Eröffnungsrede des 1. Vorsitzenden des WTMs Michael Kranz

Meine Damen und Herren, ich darf Sie um ihre Aufmerksamkeit bitten!

Neue Räume für den Werkstatt-Treff!
Herzlich willkommen, jetzt, hier, in der Helmkestraße! Und, wie immer beabsichtigen wir, etwas länger zu bleiben. Das hatten wir bis jetzt, bei unseren anderen „Wohnsitzen”, weil wir vom Werkstatt-Treff, wir wohnen immer richtig, wir sind hier nicht nur zum Arbeiten, hatten wir das auch immer vor, bloß die wurden immer zu klein.
Jetzt haben wir uns mal so ein Objekt gesucht – am 31.12. haben wir es dann ganz allein für uns – mit zwei Hallen, einem Verwaltungsgebäude, Nähe zu unserem Stöber-Treff – das ist für uns eigentlich ideal.
Und, wir hoffen, dass es irgendwann dann wieder zu klein ist. Das ist eigentlich unser Ehrgeiz, zu beweisen, dass auf einem Markt, wo es doch mehr als schwierig ist, auch immer wieder Ideen funktionieren können und man wachsen kann und man nicht sehen muss, Oh Gott, oh Gott, wie werden wir kleiner? Nein, wir wollen weiter wachsen, wir wollen größer werden!
Wir haben hier in diesem Haus die Chance, neue Bereiche zu eröffnen. Wir haben bereits eine Fahrradwerkstatt. Wir haben, hier am Haus, schon viel arbeiten können. Vieles, was Sie sehen und wo vielleicht der eine oder andere sagt: Na ja, das könnte aber perfekter sein – Ich sage ihnen, mal ganz entspannt: Das hier, ist jetzt schon perfekt! Denn, als wir hier eingezogen sind, haben wir erst einmal schön saubergemacht, geputzt wie die Weltmeister. Und wir hatten – wie immer – Hilfe. Und, an diesem Punkt, ganz, ganz herzlichen Dank an die Hölderlinstraße, die uns so tatkräftig unterstützt hat. Denn, ohne die Hölderlinstraße wären wir garantiert noch nicht hier. Also dafür: Herzlichen Dank!
Natürlich auch allen anderen, die uns fortlaufend unterstützen, helfen, mitdenken – einen herzlichen Dank!
Denn nur vor diesem Hintergrund können wir, bei doch einem sehr regen Trägersterben und auch der Gewissheit, dass wir vom zweiten und dritten Arbeitsmarkt nicht immer so gewollt sind in der großen, politischen Großwetterlage, weiter überleben und versuchen hier, für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weiter da zu sein.
Natürlich ist das – und das hat die letzten Jahre auch wirklich Kraft gekostet und kostet jeden Monat Kraft – ein Kampf. Auch wir haben, wie so mancher Träger, ab Mitte des Monats oftmals das „Starfighter – Syndrom”, sprich: uns brennt bei den Finanzen schlicht das Gesäß. Aber – da kann man natürlich sagen: Wie könnt ihr da so verrückt sein, euch noch zu vergrößern, größere Räume, neue Bereiche. Wir sind das unter anderem auch vom neuen Vermieter gefragt worden: Warum machen Sie das eigentlich? Ja, A: weil wir daran glauben, dass wir was Sinnvolles tun – und nicht nur glauben, sondern überzeugt sind. B: Weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter uns immer wieder spiegeln, dass es notwendig ist, dass wir hier Chancen geben können, dass wir helfen können, einen Weg zu finden – und sei es eben nicht in den ersten Arbeitsmarkt, so doch zumindest in den zweiten oder aber in Beschäftigung, in sinnvoller Beschäftigung und auch, einfach eines sinnvoll gestaltetes Leben. Und auch das kann durchaus ein Ziel sein.
Nicht immer ist der erste Arbeitsmarkt das hehre Ziel. Wir werden einfach akzeptieren müssen, dass das nicht jedem gelingt. Und wir stehen dazu – auch wenn es nicht gewollt ist – wir sprechen es auch weiterhin aus.
Die Notwendigkeit des Werkstatt-Treffs hat sich für uns immer dann gezeigt, gerade wenn die „politische Großwetterlage” schwierig war. Gerade, wenn wir ganz eng zusammenrücken mussten. Und dann haben wir auch immer gespürt, dass wir uns auf all die, die heute auch hier sind, verlassen konnten. Und dafür möchten wir uns ganz, ganz herzlich bedanken!
Wir möchten einladen – nicht nur zur Bratwurst und zum Tee und zum Kaffee – wir möchten auch einladen, dass Sie sich bitte auch in unserem Gästebuch verewigen. Das liegt hier vorne auf dem Pult. Und wir möchten ganz herzlich mit dieser kleinen Veranstaltung danken, dass unsere Entwicklung, die, vom Vinnhorster Weg angefangen, über die Schulenburger Landstraße, die Bogenstraße, zusätzlich Stöber-Treff, jetzt, hier in die Helmkestraße geführt hat, so möglich war.
Und unsere Bitte, unser Appell an Sie ist: Weiter mit uns zu versuchen, im Rahmen des Tatsächlichen das maximal Mögliche zu schaffen.
Herzlichen Dank!  

Eröffnungsrede der Bezirksbürgermeisterin Edeltraut Geschke

Liebe Frau Diederichs! Liebe Frau Schubert! Herr Kranz! Werte Gäste!

Nun hat der WTM das Trödellädchen an der Schulenburger Landstraße, sowie Ihre langjährige Wirkungsstätte an der Bogenstraße verlassen und hier, ihr neues Heim, in der Helmkestraße 20, aufgeschlagen. Und obwohl Sie weiter weg von Vinnhorst gezogen sind – sozusagen auch von mir, ich hoffe, das hat damit aber nichts zu tun (Zwischenruf: „Nein.”) Gut, ich hab das mal gehört, aber dafür, verständlicherweise, näher an ihren Gebrauchtwaren-Verkauf, dem Stöber-Treff. Und Sie sind mir dann doch noch treu geblieben und das freut mich auch sehr, denn Sie sind in meinem Stadtbezirk Nord geblieben.
Ich wünsche Ihnen für ihre Arbeit auch hier, viel Erfolg, gutes Gelingen und das Ihnen die Ideenspirale nicht abreißt. Und Sie den Zeitgeist auch weiterhin immer so gut und vortrefflich einfangen.
Ich werde versuchen ihre Vinnhorster Fans, die Sie zweifellos haben, bei den nächsten Stöberwelten hierher zu lotsen. Ich freue mich auch gleich, jetzt, auf den Rundgang in Ihrem neuen Domizil, um zu sehen, wo und wie nun alles wieder zu finden ist. Denn in der Bogenstraße und auch im Trödellädchen kannte ich mich ja sehr gut aus. Und so hoffe ich auch, dass es nicht lange dauert, dass mein „Kopf-Navi” mich immer automatisch nun hierher führt, wenn ich mal zur Holzwerkstatt muss.
Ich wünsche ihnen jedenfalls, an diesem neuen Standort, alles, alles Gute! Verbringen Sie und ihre Mitarbeiter angenehme und vor allen Dingen sehr kreative Zeiten hier. Machen Sie einfach so weiter wie bisher, ich denke, dann bleiben Sie uns viele Jahre erhalten.
Dankeschön!