Final Fantasy VIII (27. Oktober 1999)Bild Spielcoverhttp://finalfantasy.wikia.com/wiki/Final_Fantasy_VIII?file=Final_Fantasy_VIII_European_box_art.jpgYou Tube - Introhttp://www.youtube.com/watch?v=q09quI356sQYou Tube - Let´s Playhttp://www.youtube.com/watch?v=ayvjid5oAeYHandlung:Squall Leonhart ist 17 Jahre alt und Kadett einer Spezialeinheit namens „SEED“. Er absolviert seine Ausbildung innerhalb einer der Militärakademien und ist in „Balamb-Garden“ stationiert. Die „SEEDS“ dienen als Söldner und können von jedem angeheuert werden, der das Geld hat, sie sich leisten zu können. Zu Beginn des Spiels kann man als Squall den „Balamb-Garden“ erkunden und im Training seine Kampffähigkeiten erproben und verbessern. Wenn man sich dazu bereit fühlt, kann man seine Abschlussprüfung angehen. Unmittelbar danach folgt bereits die erste Mission, zu der man nebst weiteren Teammitgliedern geschickt wird. Es gilt die Hafenstadt Dollet zu befreien, die von Soldaten aus Galbadia besetzt ist, deren Ziel es lediglich ist, den Funk- und Fernsehturm zu erobern, um in der ganzen Welt eine Botschaft zu verbreiten. Hat man auch diese bestanden, ist man nunmehr ein regulärer „SEED“.
Auf der Abschlussfeier lernt Squall die junge und hübsche Rinoa Heartilly kennen. Nach dieser Feier wird Squall erneut auf eine Mission gesandt. Gemeinsam mit zwei weiteren frisch ausgebildeten „SEEDS“, Selphie und Xell soll er eine Rebellengruppe in Galbadia unterstützen. Deren Ziel ist es zuerst, den Präsidenten durch ein Double auszutauschen und später ein Attentat auf die neu ernannte Botschafterin von Galbadia, eine mächtige Hexe namens Edea, zu verüben. Doch es läuft einiges schief und auch Irvine, ein Scharfschütze, der der Gruppe bald zugeteilt wird, kann die Hexe nicht töten. Er und seine neuen Mitstreiter landen allesamt im Gefängnis. Doch durch eine List von Rinoa und Irvine gelingt ihnen schon bald die Flucht. Plötzlich muss Selphie erfahren, dass ihr Garden, der „Trabia-Garden“ im Auftrag von der Hexe vernichtet wurde. Um zu verhindern, dass nun auch der „Balamb-Garden“ das gleiche Schicksal ereilt, muss sich die Gruppe etwas einfallen lassen. Sie finden heraus, dass der Garden, der eigentlich stationär befestigt ist, tief in seinem Inneren über eine mechanische Einrichtung verfügt, über die man den Garden lösen kann und ihn zu einem Flugobjekt macht. Mangels geeigneter Steuerungsmöglichkeit verliert man jedoch die Kontrolle darüber und der Garden landet im Wasser. So stößt die Gruppe zufällig auf die Hafenstadt „Fishermen`s Horizon“, deren Techniker bei der Reparatur des Gardens helfen. Dort erfahren sie auch von der geheimnisvollen Stadt namens „Esthar“, die sie sobald wie möglich zu besuchen gedenken.
Wie man erfährt, gab es vor etwa 18 Jahren einen Krieg, an dessen Ende die magischen Fähigkeiten einer Hexe namens Adell, die nach Macht strebte, versiegelt wurden und Adell selbst im Weltall „ausgesetzt“ wurde, unter der strengen Bewachung einer Raumstation.
Die Gruppe beginnt erst im Laufe der Geschichte zu begreifen, dass sie allesamt eine gemeinsame Vergangenheit haben und in einem Waisenhaus, das von der Hexe Edea und dem Direktor des „Balamb-Garden“, Cid Kramer, geleitet wurde, aufgewachsen sind. Dass sie sich bisher nicht daran erinnern konnten, ist dem regelmäßigen Einsatz der „Guardian Forces“ zuzuschreiben, zu deren „Nebenwirkungen“ auch der Gedächtnisverlust zählt.
Als sie sich auf den Weg machen, um zu Edea, die sie in dem alten Waisenhaus vermuten, zu reisen, wird ihr Garden von dem „Galbadia Garden“ angegriffen. Squall wird plötzlich zum Anführer erkoren und muss die „SEEDS“ im Kampf organisieren und wichtige Entscheidungen treffen. Am Ende kommt es zum Kampf mit Edea, die Rinoa ins Koma fallen lässt und, wie sich schnell herausstellt, von einer anderen Hexe besessen war, die aus der Zukunft kommt und Artemisia heißt.
Die Gruppe reist jetzt endlich nach Esthar, wo sie Ellione zu finden hoffen, die der Schlüssel zu allem zu sein scheint. Als sie erfahren, dass diese sich auf der Raumstation befindet, wo die Hexe im Weltall versiegelt wurde, lässt sich ein Teil der Gruppe dort hinbringen. Aufgrund dessen, was man über Ellione und ihre Fähigkeiten erfahren hat, ist man auch der Hoffnung, dass diese Rinoa aus dem Koma zu holen vermag. Doch dort angekommen nimmt plötzlich Artemisia von Rinoas Geist Besitz und entriegelt den Sarg, in dem die Hexe im Weltall schwebt. Zum gleichen Zeitpunkt aktiviert Cifer, der sich als Ritter der Hexe sieht, die Lunatic Panodra, eine von Esthar geschaffene Wunderwaffe, die die so genannte „Träne des Mondes“ verursacht. Diese stellt eine Verbindung vom Mond zur Erdoberfläche dar. Auf dem Mond werden viele mächtige Monster geboren, die nun durch die Träne mitten nach Esthar gelangen.
Squall kehrt zur Erde zurück, wo sogleich Rinoa verhaftet wird, weil Edea ihr ihre Kräfte übertragen hat und Rinoa somit selbst zur Hexe geworden ist, die man in Esthar fürchtet wie sonst nichts auf der Welt. Wider besseren Wissens befreit Squall Rinoa und folgt somit seinem Herzen. Denn längst hat er gemerkt, dass er sich unsterblich in Rinoa verliebt hat und nicht mehr ohne sie leben kann und will.
Die Gruppe beschließt, die Lunatic Pandora direkt anzugreifen und stellt sich dort auch dem Kampf gegen Cifer.
Durch einen geschickten Schachzug gelingt es der Gruppe, Artemisias hinterhältigen Pläne zu durchkreuzen und am Ende sich der wahren Artemisia in ihrem Schloss, in dem zuvor noch einige tödliche Gefahren in Form von mächtigen Monstern lauern, zu stellen und sie zu besiegen.
Am Ende bekommen die Fans, was sie sich insgeheim wahrscheinlich die ganze Zeit über erhofft haben, nämlich das Squall und Rinoa ein glückliches Paar sind.
„Guardian Forces“:Die meisten „Guardian Forces“ erhält man erst, wenn man diese besiegt hat. Ab diesem Zeitpunkt stellen sie sich in den Dienst des Spielers und man kann sie während der Kämpfe rufen und für sich kämpfen lassen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel kann man ihnen auch noch neue Fähigkeiten beibringen oder bereits vorhandene verbessern. Man kann die „Guardian Forces“ auf die verschiedenen Gruppenmitglieder aufteilen, sollte dabei aber beachten, dass man gewisse „Guardian Forces“ nicht an denselben Charakter koppeln darf. Das kann man auch gut im Lösungsbuch oder im Internet nachlesen.
Es gibt auch ein paar „Guardian Forces“, über deren Einsatz im Kampf man nicht selbst bestimmen kann, die also zufällig oder unter bestimmten Aspekten erscheinen.
Unterschiede zu „typischen“ Rollenspielen:„Final Fantasy VIII“ unterscheidet sich von vielen Rollenspielen in elementaren Punkten. So hat jeder Charakter seine eigene Waffe, die man zwar im Laufe des Spiels deutlich verbessern kann, aber die man auch bis zum Ende behält und nicht austauschen kann. Es gibt zudem auch keine Rüstungsteile, mit denen man sich effektiver gegen seine Feinde schützen kann.
Weiterentwicklung der Charaktere:Die einzige Möglichkeit außer der Verbesserung der Waffen, im Kampf besser zu bestehen und sich weiter zu entwickeln, ist neben der Entwicklung seiner „Guardian Forces“ die Verbesserung der verschiedenen Statuswerte der Charaktere. Das erreicht man dadurch, dass man Gegnern und Monstern durch den Befehl „Draw“ Zauber stiehlt. Jeder Gegner und jedes Monster hat dabei völlig unterschiedliche Zauber. Je stärker, umso besser logischerweise auch die Zauber. Durch „Vita“, „Vitra“ und „Vigra“ kann man beispielsweise seine Lebenspunkte wieder herstellen. Wobei man mit „Vita“ dabei die geringste Wirkung erzielt und mit „Vigra“ die größte Wirkung. Insgesamt kann man jedem Statuswert einen Zauber zuteilen und davon jeweils maximal 100 Stück. Je nach Status (Lebenspunkte, Stärke, Körper, Magie, Geist, Geschick, Reflex, Treffer, Glück) sind bestimmte Zauber nützlicher als andere. Der Maximalwert, auf den man einen Statuswert bringen kann, ist 255, mit Ausnahme natürlich der Lebenspunkte, welche man auf 9.999 bringen kann. Die verschiedenen Statuswerte bestimmen unter anderem, wie mächtig unsere Zauber wirken, was wir mit unseren Angriffen für Schaden beim Gegner anrichten oder was wir selbst an Treffern einstecken können.
Ausbau der Waffen:Um die spezielle Waffe eines Charakters maximal zu verbessern, muss man die dafür benötigten Bauteile in seinen Besitz bringen. Um die höchste Ausbaustufe der Waffe zu erreichen, muss man jedoch extrem seltene Gegenstände finden, die man sich teilweise nur in einer bestimmten Region im Kampf gegen ein bestimmtes starkes Monster aneignen kann.
Geld:Sein Geld verdient man nicht mehr durch erfolgreich bestandene Kämpfe, sondern man bekommt als „SEED“-Söldner regelmäßig einen festen Sold. Dieser richtet sich nach dem Level, den man bereits erreicht hat. Um einen höheren Level zu erreichen, muss man theoretische Tests absolvieren, in denen man Spielbezogene Fragen gestellt bekommt. Man kann aber auch jederzeit, unter gewissen Voraussetzungen, bereits erlangte Levelstufen wieder verlieren.
Zufallskämpfe & Teamzusammenstellung:Eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man erlernen kann, ist die, dass man die Wahrscheinlichkeit der Zufallskämpfe auf bis zu 0 % reduzieren kann. Wenn man diese Fähigkeit nutzt, kommt es somit nur noch zu Kämpfen, die zwingend stattfinden müssen, um in der Handlung voranzukommen und es bis zum Finale zu schaffen.
Man kann in die Kämpfe jeweils drei Charaktere schicken und diese auch frei auswählen. Jedoch gibt es Phasen im Spiel, wo man bestimmte Charaktere nicht anwählen kann oder aus den vorhandenen zwei Teams bilden muss, die zur selben Zeit verschiedene Aufgaben erledigen. Da die Charaktere allesamt unterschiedliche Statuswerte haben, hat auch jeder Charakter seine eigenen Stärken und Schwächen, die es zu berücksichtigen gilt, wenn man Überlegungen anstrengt, das bestmögliche Trio in den Kampf zu schicken. Das sollte man aber auch teilweise von dem Gegner abhängig machen. Je nach Stärke, Statuswerten, physischen Angriffen und Zaubern kann es natürlich auch sinnvoller sein, bestimmte Charaktere in den Kampf zu schicken oder während diesen bestimmte „Guardian Forces“ einzusetzen.
„Zeitreisen“:Die Geschehnisse der Gegenwart werden zwischendurch immer wieder einmal unterbrochen, um eine Reise in die Vergangenheit oder in die Zukunft zu unternehmen. Wobei man in der Zukunft sogar selbst die Charaktere steuern darf und mit ihnen auch einige Kämpfe bestreitet. Natürlich haben alle diese Handlungsstränge auch einen Zusammenhang, jedoch werde ich den an dieser Stelle der Spannung halber natürlich nicht verraten.
Grafik & Renderfilme:Die Grafik wurde im Vergleich zu „Final Fantasy VII“ deutlich verbessert, vor allem die Charaktere wirken nun wesentlich realistischer.
Was vielen Fans der Reihe oft als eine der ersten Sachen in den Sinn kommt, wenn sie über „Final Fantasy“ berichten sollen, sind die optisch hochwertigen Renderfilme, die großzügig über das gesamte Spiel verteilt sind, vom Intro über die Zwischensequenzen bis hin zum Abspann verstehen es die Macher von „Final Fantasy“ immer wieder aufs Neue, die Geschichte erzählerisch zu untermalen.
Soundtrack:Für den Soundtrack, der ein wichtiges Element der Atmosphäre dieses Spiels darstellt, zeichnet Nobuo Uematsu verantwortlich. „Fithos Lusec Wecos Vinosec“ gehört längst zu den beliebtesten Stücken der Reihe. Die Titelmusik „Eyes on me“ stammt von der Sängerin Faye Wong und ist das erste gesungene Lied, das bei „Final Fantasy“ verwendet wurde.
Multiplattformtitel?Die Spiele der „Final Fantasy“-Reihe sind hauptsächlich auf den Konsolen von Sony erschienen. Für den PC gab es nur wenige sehr Portierungen und auf den anderen Konsolen sind neben wenigen guten Titeln vor allem die eher schlechteren der Reihe wie beispielsweise „Final Fantasy: Chrystal Chronicles“ auf dem „Nintendo Gamecube“ erschienen. Insgesamt weist die Serie jedoch ein sehr hohes Niveau auf und bietet einige der besten Rollenspiele aller Zeiten.
„Triple Triad“:Bild Triple Triad
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In Form von „Triple Triad“ gibt es in „Final Fantasy VIII“ ein Spiel im Spiel. Es handelt sich dabei um ein Kartenspiel, das auf einem 3x3 Felder großem Spielfeld gespielt wird.
Man findet in der gesamten Welt immer wieder begeisterte Spieler, die man herausfordern kann. Dabei ist das Spiel ein „Kann“ und kein „Muss“.
Es hat aber definitiv Vorteile, wenn man sich „Triple Triad“ widmet und einige Spielstunden darin investiert. Denn abgesehen von dem Spaß, den das Spiel bereitet, kann man dadurch auch immer wertvollere Karten gewinnen, die nicht nur durch deren Einsatz in zukünftigen Partien die eigenen Siegchancen erhöhen, sondern man kann sie, sobald die entsprechende Fähigkeit erlernt wurde, auch jederzeit in Gegenstände umwandeln. Je wertvoller die Karte ist, umso nützlicher ist dann logischerweise auch das, in was man sie umwandeln kann.
Man sucht sich entweder 5 Karten von denen aus, die man bereits besitzt und setzt diese nach und nach auf dem Spielfeld oder man bekommt sein Blatt automatisch zugelost.
Jede der vier Seiten der Karte hat einen Wert von 1 bis Ass. Setzt man seine Karte angrenzend an die seines Gegners und die angrenzende Seite verfügt über einen höheren Wert, wird die Karte im Rahmen des Spiels als seine eigene gezählt. Wer am Ende des Spiels die meisten Karten besitzt, hat das Spiel gewonnen. Je nachdem, nach welchen Regeln man gespielt hat, kann man sich nun eine oder mehrere Karten aus der Hand des Gegners auswählen.
Da es nicht nur verschiedene Regeln und eine sehr große Anzahl verschiedener Karten gibt, sondern Karten auch Elemente haben können, die je nach Spielmodus von Wichtigkeit sein können, klingt das Spiel zwar anfangs erst einmal recht simpel, ist jedoch in seiner Gesamtheit recht komplex und auch nicht immer so einfach, wie man vermuten könnte. Gerade gegen starke Gegner in einem schwierigen Modus kann es sehr schnell dazu kommen, dass dem Gegner eine mächtige „Karten-Kombo“ gelingt, mit der er gleich mehrere oder sogar alle Karten von einem schlägt und durch die alleine er das Spiel gewinnt.
Je nachdem, in welcher Region man sich befindet, gibt es unterschiedliche Regeln. Im Laufe des Spiels können sich diese auch untereinander vermischen und man verbreitet als Spieler Regeln aus anderen Regionen in der, wo man sich aktuell befindet. Das erhöht die Schwierigkeit noch einmal zusätzlich. Niemand möchte, wenn er gegen einen starken Gegner antritt, der als einziger eine heiß begehrte bestimmte Karte besitzt, gegen diesen antreten müssen und darf sich dabei nicht selbst seine 5 zu spielenden Karten aussuchen, sondern muss sie sich zulosen lassen.
Auf den Karten sind sowohl die verschiedenen Monster als auch die „Guardian Forces“ und die Charaktere dargestellt. Sämtliche Charaktere und die „Guardian Forces“ zählen zu den spielstärksten Karten in „Triple Triad“. Diese Karten gibt es in der gesamten Spielwelt nur einmal, also befinden sie sich auch nur im Besitz eines bestimmten Charakters.
Persönliche Kommentare:Während für viele Fans der „Final Fantasy“-Spielreihe Teil VII ihr persönlicher Favorit ist, habe ich hingegen vor allem an dessen Nachfolger Gefallen gefunden.
„Final Fantasy VIII“ steht in meiner Liste der Rollenspiele, die man auch oder ausschließlich offline spielen kann, sogar noch vor einem Titel wie „The Elder Scrolls V: Skyrim“.
Wenn das Spiel in der Grafikqualität von „Final Fantasy XIII-2“ erschienen wäre und zudem noch über eine Sprachausgabe verfügt hätte, wie man sie erst mit dem zehnten Teil der Reihe eingeführt hat, wäre es für mich sogar verdammt nah dran an dem „perfekten“ Rollenspiel, sofern man diese Bezeichnung denn überhaupt verwenden darf.
Angesichts dessen, dass das Spiel bereits vor 14 Jahren in Deutschland veröffentlicht wurde, was in der Welt der Videospiele fast schon einer Ewigkeit gleicht, sowie der Größe der Spielwelt war „Final Fantasy VIII“ zu seiner Zeit definitiv auch ein optisches Highlight. So war das Einzige, was mich damals an dem Spiel teilweise genervt hat, die fehlende Sprachausgabe. Der Text wurde in Sprechblasen wiedergegeben, was man vor allem dann als extrem störend empfunden hat, wenn es scheinbar endlose Dialoge zwischen zwei oder mehreren Charakteren gab und man schon drohte, einen Krampf in den Fingern zu bekommen. Aber da das Spiel ansonsten in allen Belangen überdurchschnittlich gut punkten konnte, war dies natürlich nur zu leicht zu verschmerzen.
Eine Sache, an der sich damals nicht wenige Spieler gestört haben, ist der männliche Hauptcharakter namens Squall Leonhardt gewesen. Sie haben es kritisiert, dass er in weiten Teilen des Spiels als ein sehr gefühlloser Mensch dargestellt wurde. Man wollte doch lieber einen voll von Emotionen behafteten Helden spielen. Mal abgesehen davon, dass sich Squall im Laufe des Spiels auch in dieser Hinsicht sehr geändert hat, war auch dies nichts, was mich gestört hat. Tatsächlich sind die Charaktere dieses Teils sogar einer der wichtigsten Gründe, warum mir „Final Fantasy VIII“ besser gefallen hat als all seine Vorgänger und Nachfolger. In einem Rollenspiel kommt es mir neben der Geschichte und der Spielwelt vor allem auf die verschiedenen Charaktere, ihre Lebensgeschichte, Persönlichkeit und Entwicklung im Laufe der Geschichte an. Erst dann, mit bereits deutlichem Abstand, folgen weitere wichtige Punkte wie beispielsweise das Kampfsystem oder die Gegner.
Das Spiel war übrigens derart umfangreich, dass es auf der Sony Playstation auf insgesamt vier Datenträgern erschienen ist. Je nachdem, wie intensiv man sich dem Aufleveln, der Erkundung der Welt oder „Triple Triad“, dem Spiel im Spiel gewidmet hat, galt es also ca. alle 15-25 Stunden die CD zu wechseln. Rein von der Spieldauer betrachtet gehören Rollenspiele schon immer zu den Spielen, wo man das meiste für sein Geld bekommt. Da können nur noch Spiele wie beispielsweise die extrem umfangreiche und anspruchsvolle Rennsimulation „Gran Turismo“ mithalten. Ich finde es immer besonders ärgerlich, wenn man viel Geld für ein Spiel ausgeben soll, dass man innerhalb von 5-10 Stunden durchspielen kann. Vor allem den Neupreis von 60-70 Euro sind mir solche Titel nicht wert. Da warte ich dann lieber ein paar Monate ab, bis ich das Spiel gebraucht für ca. 20 Euro kaufen kann.
Hinweis
Rechtschreibung und Grammatik wie immer ohne Gewähr. 