Vereinsgeschichte
Nov.1981 |
Umbau der alten Baracke zum |
1982 |
Gründung des Fördervereins |
1984 |
Gründung des gemeinnützigen Vereins |
01.Jan. 1990 |
Eröffnung des |
1994 |
Schließung des |
01.April 1995 |
Umzug des |
01.Juni 2000 |
Umzug des |
01.Dez. 2000 |
Eröffnung des |
01.April 2004 |
Eröffnung des |
09.Juli 2008 |
Eröffnung des sozialen |
Reisen Sie mit uns mit der Zeitmaschine in die Vergangenheit:
Die beiden Gründer des Vereins, Aribert Dreer (Sozialarbeiter) und Jürgen Hohmann (Erzieher), waren lange Jahre im Stadtteil Mecklenheide (heutiger Stadtteil Ledeburg) tätig und kannten die Probleme und Bedürfnisse sozial schwacher Familien gut.


Am 01. Januar 1976 begann Ari Dreer zusammen mit zwei Kolleginnen (Hertha Kerstein und Eva-Maria Räpple-Freudenreich) mit der Arbeit als Sozialarbeiter im Unterkunftsgebiet Mecklenheide. (Heute heißt dieses Gebiet Ledeburg und ist kein Unterkunftsgebiet mehr.) Sie waren bei der Stadt angestellt und hatten die Aufgabe, die soziale Betreuung des Gebietes zu verbessern.
Zusammen mit den bereits bestehenden Einrichtungen wie dem Jugendzentrum Bunker und der Kindertagesstätte Am Tannenkamp (heute: Friedrich-Klug-Str.), wurde für Hannover damit etwas völlig Neues in den Unterkunftsgebieten begonnen. Ihre Dienststelle lag mitten im Gebiet, so dass sie sehr engen Kontakt zu den dort lebenden Menschen (damals ca. 1000 Personen) hatten. Es waren Familien mit z. T. sehr vielen Kindern, aber auch Ehepaare und Alleinstehende. Die Alterspalette reichte vom Säugling bis zum „Opa“.
Außer der normalen Sozialamtsarbeit wurden Feste organisiert, Gruppen der verschiedensten Altersgruppen gegründet und den Menschen bei ihren Problemen geholfen, um das Zusammenleben im Gebiet zu verbessern.
Ihnen fielen vor allem die jungen Erwachsenen besonders auf, die weder in das Jugendzentrum Bunker noch zur Arbeit gingen und z.T. kriminell wurden. Die Stadtsparkasse Hannover kam mit einer Aktion zu Hilfe. Eine Spende von 10.000 DM wollten sie denjenigen zur Verfügung stellen, die eine wirkungsvolle Idee zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen entwickeln würden.
Es entstand die Idee etwas zu entwickeln, wo die Jugendlichen nicht nur hingehen konnten, um die Zeit herumzukriegen, sondern auch etwas Sinnvolles zu tun haben. Der Gedanke eine Werkstatt zu gründen wurde geboren.
Da schon seit einiger Zeit leer stehende Räume der Stadt in der alten Baracke am Vinnhorster Weg 158 als Möbellager genutzt wurden stellte man sich vor, dort eine Holzwerkstatt einzurichten.
Gemeinsam mit interessierten Eltern und KollegenInnen aus dem Jugendzentrum Bunker und der Kindertagesstätte wurde ein Konzept erarbeitet. Es fand bei der Stadtsparkasse Hannover große Anerkennung.
Da bekannt war, dass die Jugendlichen oft große Hemmungen hatten, überhaupt in eine Einrichtung zu gehen (deshalb waren etliche ja nicht im Jugendzentrum Bunker), sollte etwas entstehen, was ihnen die Scheu nahm und trotzdem für sie interessant genug war hinzugehen. Der Name „Werkstatt-Treff“ wurde geboren. Dieser drückte aus, dass es etwas mit arbeiten zu tun hatte, aber gleichzeitig etwas nicht so Starres an sich hatte, eher ungezwungener wirkte.
Mit dem Startkapital der Stadtsparkasse wurde damit eine Holzwerkstatt in der alten Baracke am Vinnhorster Weg mit dem Namen "Werkstatt-Treff" eingerichtet.
Die erste Unterkunft des Vereins, Vinnhorster Weg 158
Zuerst kamen drei Jugendliche, die nur mal „so gucken“ wollten, aber sehr schnell bereit waren, die Räume zu renovieren und einzurichten. Als Anleiter konnten zwei Architekturstudenten gewonnen werden, die ausreichend Interesse mitbrachten, mit den Jugendlichen die Holzwerkstatt aufzubauen.
Am 17.11.1981 wurde der "Werkstatt-Treff" eröffnet. Die Jugendlichen bekamen 50,- DM Taschengeld im Monat und die Studenten ein kleines Honorar.
Damit weitere Gelder beschafft werden konnten, wurde 1982 der Förderverein "Werkstatt-Treff Mecklenheide" gegründet. Die St.-Andreas-Gemeinde trat dem Verein bei und übernahm bereits 1983 die Kosten für die erste AB-Maßnahme für einen Anleiter (ein Werklehrer mit dem Schwerpunkt Holz).
Es bestand die Möglichkeit, auch Jugendliche in ABM zu beschäftigen; jedoch war die Kirchengemeinde nicht in der Lage, auch diese Kosten zu übernehmen.
Am 08.08.1984 erfolgte der Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hannover. Der Werkstatt-Treff Mecklenheide wurde als privater gemeinnütziger Verein gegründet mit dem Ziel, Langzeitarbeitslose aller Altersstufen durch eine Beschäftigung wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern.

Eine Gruppenaufnahme der ersten AB-Maßnahmeteilnehmer im Werkstatt-Treff Mecklenheide
1990 wurde der Stadtteilladen vom Werkstatt-Treff Mecklenheide eröffnet:
In dem Ladengeschäft an der Schulenburger Landstr. 254 wurde zu Beginn der Schwerpunkt auf Beratung und Betreuung arbeitsloser Jugendlicher und ausländischer Familien aus dem Unterkunftsgebiet Mecklenheide gelegt. Gleichzeitig war der Stadtteilladen Anlaufstelle für Umwelt- und Abfallberatung.

Der Stadtteilladen in der Schulenburger Landstr. 254
1994 war der befristete Mietvertrag beendet. Zur Überbrückung nahm der Stadtteilladen in der Baracke, Vinnhorster Weg 158, in der sich auch noch die Holzwerkstatt befand, die Arbeit auf. Für die Arbeit im Stadtteilladen waren anfangs zwei AB-Maßnahmen vorgesehen. 1996 zog der Stadtteilladen zusammen mit der Holzwerkstatt in die Schulenburger Landstr. 146:

Der Stadtteilladen in der Schulenburger Landstr. 146
Im Laufe der Jahre wurden die Arbeitsbereiche weiter ausgedehnt. Den eigentlichen Stadtteilladen gab es deshalb nicht mehr, sondern den Werkstatt-Treff. Mitte 2000 ist der Werkstatt-Treff in die Bogenstr. 4c umgezogen:

Das Verwaltungsgebäude in der Bogenstr. 4c (Vorderansicht)

Hinteransicht des Verwaltungsgebäudes in der Bogenstr. 4c mit dem Eingang zur Holzwerkstatt.
Zunächst wurde eine Werkstatt eingerichtet, in der praktische Qualifizierung und Weiterbildung in der Holzverarbeitung stattfindet. Sie wurde in den vergangenen Jahren immer weiter vergrößert und verbessert. Heute stehen den dort beschäftigten MitarbeiterInnen und MaßnahmeteilnehmerInnen professionell eingerichtete Räume zur Verfügung.
In Laufe der Zeit wurde es möglich, durch den Einsatz qualifizierter und motivierter Fachkräfte Beschäftigungen in weiteren Bereichen anzubieten. So erhalten inzwischen ca. 190 MaßnahmeteilnehmerInnen (Stand: 01/2009), die vorwiegend in staatlich oder kommunal geförderten Maßnahmen beschäftigt werden, eine befristete Arbeitsmöglichkeit oder leisten bei uns gemeinnützige Arbeit.