Parasite Eve II (25. August 2000)Bild – Spielcoverhttp://3.bp.blogspot.com/_W6UC9y92S-k/TCYmC0Pr1bI/AAAAAAAAACw/I_ex3I0W-ZU/s1600/parasite_eve_2_pal.jpgBild – Grafik (Innen)http://static2.wikia.nocookie.net/__cb20101214014733/parasiteeve/images/e/e2/20436-Parasite_Eve_2_-Disc2of2-_-NTSC-U--3.jpgBild – Grafik (Außen)http://v024o.popscreen.com/eGUwbnh4MTI=_o_parasite-eve-2-09-le-desert-mojave.jpgYou Tube – Introhttp://www.youtube.com/watch?v=owSgqL2wgb0You Tube – Let`s Playhttp://www.youtube.com/watch?v=Ro7F1pwyaEEDas Spiel (Allgemeines):“Parasite Eve II†ist ein Survival-Horror-Action-Spiel mit RPG-Elementen, das aus dem Hause “Square Enix†stammt, die unter anderem, teilweise unter anderem Namen, auch für Spiele wie „Final Fantasy“, „Kingdom Hearts“, „Hitman: Absolution“ und “Tomb Raider 2013“ verantwortlich zeichnen. Der Vorgänger basiert übrigens auf dem gleichnamigen Roman des japanischen Autors Hideaki Sena. Mittlerweile gibt es auch einen dritten Teil, der jedoch nur für die PSP erschienen ist.
Die Handlung:Die junge hübsche Polizistin Aya Brea arbeitet als Polizistin für das „M.I.T.F.“ (Mitochondrion Investigation Task Force) und bekommt es somit regelmäßig mit diversen Kreaturen zu tun, die durch Mitochondrien über besondere Fähigkeiten verfügen. In ihrem Tätigkeitsbereich kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Vorfällen mit eben diesen Kreaturen und Aya wird auf einen neuen Fall angesetzt.
Am Tatort, dem „Akropolis Tower“ angekommen, findet sie neben einem abgestürzten Helikopter und ersten Leichen außerhalb des Towers auch im inneren des Gebäudes nur Leichen – und zwar die der Mitglieder eines SWAT-Teams. Von einem im Sterben liegenden Mitglied dieses Teams bekommt sie einen Hinweis sowie einen Schlüssel ausgehändigt, der sie zu einem nahe gelegenen Café führt.
Nicht genug damit, dass Aya auf dem Weg dorthin bereits erste Monster besiegen muss, im Café selbst begegnet sie einer jungen Frau, die sich vor ihren Augen in eine tödliche Kreatur verwandelt. Die Umwandlung ist übrigens für damalige Verhältnisse auf grafisch sehr hohem Niveau inszeniert wurden. Aber wen wundert das noch wirklich, wenn er als erfahrener Gamer gerade um die Qualitäten von „Square Enix“ in diesem Bereich weiß?
Ihr Kollege Rupert kommt Aya zur Hilfe. Wenig später treffen sie auf einen mysteriösen Mann in Kampfausrüstung, der Rupert eine Verletzung zuführt. Während der Mann flieht, werden Aya und Rupert von einem Polizeihubschrauber abgeholt und man sieht, wie das Gebäude in die Luft fliegt.
Man folgt dem Mann und landet plötzlich mitten in der Mojave-Wüste, wo sich, wie sich relativ schnell herausstellt, nicht nur ein Labor befindet, sondern wo sich auch einige komische und zugleich gefährliche Kreaturen aufhalten. Um nicht zu spoilern erwähne ich an dieser Stelle nur noch, dass es gilt, das Geheimnis dieses Ortes und vor allem dem des Labors zu lüften.
Kämpfe und Monster:Sobald man einen neuen Raum oder Bereich betritt, befindet man sich automatisch im Kampfmodus. Dieser ist erst beendet, wenn man entweder alle Gegner darin besiegt hat oder den Bereich verlässt. Ab dem Zeitpunkt des Betretens kann man nur noch auf das zuvor ausgewählte Kampfinventar zurückgreifen.
Die Kämpfe finden sämtlich in Echtzeit statt und sind auch keine Zufallskämpfe, wie man sie z.B. aus „Final Fantasy“ kennt. Hier sieht man die Gegner in der Regel bereits aus der Entfernung und kann dementsprechend seine Strategie planen oder sogar versuchen, ihnen aus dem Weg zu gehen.
Es ist Aya nur möglich, die näheren Gegner anzugreifen. Dafür kann man aber beim Kampf gegen mehrere Gegner beliebig zwischen den einzelnen Gegnern hin- und herschalten und überlegen, welchen man als erstes oder nächstes angreift.
Manchmal kann man auch die Umgebung benutzen, um aus einem Kampf siegreich hervorzugehen. So kann man beispielsweise auf ein Kabel schießen, das unter Strom steht und damit dem gegnerischen Monster Schaden zufügen, wenn dieses kurz darauf das Kabel berührt.
Die Monster sind unterschiedlich schwer zu besiegen, manche von ihnen können nicht nur sehr viel einstecken, sondern bedürfen auch einer bestimmten Kampftaktik, um mit ihnen fertig zu werden.
Die Monster wirken nicht selten alles andere als dumm, wie man es leider in viel zu vielen Spielen erlebt, sondern gehen erstaunlich intelligent zu Werke und lassen oft auch eine unübersehbare Kampftaktik ihrerseits erkennen.
Für gewonnene Kämpfe erhält man EXP (Erfahrungspunkte), BP (Bounty Points = Kopfgeldpunkte), MP (Magiepunkte) und HP (Hit Points = Trefferpunkte).
Erfahrungspunkte kann man in neue Zauber investieren oder bereits vorhandene verbessern.
„Bounty Points“ stellen eine Spiel-Währung dar, mit der man in Shops neue Rüstungen, Waffen, Munition und Heiltränke kaufen kann.
„Hitpoints“ füllen die Lebensleiste wieder auf und Magiepunkte die Magieleiste, die sich logischerweise immer dann verbraucht, wenn man eine seiner magischen Fähigkeiten anwendet.
Jedoch erhält man all dies erst dann, wenn man alle Gegner in dem Raum oder Bereich besiegt hat. Manchmal erhält man übrigens auch Munition oder Heiltränke nach Kampfende.
Es gibt zwar nicht Hunderte, aber doch erstaunlich viele unterschiedliche Monster, die es im Laufe des Spiels zu bekämpfen gilt, was den Spielspaß natürlich nur noch zusätzlich erhöht.
Wer der Meinung ist, dass es in dem Wüstenkaff bereits am Tag gefährlich ist, der wird die bittere Erfahrung machen müssen, wenn denn erst einmal die Nacht anbricht, dass es eben doch immer noch schlimmer geht.
Fähigkeiten, Ausrüstung und Aufleveln:Aya verfügt über besondere Fähigkeiten, ohne die sie es im Kampf auch des Öfteren sehr schwer hätte. So kann sie sich beispielsweise selbst heilen oder auch diverse Angriffszauber verwenden. Die Zauber kann man nach und nach durch deren Kauf frei schalten und natürlich auch verbessern.
Aya kann auch verschiedene Ausrüstungen tragen, die jeweils über unterschiedliche Fähigkeiten verfügen, ebenso wie man mit ihnen auch unterschiedlich viele Gegenstände bei sich tragen kann.
Durch bessere Ausrüstungen oder dem Konsum von seltenen Protein-Trinks kann man seine „Hit Points“ erhöhen.
Da der Kauf und der Ausbau der Fähigkeiten eine ziemlich kostspielige Angelegenheit ist, sollte man versuchen, möglichst keinem Kampf aus dem Weg zu gehen. Es ist auch hilfreich, immer wieder mal etwas zurück zu laufen, denn wenn die Story voranschreitet, spawnen in den bereits besuchten Gebieten wieder neue Gegner. Je mehr Erfahrungspunkte man sammeln kann, umso besser!
Grafik, Sound & Atmosphäre:Im Gegensatz zu vielen alten Spielen gehört „Parasite Eve II“ zu den wenigen, die einem auch heute noch jede Menge Spaß bereiten können, ohne angesichts total veralteter Grafik Gefahr zu laufen, „Augen-Krebs“ zu bekommen.
Die Hintergründe sind sämtlich vorgerendert und angesichts dessen, das sie zu einem Spiel gehören, dass für die „uralte“ PlayStation erschienen ist, sehr gut und auch extrem detailreich gezeichnet, was den Eindruck einer authentischen Spielwelt in Anbetracht der Umstände nur noch zusätzlich abrundet.
Auch die Musikauswahl ist besonders gut gelungen und untermalt stets perfekt die aktuellen Geschehnisse, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Action & Rätsel:Trotz der unverkennbaren Horror-Elemente ist „Parasite Eve II“ vor allem auf jede Menge Action ausgelegt. Daher herrscht auch nicht wirklich ein Mangel an Munition. So gibt es auch einige Stellen, wo man sich mehrfach an Munitionskisten großzügig bedienen kann. Dazu noch die verschiedenen Angriffszauber genommen, ergibt das mehr als ausreichend Möglichkeiten, um sich der mächtigen Gegnerschar zu erwehren.
Die Rätsel in dem Spiel sind meiner Meinung nach merklich anspruchsvoller geraten als in den meisten Titeln der damaligen Zeit, wo es teilweise schon als Rätsel galt, wenn man bloß einen Schalter umlegte.
Das Spiel wartet nicht nur immer wieder mit neuen Kämpfen und Gegnertypen auf, sondern auch mit manch überraschender Wendungen und droht daher nie auch nur im Ansatz langweilig zu werden.
Vergleiche zu anderen Spielen:Im Vergleich zu einem „Resident Evil“, mit dem es in einigen Rezensionen verglichen wird, finde ich „Parasite Eve II“ auf jeden Fall eine Spur herausfordernder. Man sollte daher auch entsprechend klug agieren und weder Munition noch Medizin leichtfertig und unnötig verbrauchen.
Auch was die Story selbst anbelangt, wird meiner Meinung nach in „Parasite Eve II“ wesentlich mehr Wert auf diese gelingt als beispielsweise in einem „Resident Evil“.
Wiederspielwert:Man wird sehr leicht dazu verleitet, das Spiel noch das ein oder andere Mal zu spielen, da man mit Start des zweiten Durchgangs nicht nur Bonusgegenstände erhält und auch neue Spielmodi freigeschaltet werden, sondern weil man von Fähigkeiten, Geld und Inventar her betrachtet nicht wieder bei Null beginnen muss.
Wer nach der ultimativen Herausforderung sucht, darf sich gerne mal an dem „Nightmare“-Modus versuchen, für den man das Spiel zuvor jedoch erst einmal in dem „Scavenger“-Modus beenden muss.
Wer tatsächlich mutig genug sein sollte, um sich an den „Nightmare“-Modus zu wagen, der stellt sich im wahrsten Sinne des Wortes einer Herausforderung. Denn in diesem Modus reicht nicht selten schon ein gegnerischer Treffer aus, um den Bildschirmtod zu sterben.
Bewertungen und Kritikpunkte:„Parasite Eve II“ hat damals eigentlich durchweg nur gute bis sehr gute Bewertungen erhalten. Die „PlayZone“ vergab beispielsweise satte 86%, was innerhalb einer Konsolengeneration ja leider doch nicht so vielen Spielen gelingt, solch eine Wertung oder gar eine noch höhere zu erhalten.
Was mir damals negativ aufgefallen ist, ist die fehlende Sprachausgabe. Die hätte man bei dem Spiel natürlich mit einbauen können und dann hätte das Spiel möglicherweise sogar die 90%-Marke geknackt.
Die Steuerung und die Kameraführung sind sicherlich auch nicht jedermanns Sache und können bei manch schwierigem Kampf auch schnell einmal nerven. Aber ich denke, dass es für sich spricht, wenn ich sage, dass ich das Spiel bestimmt ein Dutzend Mal durchgespielt habe und es für mich sogar zu meinen absoluten Lieblingen gehört, die ich jemals gespielt habe.
Das Spiel hätte zwar meiner persönlichen Meinung nach gerne noch ein paar Stunden länger ausfallen können, aber das geht mir bei ähnlichen Spielen wie z.B. „Resident Evil“ oder „Silent Hill“ ja auch immer so und ist daher eher der Art des Spiels geschuldet.
Der Einstieg in das Spiel gerät möglicherweise einigen Spielern zu mühselig und langweilig- Aber wer nicht gleich aufgibt, wird seine Entscheidung später sicherlich nicht bereuen und wie auch ich großen Gefallen an diesem Spiel finden.
Was man eventuell auch noch als Kritikpunkt anführen könnte ist der nicht besonders üppig vorhandene Platz für Gegenstände. Man kann doch recht wenig mit sich tragen und muss sich daher immer wieder genau überlegen, was man mit sich führt und was man in Kisten ablegt oder sogar wegwirft. Trotzdem gab es selbst beim erstmaligen Spielen dieses Titels nicht viele Momente, wo mir Munition oder Medizin auszugehen drohten.
Persönliche Anmerkungen:Auch wenn es sicherlich viele gibt, die dieses Spiel gar nicht kennen, gehört „Parasite Eve II“ für mich zu meinen persönlichen Highlights. Es gab auf der PlayStation jede Menge tolle Spiele, aber nur wenige sehe ich auf mindestens demselben Niveau, wobei ich da vor allem an Spiele wie „Silent Hill“, „Tomb Raider“, „Metal Gear Solid“, „Final Fantasy“ und „Resident Evil“ oder „Medal of Honor“ denke, also im Prinzip die üblichen Verdächtigen.
Hinweis
Rechtschreibung und Grammatik wie immer ohne Gewähr. 