Autor Thema: Jenna Miscavige Hill - Mein geheimes Leben bei Scientology  (Gelesen 3274 mal)

Helluo Librorum

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.821
Helluo Librorum präsentiert aus der Reihe "Bücher, die man gelesen haben muss":

Jenna Miscavige Hill – Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht


Genre: Erfahrungen / Schicksal
Seiten: 480
Verlag: btb
ISBN-10: 3442754100
ISBN-13: 978-3442754106

Link zur Leseprobe:

http://www.amazon.de/geheimes-Leben-Scientology-dramatische-Flucht/dp/3442754100/ref=la_B00BR5P0X4_1_1_bnp_1_har?s=books&ie=UTF8&qid=1381134620&sr=1-1#reader_3442754100

Vorwort:

L. Ron Hubbard ist bekanntermaßen der Gründer der „Church of Scientology“, einer zumindest in den USA anerkannten Religionsgemeinschaft. Im Jahre 1954 eröffnete er im Bundesstaat Kalifornien die erste Zweigstelle. Er war, ebenso wie sein Nachfolger David Miscavage, stets darum bemüht, zu expandieren und so erweiterte sich das Einzugsgebiet der Scientologen im Laufe der Jahre vor allem um die Länder Großbritannien, Australien, Neuseeland, Südafrika, Simbabwe, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Belgien, Niederlande und Luxemburg. In Russland hatte Scientology ziemlich große Probleme mit dem Staat und in Deutschland ist die Kirche nicht nur extrem umstritten, sondern wird auch sehr genau beobachtet.

Scientology sprach im Jahre 2005 einmal von einer Mitgliederzahl in Höhe von 10 Millionen, was aber alle Experten für völlig utopisch halten. Diese gehen realistisch betrachtet von etwas mehr als 100.000 Menschen aus, die sich der Glaubenslehre von Scientology verschrieben haben. Der Großteil der Scientologen lebt auch heute noch in den USA.

Scientology glaubt, dass der Mensch ein unsterbliches Wesen besitzt, (Geist / Seele) den so genannten „Thetan“. Dieser habe durch zwei bestimmte Ereignisse, die vor Millionen von Jahren passiert sind sowie durch verschiedene traumatische Erlebnisse einen Teil seiner ursprünglichen Fähigkeiten eingebüßt. Durch Techniken wie dem „Auditing“ könne der „Thetan“ einen Teil davon wieder erlernen.

Jeder Mensch sei bei seiner Geburt ein „Pre-Clear“ und muss alles Nötige dafür tun, um den Status des „Clear“ zu erreichen. Dafür gilt es, ein detailliert beschriebenes Programm zu durchlaufen, das von Scientology erstellt wurde und mit dem man beispielsweise traumatische Erlebnisse aufarbeitet. Erst in diesem Stadium sei der Verstand des Menschen vollständig befreit und er könne alle Probleme mit sich selbst, mit seinen Mitmenschen oder mit jedweden Gegenständen bewältigen. Als nächstes gilt es dann, die acht Stufen der OT-Leiter emporzusteigen. „OT“ bedeutet „Operating Thetan“, also „operierender Thetan“. Hat man schlussendlich die achte Stufe erreicht, sei man fortan nicht mehr an Materie, Energie, Raum und Zeit gebunden.

Die so genannte „Brücke der Freiheit“ umfasst kurz gesagt alle OT-Stufen, die es zu erlangen und alle Kurse, die es laut Scientology zu absolvieren gilt.

Die „Church of Scientology“ ist in Wahrheit jedoch nicht auf oben genannte Ziele, sondern vor allem auf maximalen Profit fixiert. Wer sich auf der „Brücke der Freiheit“ bis zum „operierenden Thetan“ entwickeln will, der muss dafür nämlich zwangsläufig sehr viel Geld investieren. Denn die hierfür benötigten Fachbücher, Kurse u.s.w. haben allesamt stolze Preise. Ist das eigene Vermögen irgendwann erschöpft, wird man von Seiten der Kirche sogar vehement dazu aufgefordert, im privaten Umfeld um Geld zu bitten. Mitglieder werden auch häufig dazu aufgefordert, möglichst hohe Kredite aufzunehmen. Je weiter man auf der „Brücke der Freiheit“ bereits vorangeschritten ist, um so höher werden leider auch die Preise, die man zu zahlen hat, um seinem Ziel als „OT“ noch etwas näher zu kommen. Im Jahre 1998 kostete das Gesamtpaket laut eines Experten fast 300.000 Euro. Ziemlich teuer also, dieser Glauben.

Allgemein betrachtet ist eigentlich so gut wie alles an Scientology in höchstem Maße fragwürdig. Als ich mich während meiner Zeit an der Berufsschule zum ersten Mal bewusst mit dem Thema „Scientology“ auseinandergesetzt habe, habe ich einen Original Fragebogen ausgefüllt, wie ihn damals viele Menschen ausgefüllt haben, die von Mitgliedern der Kirche in der Öffentlichkeit angesprochen wurden. Die Fragen haben sich zwar teilweise verändert, aber das Schema bleibt doch immer dasselbe. Ganz egal, was man auf diesem Fragebogen ankreuzt: Scientology wird immer etwas finden, wo man ihrer Meinung nach ein Problem hat, bei dem sie uns helfen können.

Buchempfehlung:

„Noch nie zuvor hat ein Insiderbericht Scientology so erschüttert wie dieses Buch.“
(L'Express)

„Das vernichtendste Urteil, das Scientology je einstecken musste.“
(Huffington Post)

„Scientologys schlimmster Feind.”
(New York Post)

Meinem aktuellen Kenntnisstand nach gibt es wohl keinen namhafteren Aussteiger in der Geschichte von Scientology als die Nichte vom aktuellen Oberhaupt David Miscavige.

„Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht“ ist der erschreckende und zugleich entlarvende Erfahrungsbericht von Jenna Miscavige Hill. Ihre Lebensgeschichte steht stellvertretend auch für so viele andere traurige Schicksale, die Scientology zu verantworten hat. Dass dieses Buch ihrem Onkel mehr als nur ein „Dorn im Auge“ sein dürfte, ist wohl nur zu verständlich.

Ich bin der Meinung, dass ein authentischer Erfahrungsbericht von solch einer Person mehr wert ist als fast alle anderen dieser Art. Interessanter wäre es für mich fast nur noch, wenn David Miscavige selbst sich eines Tages gegen Scientology stellen sollte und in einem Buch detailliert auspackt, aber so weit wird es leider nicht kommen.

Vor acht Jahren hat die junge Frau Scientology gemeinsam mit ihrem Mann verlassen und berichtet in diesem Buch darüber, wie sie ihre Kindheit dort verbracht hat, was sie dazu veranlasste, Scientology aus ihrem Leben zu bannen und wie den beiden die Flucht gelungen ist. Es ist sehr interessant zu lesen, wie Jenna Miscavige Hill mit Abstand heute über Scientology denkt.

Wer sich bereits ausgiebig mit dem Thema „Scientology“ auseinandergesetzt hat, der kann der Autorin einfach nur seinen Respekt dafür zollen, dass sie den nötigen Mut dazu aufgebracht hat, um dieses Buch zu schreiben und sich somit selbst ganz weit oben auf die Feindesliste von Scientology gesetzt hat. Denn wer nicht für Scientology ist, der ist gegen Scientology und somit ein Feind, den es zu bekämpfen gilt. Selbst wenn der eigene Onkel die Kirche anführt.

Es bedarf zudem auch dahingehend einigen Mutes der Autorin, als dass sie all das, was ihr bei Scientology widerfahren ist, noch einmal in ihrer Erinnerung erleben muss. Erfahrungen, die man sicherlich nur zu gerne bis an sein Lebensende aus seinem Gedächtnis gebannt hätte. Aber wenn man die berechtigte Hoffnung hat, damit einige Menschen, die ansonsten Scientology verfallen wären, zu warnen, dann ist dies wahrscheinlich ein Preis, den man bereitwillig zahlen wird. Jedem Menschen, den Jenna Miscavige Hill so vor Scientology bewahren kann, rettet sie quasi das Leben – wenn auch nicht zwingend in physischer Hinsicht. Auf jeden Fall sollte dieses Buch allen Menschen eine eindringliche Warnung sein.

Wer bereits in besonderem Maße mit dieser Thematik vertraut sein sollte, der wird vermutlich nicht mehr sehr viel Neues erfahren können. Aber einen Blick sollten auch diese Leser ruhig einmal riskieren.

Viele Mitglieder von Scientology, wenn nicht sogar die meisten, werden im wahrsten Sinne des Wortes unmenschlich behandelt. Jenna Miscavige Hill verbringt einige Jahre ihres Lebens in diesem unmenschlichen, vordergründig auf Profit ausgelegtem System. Viele ihrer Verwandten, Freunde und Bekannten sind oder waren selbst Mitglieder der „Church of Scientology“. Das macht es für die Autorin nicht ganz so leicht, sich auch gedanklich vollständig und ohne jede Reue von der Kirche zu trennen. Ich zumindest kann es ihr nicht verübeln, wenn man bedenkt, dass eben fast das gesamte private Umfeld aus dem Kreise von Scientology stammt und man bisher nichts anderes kannte als dieses Leben.

Bereits als Kind musste Jenna, wie alle anderen Scientologen auch, einen Vertrag unterschreiben, der sie dazu verpflichtet hat, sich für die Dauer von 1 Milliarde Jahren in den Dienst von Scientology zu stellen.

Während deutsche Kinder die Grundschule besuchen, kommt Jenna auf die so genannte „Ranch“. Diese könnte man, wenn man es denn möglichst harmlos formulieren will, als Elite-Internat bezeichnen. Doch anstatt „normalen“ Schulunterricht zu bekommen werden die Kinder dort indoktriniert und müssen außerdem täglich harte körperliche Arbeit verrichten. Dazu gehört beispielsweise, dass man beim Bauen von Häusern hilft oder beim Pflügen der Äcker. Wer zu langsam arbeitet oder sein Zimmer nicht sorgfältig genug aufräumt, der wird dafür bestraft. Jenna wurde, wie die anderen Kinder auch, sogar rigoros von ihrer eigenen Familie abgeschirmt. Teilweise sehen die Kinder ihre Eltern jahrelang nicht. Soziale Kontakte sind generell kaum möglich, vor allem nicht geduldet. Eigenständiges Denken und Handeln wird nicht toleriert. Uns allen alltägliche und selbstverständliche Dinge wie beispielsweise Fernsehen oder Internet kamen in Jennas damaligen Leben gar nicht erst vor. Jenna Miscavige Hill durfte nie ein normales Kind sein, was ich persönlich als sehr schade empfinde.

Im Alter von gerade einmal 12 Jahren wird Jenna in die „Sea Org“ (Sea Organization) aufgenommen. Doch auch hier wird ihr der Kontakt zu ihren Eltern nicht ermöglicht. Jenna ist komplett von der Außenwelt abgeschnitten und ihr Onkel zeichnet dafür verantwortlich. Vor allem wird es ihr untersagt, Kontakt zu Menschen zu haben, die nicht Mitglieder von Scientology sind. Übrigens: Wer Mitglied der „Sea Org“ ist, befindet sich mitten im Herzen von Scientology, der Zentrale.

Erst im Laufe der Zeit kommen erste Zweifel in Jenna auf. Auslöser hierfür waren unter anderem die Bestrafung ihrer Mutter für eine Affäre, der Austritt ihres Bruders und die entstandenen Probleme, als sie sich selbst zum ersten Mal richtig verliebt hatte, in ihren späteren Mann, den sie noch während ihrer Zeit bei Scientology heiratete.

Doch Scientology war mit all seinen Methoden bei Jenna lange Zeit sehr erfolgreich. Selbst als ihre Eltern aus der Kirche austraten, blieb sie dieser im Alter von 16 Jahren vorerst noch treu ergeben.

Als Jenna nach Australien geschickt wird, um dort neue Mitglieder zu werben, wird sie häufig beschimpft und stößt auf viel Kritik und offene Ablehnung. Ihre Zweifel wachsen daher stetig an, ob es „richtig“ ist, solch ein Leben zu führen, unter den Fängen von Scientology.

Eines Tages entschließt sie sich dann endlich dazu, für immer mit der Kirche zu brechen und es gelingt ihr, wie es ja der Buchtitel bereits verrät, eine dramatische Flucht, gemeinsam mit ihrem Ehemann. Doch wie heißt es ja so schön: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Wer Interesse an einem Insider-Bericht über Scientology hat, für den ist dieses Buch natürlich ein Pflichtkauf. Man gewinnt einen sehr guten, da umfangreichen Überblick über die Struktur von Scientology. Es wird auch sehr gut das Gefühl vermittelt, wie klein und hilflos man sich gegenüber Scientology fühlen kann, wenn man ernsthaft mit dem Gedanken spielt, aus der Kirche auszutreten und wieder (oder erstmalig) ein eigenes Leben in Freiheit zu führen, eigene Entscheidungen zu treffen und für sein Leben selbst verantwortlich zu zeichnen.

Das Buch ist natürlich geprägt von einigen Begriffen, die ausschließlich in der Welt von Scientology verwendet werden. Wem diese Begrifflichkeiten bisher fremd waren, dem werden sie an geeigneter Stelle ausreichend erklärt.

Nachwort:


Man kann es als „normaler“ Mensch eigentlich gar nicht begreifen, wie sich tatsächlich immer noch Menschen finden, die dem offensichtlichen Wahnsinn von Scientology verfallen. Es ist wahrlich erschreckend, wie dumm oder naiv Menschen auch in heutigen Zeiten noch sein können. Aber wem und was sind die Menschen im Laufe der Geschichte nicht schon alles mehr oder weniger blind gefolgt? Die Dummheit wird wohl leider nie aussterben.

Wer sein Leben etwas wie Scientology widmet, der wirft damit sein einziges Leben auf Erden sinnlos weg. Für mich ist es eine Sache, wenn Erwachsene Menschen sich dieser Kirche verschreiben, aber wenn sie dieser auch noch ihre Kinder bereitwillig hergeben, um nicht zu sagen zu opfern, dann ist das für mich nicht akzeptabel.

Scientology als „Religion“ zu bezeichnen ist in meinen Augen die schwachsinnigste Bezeichnung, die es dafür überhaupt nur geben kann. Treffender wäre schon viel eher eine Mischung aus „Sekte“ und „Wirtschaftsunternehmen“.

Nach außen hin tritt Scientology ganz anders auf, als sie es nach innen hin tun und verkauft sich auch dementsprechend. Offiziell sind sie nichts weiter als hoch religiöse Menschen, denen etwas am Wohl ihrer Mitmenschen liegt und die gerne jedem helfen, seine Probleme zu lösen. Seine hässliche Fratze offenbart Scientology erst den eigenen Mitgliedern gegenüber. Leider aber auch erst dann, wenn es in der Regel für die meisten schon viel zu spät ist, um sich noch von Scientology lösen zu wollen oder zu können. Denn zu den Behandlungsmethoden gehört ja bekanntermaßen auch die Gehirnwäsche.

Hoffentlich begreifen mit der Zeit immer mehr Mitglieder, in was Schlimmes sie da geraten sind und schaffen es, sich dauerhaft von Scientology abzukapseln. Ehemaligen Mitgliedern von Scientology wird leider erst viel später, wenn sie wieder völlig klar im Kopf sind, im kompletten Ausmaß bewusst, in welche Situation sie sich da gebracht haben und um wie viel lebenswerter ein „normales“ Leben doch ist. Ich kann nur aus ganzem Herzen allen Aussteigern wünschen, dass sie nie wieder in die Fänge von Scientology geraten mögen – weder tot noch lebendig.

Eines der Ziele von Scientology scheint es zu sein, die Menschen „gleichzuschalten“. Wer von der Norm der Kirche abweicht, wird zur „antisozialen Person“ ernannt (SP = Suppressive Person). Tatsächlich ist das Wort „Gleichschaltung“ an dieser Stelle gar nicht so unangebracht, denn manches, was Jenna im „Sea Org“ widerfahren ist, lässt mich unweigerlich z.B. an die „Hitlerjugend“ denken.

Bei Scientology, vor allem in der „Sea Org“, ist es für die meisten Mitglieder, wie man es nicht selten auch beim Militär gesagt bekommt, wenn man seinen Dienst beginnt: Gehirn beim erstmaligen Eintritt in die Kaserne abgeben und fortan nur noch gehorchen und funktionieren. Währenddessen wird an den Mitgliedern so lange gearbeitet, bis man ihnen erfolgreich die Ideologien von Scientology einimpfen konnte. Wer es wagt, Kritik an der Glaubenslehre oder den Oberen zu üben, der wird dafür umgehend und hart bestraft.

Scientologen, die bereits als Kinder in diesem Umfeld aufgewachsen sind, wissen gar nicht, wie ein „normales“ Leben aussieht, was Freiheit und die Möglichkeit, eigene Entscheidungen treffen zu können, bedeutet und vor allem wert ist. Wenn man dann noch keinen Zugang zu TV oder Internet hat, von Handys ganz zu schweigen und einem auch die Kontakte zur Außenwelt verboten werden, dann kennt man eben nur das Leben innerhalb von Scientology und glaubt vielleicht sogar gar nicht erst daran, dass es „da draußen“ etwas Besseres geben könnte. Umso schwerer fällt es solchen Menschen dann auch, sich im „normalen“ Leben zurechtzufinden, wenn sie sich eines Tages dazu entschließen sollten, sich von Scientology loszulösen.

Menschen, die keine Scientologen sind, werden übrigens in gar nicht netter Weise „Wogs“ genannt, was mich sofort an „Harry Potter“ erinnert hat, in der die Welt der Magier und Hexen die Menschen uncharmant als „Muggel“ bezeichnet. Doch „Harry Potter“ ist reine Fiktion, wohingegen der beleidigende Ausdruck von Scientology bittere Realität ist. Ein „Wog“ ist in den Augen von Scientology also vermutlich ebenso viel wert wie ein Nicht-Muslime es für die „Heiligen Krieger“ ist: nämlich gar nichts!

Auch wenn ich bereits mehrfach Argumente dafür gehört habe, will es mir auch heute noch nicht so recht in den Sinn kommen, warum sich einige Prominente von Scientology als "Werbegesicht" benutzen lassen. Ich würde, wenn ich solch einen guten Ruf hätte, diesen nicht von Scientology beschmutzen lassen. Aber für die Kirche sind diese Prominenten Persönlichkeiten natürlich Gold wert. Je mehr Promis sich in den Dienst von Scientology stellen, umso leichter fällt es der Scientology, neue Mitglieder zu „rekrutieren“. Aber das war ja leider schon zu Zeiten des „Dritten Reiches“ nicht wirklich anders, von daher sollte es mich eigentlich nicht so sehr verwundern, dass man sich erstens auch heute noch dieser Taktik bedient und dass diese zweitens auch immer noch so gut funktioniert. Wenn all die Hollywood-Stars Scientology toll finden, dann kann daran doch gar nichts schlecht sein? Zu den bekannteren Prominenten, mit denen sich Scientology so gerne offiziell schmückt, gehören Tom Cruise, John Travolta, Will Smith, Priscilla & Lisa Marie Presley, Kirstie Alley, Juliette Lewis und Jenna Elfman. Es wird auch vermutet, dass Jennifer Lopez Mitglied von Scientology ist. Zu den bekannten ehemaligen Mitgliedern gehören Katie Holmes, Leah Remini und Nicole Kidman.

Erschreckend finde ich all das in Anbetracht des Zulaufs, der Unterstützung prominenter Menschen und der Anerkenntnis als Religion in den USA vor allem auch deshalb, da mir gar nicht so viele Beispiele einfallen, in denen so viele Menschen systematisch manipuliert und missbraucht wurden wie es bei Scientology auch heute noch der Fall ist. Das hat fast schon das Niveau, als würde man dem Teufel seine Seele verkaufen.

Hinweis

Rechtschreibung und Grammatik wie immer ohne Gewähr.
;)
« Letzte Änderung: 20. Nov. 2013, 18:02:12 von Helluo Librorum »
"Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill


 

     
SimplePortal 2.3.3 © 2008-2010, SimplePortal