25-jähriges Jubiläum
Am Mittwoch, 16.09.2009 wurde in der Zeit von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr das 25-jährige Jubiläum des Werkstatt-Treffs in der Bogenstr. 4c gefeiert. Dafür wurde der Hof festlich dekoriert und Zelte aufgebaut:
Die Feier wurde in dem großen Zirkuszelt von dem 1. Vorsitzenden des WTMs Michael Kranz eröffnet:
Das erste Grußwort wurde vom Regionspräsidenten Hauke Jagau gesprochen:
Danach richtete Bürgermeisterin Ingrid Lange Grußworte an die Gäste und MitarbeiterInnen des WTMs:
Peter Waldburg als stellvertretender Geschäftsführer der Job-Center Region Hannover folgte mit den nächsten Grußworten:
Abschließende Grußworte kamen vom Beiratsvorsitzenden des Paritätischen Hannover Gerrit Mühlbrandt:
Den musikalischen Hintergrund lieferte schon zu Beginn live das Ensemble "Calenberger Saitenmusik", das sind Karin und Silvia Schumacher. Beide sind Mitglieder im Deutschen Zitherbund und spielen auch in Dreierbesetzung auf Hochzeiten, Geburtstage etc.:
Nach den Grußworten wurde außerplanmäßig den beiden Geschäftsführerinnen Heidi Diederichs und Astrid Schubert durch den Ehrenvorsitzenden Aribert Dreer mit einem Blumenstrauß gratuliert:
Danach eröffnete Michael Kranz das Buffet:
Da es nicht regnete konnte man unter dem freien Himmel verweilen und gespannt auf die anstehende Modenschau warten:
Michael Kranz moderierte die Modenschau:
Aus Mitteln des ESF-Förderprogramms „Stärken vor Ort“ wurde eine Designer-Kollektion aus Gebrauchtkleidung präsentiert. Es modelten bekannte PolitikerInnen und engagierte StadtteilakteurInnen:
Gruppe 1: Eine Metamorphose der Gebrauchtkleider: von der damenhaften 80er Seidenbluse und dem damenhaften 90er Rock zu türkisbraunen Kleidern für Individualistinnen In den 80ern hieß es noch: Blau und braun passen nicht, grün und blau passen nicht. Heute: Veränderte Sehgewohnheiten, eine interessante Kombination, auch Seide und Wollgemisch passt gut zusammen. Model: Heike Himmer vom Kinder- und Jugendhaus (Leiterin des Jugendbereichs) |
Gruppe 2: Ein schöner Nachmittag im Hainhölzer Bad: Von der Umwandlungskraft hübscher Handtücher als Borten und Aufsätze für schlichte Blusen. Frau Geschke: Rosa Bluse mit Handtuchaufsätzen und Rock aus Stoffspende. Frau Glahn: Naturfarbenes Herrenhemd mit Omas handgehäkelter Spitze aus einer Spende der aktiven Hainhölzerin Monika Hunold, mit rosa Handtucheinsatz. Herr Schmidt-Lamontain: ein heute wieder moderner Badeanzug: langer blauer Ringelbadeanzug der Jahrhundertwende aus gestreifter Bettwäsche. Das Hainhölzer Bad lädt schon mal ein zum Wettbewerb der originellsten Badekleidung 2010. Herr Schmidt-Lamontain ist da klar im Vorteil. Model: Edeltraut-Inge Geschke, Bezirksbürgermeisterin |
Gruppe 3: Vom gemusterten Kleid in Gr. 48 für die ältere Dame zum jungen, farbenfrohen Strandoutfit: Vorher Wollgemischkleid für die ältere Dame, rote T-shirts und Poloshirts, nachher: 2 junge oliv-rote Strandkombinationen, einmal Kleid, einmal kurze Hose mit Hut. Dazu mondäne Hüte in oliv und rot. Der Goldschmuck stammt aus einer Bauchtanz-Spende Model: Susanne Froh, Erzieherin in der Kita Friedrich Klug Str. |
Gruppe 4: Von der Jeans zum Eyecatcher: Das Gesäßteil einer Jeans wird Neckholder mit Plüschkragen und angenähtem Blusenteil, dazu ein Strickbündchen aus einem Wollpullover, dazu ein Jeansrock. Die Accessoires aus Omas Tischdecken: modische Beuteltasche mit Flechtgriff und Hut mit Jeans. Dazu duftige Kinderjacken aus Tischdecken Model: Dorothea Milbert, Teilnehmerin aus der Nähwerkstatt |
Gruppe 5: Bunte Kaktusröcke: Aus bunten Kleidern und Blusen entstanden in frecher Farbkombination und mit einem ungewöhnlichen asymmetrischen Schnitt beschwingte Röcke in brombeer/mint und brombeer/himbeer Model: Sarah Baltruschat, ältere Tochter einer Teilnehmerin aus der Nähwerkstatt |
Gruppe 6: Bunte Kaktusröcke: Wie Trägerin und Farbe einen Stil verändern! Derselbe Schnitt, andere Trägerinnen und ganz andere Wirkung: Model: Heike Himmer vom Kinder- und Jugendhaus (Leiterin des Jugendbereichs) |
Gruppe 7: Von der Cordhose zur eleganten naturfarbenen Kombination: Der Rock aus Hosengesäßteil (naturfarbene Cordjeans) und hellem Strickpulli mit Spitze verziert. Das Oberteil aus Cordjeans, der Hosenbund umfunktioniert als Träger zum Neckholder, Tascheneingriffe werden Armloch. Dazu raffinierte Jungsjacken in coolen Grautönen und warmen Brauntönen, aus verschiedenen Altherrenhosen und Stoffresten zusammengesetzt. Die vielen Taschen der Hosen (denn Männern werden immer viele Taschen gegönnt, während Frauen oft darauf verzichten müssen) sitzen asymmetrisch und schön schräg an unterschiedlichsten Stellen. Model: Tina Stürzekarn, Teilnehmerin Models: Matthias und Horst, 12- jährige Nachwuchsmodels |
Gruppe 8: Ein Traum in blau! 2 Kombinationen für das Büro und den anschließenden Sektempfang. Frau Geschke trägt ein umgearbeitetes Sakkokleid. Frau Glahn trägt eine sommerliche Rock-T-shirt-Kombination, Rock mit tiefblauer Passe, dazu Strickshirt mit Fließkragen und blauen Einsätzen. Model: Edeltraut-Inge Geschke, Bezirksbürgermeisterin |
Gruppe 9: Elegant in Grau und Rosa für Mutter und Tochter WattendorfMutter: Hosenkleid aus blaugrauem Anzugstoff und rosa Angoraeinsatz. Tochter: Junger Zweiteiler aus grauem Anzugstoff und rosa-grau-geringeltem Bündchen mit Stulpen. Model: Frau Amy Wattendorf (Stephansstift, Tagesgruppe Hainholz) |
Gruppe 10: Die 3 Stars aus dem Theaterstück „Der Weg des stummen Prinzen“: Idee und Regie Susanne Froh: Der Schnurz, der Salamander und die Schildkröte. Die Kita Friedrich-Klug-Str. und die Nähwerkstatt des WTMs haben im Frühsommer zusammen gearbeitet: Kostüme wurden nach Zeichnungen der Kinder gemacht. Schnurz, das charismatische Fabelwesen: aus Pulli und schillernden Stoffstreifen. Salamander: Aus schwarzem Jersey, Stoffspende und gelber Bettwäsche. Schildkröte: Aus grünem Spannbetttuch und ein von den Kindern selbst gebastelter Panzer aus Pappmaché. Die Darsteller: Natalie, ... |
Gruppe 11: Rotgoldblond, die exzentrische Kombination: Heike Himmer trägt einen ungewöhnlichen Wickelrock, weinrot mit Raubtieraufdruck. Dazu eine exzentrische Mütze. Alex Baltruschat trägt in römischem Stil roten Samt als Oberteil mit einem Gürtel als Träger und Zierborte aufgesteppt, Dazu einen knielangen Rock mit Tülleinsatz. Model: Heike Himmer vom Kinder- und Jugendhaus (Leiterin des Jugendbereichs) |
Gruppe 12: Die markanten Drei aus Hainholz: Das Herz schlägt für Hannover Nord: Die Politiker: |
Gruppe 13: Wieder ein blaues Pärchen. Aus 1 mach 3: Eine blaue Steppjacke ist ergiebig: Model: Susanne Froh (Kita Friedrich-Klug-Str.) |
Gruppe 14: Der Collegelook und die Schuljungs: Das Kleid im kanadisch anmutenden grünen Karo. Dazu sportliche Jacke und Weste: weitere umgearbeitete Alt-Herrenanzüge in anthrazit für den kleinen Herren und eine Weste aus schwarzer Jeans mit Applikationen aus Filz: Hände. Model: Sarah Baltruschat (ein Fan umgearbeiteter Hemden ihrer Mutter Krimhilde, einer Teilnehmerin) |
Gruppe 15: Schwarze Eleganz aus Strick und Fell - Mutter und Tochter Wattendorf mit einem Thema in 2 Varianten: Mutter Wattendorf: eine schwarze Strickjacke, verlängert mit schwarzem Samt, so dass ein Kimono-Look entsteht. Tochter Wattendorf trägt ein Etuikleid aus Strick. Das Kleid war vorher ein langer Strickrock. Mutter und Tochter tragen Kunstfellmützen, die mit Stoffblumen aus Möbelstoff von Materia (Nachbarn Spender aus dem Rehagen) zu Unikaten geworden sind. Model: Frau Amy Wattendorf (Stephansstift, Tagesgruppe Hainholz) Model: Ihre Tochter |
Gruppe 16 Glänzender Auftritt von Frau Geschke und Frau Glahn: Frau Geschke trägt ein Cocktailkleid aus vielfarbiger Seide, gerafft und auf Figur gebracht. Frau Glahn trägt ein federleichtes Satinkleid mit Spitze und Goldschärpe. Zarte Farben auf zarter Haut. Model: Edeltraut-Inge Geschke, Bezirksbürgernmeisterin |
Gruppe 17 Patchwork trifft Haute Couture: Patchwork verbindet man mit Kissen, Decken und Wandbehängen. Hier ist sie mit Mode kombiniert, aus Patchworkübungen für die Nähwerkstatt in Kleidungsstücke eingearbeitet. Dorotha Milbert trägt ein Neckholderkleid mit Patchworkeinsatz. Vorher: Hose, umgearbeitet in Kleid. Für die Beinfreiheit Patchworkeinsatz. Alex Baltruschat trägt eine damenhafte Wickelrock- Blusenkombination mit Ein- und Aufsätzen aus der Patchworkarbeit. Model: Dorothea Milbert, Teilnehmerin der Nähwerkstatt |
Gruppe 18 Und als krönender Abschluss Romantisch? Sportlich? Klassisch? Damenhaft? - Widersprüche? Nein, denn alle Stile sind eingearbeitet in das Hochzeitskleid. Aus einer sportlich-klassischen weißen Weste kombiniert mit Gardinen und romantischer handgehäkelter Spitze von der Großmutter Monika Hunolds (die vielleicht heute auch zu Gast ist) ist ein langes, festliches Brautkleid entstanden. Die Brautjungfer trägt ein Modell der WTM-Tischdeckenkollektion. Model: Daniela Knorr, Tochter einer Mitarbeiterin |
Alle Akteure zusammen:
Alle oben abgebildeten Fotos wurden gemacht von: Tschiponnique Skupin/Future Image
(www.future-image.de)
Auch der Hainhölzer Fotograph Holger Hütte hat von der Medenschau Fo-tos gemacht: http://www.huette-grafie.de/fotografie/Modenschau/index.htm
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums wurde vom Werkstatt-Treff eine Festschrift erstellt, in der nicht nur
- einige Politiker
- das JobCenter Region Hannover
- der Paritätische Niedersachsen e. V.
- der Vorstand des WTM
- die MitarbeiterInnen des WTM
- sondern auch die jetzigen MaßnahmeteilnehmerInnen WTM
zu Wort kommen konnten.
Einen großen Dank an diejenigen, die mit einem Beitrag zur Entstehung der Festschrift beigetragen haben.
Die Beiträge geben einen Einblick in die Vielfältigkeit der täglichen Arbeit im WTM. Sie zeigen aber auch Hintergründe, Ängste und Zukunftswünsche von Menschen, die direkt mit den Problemen der Arbeitslosigkeit konfrontiert sind. Die Festschrift ist deshalb nicht nur für die interessant, die den Einen oder Anderen der Beschäftigten im WTM kennen.
Es gibt Beiträge zum Schmunzeln aber auch Beiträge, die einen sehr nachdenklich stimmen. Mehr sei hier nicht verraten … .
Die Festschrift wurde an diesem Tag an Interessierte kostenlos ausgegeben!
Auszug aus dem Gästebuch:
Presse:


Auszüge aus der Festschrift:
Grußworte allgemein:
- Christian Wulff (niedersächsischer Ministerpräsident)
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
seit 25 Jahren qualifizieren und beschäftigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werkstatt-Treffs Mecklenheide Menschen, die aufgrund ihrer Situation besondere Hilfe brauchen - 25 Jahre, in denen sie den Menschen eine Perspektive und eine Chance gaben. Das darf und soll alle Beteiligten mit Stolz erfüllen. Ohne die vielen Frauen und Männer, die seit der Gründung im Jahr 1984 mitgeholfen und sich engagiert haben, wäre das nicht zu schaffen gewesen. Ihnen möchte ich im Namen der Landesregierung ganz herzlich für ihre Arbeit danken. Heute ist der Werkstatt-Treff Mecklenheide ein traditionsreicher und anerkannter Qualifizierungs- und Beschäftigungsbetrieb. Längst hat er sich zu einem modernen gemeinnützigen Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen Arbeitsverwaltung, Kommune und Land zuverlässige Partner im Bereich der Integration von Menschen in Arbeit und Berufsleben. Die Arbeit des Vereins in den letzten 25 Jahren war ein wichtiger Baustein des Erfolges der Arbeitsmarktförderung in Niedersachsen. Daher hoffe ich, dass der Werkstatt-Treff Mecklenheide so engagiert und erfolgreich weitermacht wie bisher und dazu auch die nötige Unterstützung erhält.
Hannover, im Juli 2009
Christian Wulff
Niedersächsischer Ministerpräsident
- Hauke Jagau (Regionspräsident)
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Hilfe, Unterstützung, Integration seit einem Vierteljahrhundert: 1984 wurde der Werkstatt-Treff Mecklenheide gegründet. Die Idee von damals ist heute aktueller den je – die Förderung und Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen, sozial Benachteiligten und gering Qualifizierten.
Mittlerweile ist der gemeinnützige Verein zu einem zentralen Treffpunkt für Menschen geworden, die in schwierigen Lebenslagen stecken. Hier findet jeder wertvolle Unterstützung, um auf dem regulären Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.
Die tragende Säule des Vereins ist ein engagiertes und qualifiziertes Team, das mit klaren Vorstellungen seine Arbeit umsetzt: Der respektvolle und faire Umgang mit jedem Menschen ist ebenso selbstverständlich, wie das Einhalten von klaren Regeln und Strukturen von denen, die die Hilfe in Anspruch nehmen.
Ein überzeugendes Konzept, das sich im Laufe der vergangenen 25 Jahren mehr als bewährt hat. Heute hat der Verein seine Aktivitäten auf zwölf Arbeitsbereiche ausgeweitet, in denen Arbeitslose qualifiziert und beschäftigt werden können.
Exemplarisch für den Erfolg ist der 2008 eröffnete Stöber-Treff, in dem gut erhaltene Gebrauchsgegenstände aufbereitet und zu kleinen Preisen weiterverkauft werden.
Ein Recyclinggedanke, von dem die Bürgerinnen und Bürger in der Region Hannover gleich in dreifacher Hinsicht profitieren: Menschen, die mit wenig Geld auskommen müssen, finden hier gut erhaltene Waren. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Gebrauchtmöbelmärkten bekommen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Und letztendlich freut sich auch die Umwelt über den vermiedenen Müll.
Der Werkstatt-Treff Mecklenheide ist ein gelungenes Beispiel einer erfolgreichen Netzwerkarbeit von sozial engagierten Personen und Institutionen in der Region Hannover.
Eine Arbeit, die es sich lohnt zu unterstützen.
Ich wünsche dem Verein auch für die Zukunft alles Gute.
Hannover, im August 2009
Ihr
Hauke Jagau
Regionspräsident
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
der Verein Werkstatt-Treff Mecklenheide feiert sein 25-jähriges Bestehen.
Zu diesem Jubiläum gratuliere ich im Namen der Landeshauptstadt Hannover sehr herzlich.
Die Geschichte des Werkstatt-Treffs reicht noch länger zurück. Bereits im Jahr 1981 öffnete die Einrichtung im Vinnhorster Weg, 1982 wurde der Förderverein gegründet, der dann 1984 in den eingetragenen Verein überging. Lange blieb der Vinnhorster Weg Vereinsdomizil, ehe nach einer Zwischenstation in der Schulenburger Landstraße die heutigen Räume in der Bogenstraße bezogen wurden. Mit der Eröffnung des „Trödellädchens“ und des Fortbildungszentrums bietet der Verein heute verschiedene Anlaufstellen.
In den zurückliegenden 25 Jahren wurde viel erreicht, der Werkstatt-Treff ist längst ein anerkannter Qualifizierungs- und Beschäftigungsbetrieb, der in Hannover und der Region einen guten Ruf genießt. Dazu tragen auch eigene Aktionen wie „Stöberwelten“ bei, aber auch die Mitarbeit bei verschiedenen Projekten in der Stadt.
Der Verein und die Werkstatt machen sich seit zweieinhalb Jahrzehnten um die Förderung und Integration von sozial benachteiligten und beeinträchtigten Menschen im Berufs- und Alltagsleben verdient. Viele Arbeitnehmer verdanken ihre dauerhaft gesicherte Existenz der Starthilfe, der Ausbildung und Betreuung durch die Werkstatt.
Dabei wurde stets vertrauensvoll mit den zuständigen Behörden zusammen gearbeitet. Kommune, Land, Arbeitsverwaltung und Werkstatt arbeiten Hand in Hand zum Wohle der Beschäftigten.
Sie können stolz auf das Erreichte sein und haben Grund, Glückwünsche und Gratulationen entgegen zu nehmen. Diese mögen Sie anspornen, Ihr engagiertes und soziales Wirken auch in Zukunft erfolgreich fortzusetzen.
Hannover, im August 2009
Stephan Weil
Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt Hannover
„Wer eine Arbeit hinter sich hat, soll eine Aufgabe vor sich haben“.
Zitat: Horst W. Opaschowski - Leiter B.A.T.-Forschungsinstitut, Hamburg
Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Vereinsmitglieder des Werkstatt-Treffs Mecklenheide e.V.!
Einer guten Aktion – verbunden mit einer Spende von 10.000 DM der Stadtsparkasse Hannover – ist es zu verdanken, dass eine wirkungsvolle Idee zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen vor
25 Jahren umgesetzt werden konnte. Angefangen in einer Baracke verfügt der Werkstatt-Treff Mecklenheide e.V. in unserem Stadtbezirk nun über ein Trödellädchen, ein Gebrauchtmöbelwarenhaus (Stöber-Treff) und an der Rückseite vom Verwaltungsgebäude befindet sich die Holzwerkstatt, aus der wunderbarste Arbeiten hervor gehen.
Als Vinnhorsterin bin ich stolz, dass die St.-Andreas-Gemeinde dem Verein frühzeitig beitrat und bereits 1983 die Kosten für die erste AB-Maßnahme übernahm.
Dieses Jubiläum weckt Zuversicht – denn nicht nur 25 Jahre sind vergangen, sondern es wurde enorm viel geschafft! In den 25 Jahren wurden die Zeiten nicht besser und die Aufgaben auch nicht leichter – ganz im Gegenteil, viele neue Richtlinien und Bestimmungen mussten immer neu “umschifft“ werden. Aber trotzdem wurde jede neue Herausforderung gemeistert.
Wie schrieb ein ehemaliger Leiter ins Gästebuch: “Oft auch anstrengend, aber es hat sich gelohnt!“ Und jeder, der mal ein wenig Zeit hat, sollte sich die Gästebucheinträge einmal ansehen. Denn dort haben die Menschen geschrieben, die durch den Werkstatt-Treff einen neuen Weg gefunden haben – nämlich voller guter Erinnerungen, Dank, Freude und Zuversicht.
Alles, was sich durch Beharrungsvermögen hervortut, was sich nicht damit begnügt, "Eintagsfliege" zu bleiben, verdient schon von vornherein Anerkennung, ist ungewöhnlich und damit erwähnenswert. Wie der Anlass, der mich heute hier zum Schreiben gebracht hat: das 25-jährige Jubiläum des Werkstatt-Treffs Mecklenheide e.V., eines gemeinnützigen Vereins, der sich im gesamten Stadtbezirk Nord und darüber hinaus eines sehr guten Rufs erfreut. – Und die Zeichen stehen weiter auf Zukunft!
So wie mit den Projekten „Offener Bücherschrank“ und der neuen Nähwerkstatt. Aber auch mit interessanten Veranstaltungen wie die Stöberwelten wird immer wieder neu auf sich aufmerksam gemacht.
Die Verantwortlichen in unserer Gesellschaft schieben sich leider – all zu oft – die Schuld für die gegenwärtige Misere gegenseitig zu. Keiner – so kann man wohl sagen – blickt mehr so richtig durch, jeder versucht nach der Methode "Haltet den Dieb!" von eigenem Versagen abzulenken.
Und im Zweifel hat man ja immer noch das Schlagwort von der Globalisierung, dieses Zauberwort, mit dem sich je nach Bedarf Bedrohung oder Chance begründen lässt.
Auch ich – als Bezirksbürgermeisterin – weiß am wenigsten die Welt zu retten, aber das Motto und auch das Ziel des Werkstatt-Treffs Mecklenheide e.V. „Langzeitarbeitslose aller Altersstufen, unabhängig von Geschlecht, Nationalität und Religion durch eine Beschäftigung wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern“ halte ich für die richtige – nämlich für die tatkräftigste – Methode!
Es ist schlimm für Menschen, die nach einer Firmenpleite arbeitslos auf der Straße stehen, ohne große Ersparnisse, ohne gute Beziehungen, ohne hoffnungsvolle Perspektiven. Diese Menschen trifft keine Schuld an den Managementfehlern – und doch müssen sie gewaltig dafür büßen.
Viele Bürgerinnen und Bürger unseres Stadtbezirkes haben in den vergangenen Jahrzehnten Ihre Angebote genutzt und – vor allen Dingen – von Ihrem Wirken profitiert. Deshalb freue ich mich, zum Jubiläum die Glückwünsche des Bezirksrates Nord hier schriftlich zu überbringen und unsere Anerkennung für die geleistete Arbeit niederschreiben zu können.
Wir danken den vielen Menschen, die sich um den hiesigen Verein in den 25 Jahren verdient gemacht haben.
Im Namen des Bezirksrates Nord gratuliere ich der Vereinsleitung und der Belegschaft sehr herzlich zu diesem Jubiläum und hoffe und wünsche, dass das, was sich mit vereinten Kräften so erfolgreich entwickelt hat, weiter wachse, blühe und gedeihe.
Alles Gute!
Hannover, im August 2009
Edeltraut-Inge Geschke
Bezirksbürgermeisterin
Hannover-Bezirk NORD
-
Horst Karrasch (Geschäftsführer JobCenter Region Hannover)
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
25 Jahre Werkstatt-Treff Mecklenheide! 25 Jahre mit viel Idealismus, Einsatz und letztendlichen Erfolgen sind geschafft – eine lange Zeit, dafür gebührt Ihnen Anerkennung und großer Dank!
Wir als JobCenter Region Hannover arbeiten von diesen 25 Jahren nun auch bald 5 Jahre mit Ihnen zusammen. In diesen Jahren konnten über 1200 langzeitarbeitslose Menschen bei Ihnen in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen konkrete berufliche Erfahrungen in arbeitsvorbereitenden Maßnahmen sammeln. Mit Hilfe dieser Kenntnisse - waren und sind viele von den Kundinnen und Kunden der JobCenter Region Hannover - in der Lage, neue Wege bei der Suche und Beschaffung eines Arbeitsplatzes zu gehen.
Ob Holzwerkstatt, Grünflächen- und Umweltbereich, Kantine, Transport, Recycling oder Verkauf, all diese Bereiche bieten den Älteren die Möglichkeit ihre vorhandenen Qualifikationen zu vertiefen oder neue zu erwerben. Und jungen Menschen bieten Sie eine besondere Kombination aus Beschäftigung und Qualifizierung bei gleichzeitiger sozialpädagogischer Betreuung. So können alle Altersgruppen bei Ihnen zielgerecht betreut werden.
Ihr Konzept, Ihre Aktivitäten und vor allem das Engagement Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein Garant für den Erfolg Ihrer Arbeit und ich bin mir sicher, dass das Job
JobCenter Region Hannover und der Werkstatt-Treff Mecklenheide auch weiterhin erfolgreich für die Langzeitarbeitslosen in der Region Hannover zusammenarbeiten werden.
Alles Gute für die nächsten 25 Jahre!
Hannover, im August 2009
Horst Karrasch
JobCenter Region Hannover
- Cornelia Rundt und Sebastian Böstel (Vorstand des Paritätischen Niedersachsen e. V.)
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Es ist uns eine Freude, mit dem Werkstatt-Treff Mecklenheide e. V. eine für die Belange benachteiligter Menschen überaus engagierte Organisation zu unseren rund 800 Mitgliedern zählen zu dürfen. Gerne nehmen wir daher die Möglichkeit wahr, dem Verein sowie seinen unermüdlichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern die besten Wünsche zum 25-jährigen Jubiläum des Werkstatt-Treff Mecklenheide zu übersenden.
Seit nunmehr 25 Jahren setzen Sie sich mit vielfältigen Projekten und Angeboten dafür ein, dass sozial benachteiligte und individuell beeinträchtige Menschen in Hannover berufliche Qualifizierung, Teilhabe und soziales Miteinander erfahren. Dazu bieten Sie nicht nur Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in einer Vielzahl an Arbeitsbereichen an, sondern vor allem auch eine verlässliche sozialpädagogische Begleitung. Darüber hinaus bereichern Sie das Zusammenleben in Hannover u. a. mit der Veranstaltung „Stöberwelten“ oder dem Projekt „offener Bücherschrank“.
Als Dachverband zahlreicher gemeinnütziger Organisationen in Niedersachsen wissen wir um die Bedeutung Ihrer Arbeit. Darin kommt gelebte Solidarität zum Ausdruck, die sich nicht in Geld messen lässt.
Wir wissen aber auch um die nicht immer einfachen Rahmenbedingungen Ihres Engagements und sagen Ihnen daher zu, die Arbeit des Werkstatt-Treffs Mecklenheide auch zukünftig im Rahmen unserer Möglichkeiten zu unterstützen!
Wir wünschen dem Werkstatt-Treff Mecklenheide e. V. für die Zukunft alles Gute!
Hannover, im Juli 2009
Cornelia Rundt Vorstand |
Sebastian Böstel Vorstand |
Paritätischer Niedersachsen e. V.


































