bewohner so lange nicht gegen das Kapitol gewehrt haben.

Aber das ist doch eigentlich klar, wenn man erstens die Vergangenheit und zweitens die täglich permanente Gefahr durch die Friedenswächter bedenkt. Die Hungerspiele wurden ja erst als Demonstration der Macht, Erinnerung an den fehlgeschlagenen Aufstand und zur Warnung vor einem weiteren ins Leben gerufen. Die Bewohner der Distrikte vergessen also nie, was ihnen blüht, wenn sie es noch einmal versuchen sollten und es misslingt.

Auch der offiziell ausgebombte Distrikt 13 wirkt natürlich zusätzlich demotivierend.

Dazu kommen eben noch die bereits erwähnten Friedenswächter, hinter denen man vielleicht erst einmal so etwas wie die Jedi-Ritter in „Star Wars“ vermutet, also etwas Gutes. Aber dem ist leider nicht so. Bis auf Distrikt 12, wo die Friedenswächter anfangs wirklich recht sympathisch daherkommen, sind diese in den anderen Distrikten mehr oder weniger autoritär und sind vom Kapitol ausgesandt, um die Bewohner der Distrikte zu kontrollieren.

Sobald sich einmal ein Aufstand ergibt, werden unverzüglich Dutzende oder wenn nötig sogar Hunderte zusätzliche Friedenswächter in den entsprechenden Distrikt geschickt, um dort dabei zu helfen, den Aufstand niederzuschlagen und die Bewohner wieder unter Kontrolle zu bringen.

Da die Bewohner selbst nur in den seltensten Fällen eine Waffe besitzen und die Bevölkerungszahl sehr überschaubar ist (je nach Distrikt um die ca. 10.000 Bewohner) wäre ein fast unbewaffneter Aufstand gegen Hunderte von stark bewaffneten und perfekt geschulten Sicherheitskräften doch schon von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Die einzige Chance wäre es, und die wird ja am Ende auch genutzt, alle Distrikte zu einen und die Rebellen unter fachkundiger Anleitung auszubilden und organisiert in den Kampf gegen das Kapitol zu schicken.

Die „Liebesgeschichte“ habe ich leider auch einigen Rezensionen als Kritik entnehmen müssen. Jedoch ist das meiner bescheidenen Meinung totaler Schwachsinn, denn dadurch führt man leicht einige potentielle Leser in die Irre, die befürchten, dass es in den Büchern vor lauter Schmalz und Tränen nur so trieft und die sich durch solche Kritiken abschrecken lassen.

Das Thema Liebe spielt in den Büchern eher eine untergeordnete Rolle und man braucht hier auch nicht eine Geschichte wie in „Romeo und Julia“ oder dergleichen zu erwarten. Die Bücher werden vor allem von den Themen „Die Hungerspiele“ sowie dem Wunsch nach Freiheit und der immer stärker werdenden Rebellion geprägt.

Eine weitere nicht selten genannte kritische Frage war die, warum Kinder sich gegenseitig töten sollten. Das würden diese nicht machen, Erwachsene ja, Kinder nein.

Was für ein Schwachsinn!

Wie viele Kinder gab es in der Menschheitsgeschichte denn schon, die andere Menschen umgebracht haben, aus welchen Gründen auch immer?

Jedes Kind weiß, um was es bei den Hungerspielen geht und wer zu den 24 Teilnehmern gehört, der weiß, dass es um nichts Geringeres als sein eigenes Überleben geht und er dieses nur sichern kann, wenn alle anderen Teilnehmer vor ihm den Tod in der Arena finden.

Dies wird einem kaum gelingen, ohne dabei jemanden zu töten.

Wenn der Mensch um sein eigenes Überleben kämpfen muss, dann wird er es in der Regel auch tun. Klar könnte es auch Kinder geben, die sich lieber freiwillig töten lassen als selbst jemanden umzubringen, aber es wird unter 24 Kindern immer auch welche geben, die überleben wollen und bereit sind, alles dafür zu tun, was nötig ist.

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"Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill


Joe Cool

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Antw:Suzanne Collins - Die Tribute von Panem (Die Trilogie) Teil 2/2
« Antwort #2 am: 25. Nov. 2013, 13:34:56 »
Das die Liebesgeschichte so in den Vordergrund rückt, hat mit der (momentan in den Kinos laufenden) Verfilmung zu tun. Die Filme stehen im Augenblick im Fokus (da teuer!).

Die Produzenten schielen dabei auf den "Trittbrett-Effekt": Da ja gerade die "Twilight-Saga" beendet wurde, suchte man händeringend nach einem Nachfolger. Möglichst nach gleicher (oder zumindest ähnlicher) Rezeptur. Bei "Twilight" war es das Horror-Genre (Vampir/Werwolf-Motive), nun ist es bei "Tribute von Panem" das Science-Fiction/Abenteuer-Genre.

Das die Liebesgeschichte in der Buch-Vorlage nicht besonders ausgeprägt ist, macht nichts- dafür gibt es ja die "künstlerische Freiheit" der Drehbuch-Autoren.

 

     
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