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Fragen und Antworten / Ist der Leitfaden noch Aktuell
« Letzter Beitrag von Mosbart am 04. Jul. 2019, 12:49:28 »
Im Leitfaden sind Fasche Preise eingetragen
und Der Sahlkamp Fehlt Auch
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Projekte / Bücherrubriken: "Starke Frauen" und "Familienleben in schwierigen Zeiten"
« Letzter Beitrag von Redakteur am 04. Jul. 2019, 11:55:32 »

"Gebrauchtes neu erleben":

Audiobeitrag zu:

Bücherrubriken: "Starke Frauen" und "Familienleben in schwierigen Zeiten".
Initiiert vom WTM-Bücherbüro, wird das Projekt vom WTM-Mitarbeiter und
Literaturfreund "Sören" betreut.


"Stöber-Treff Hainholz"
Rehagen 8, 30165 Hannover
Tel.: 0511 2700769

https://www.facebook.com/WTMeV/videos/663062590772150/?t=0


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Projekte / WTM mit dabei: "Soziale Stadt" Sahlkamp-Mitte in Hannover
« Letzter Beitrag von Redakteur am 02. Jul. 2019, 11:29:08 »

Nachhaltig und sozial: Kinder formen mit WTM-Sozialpädagogen Samenkugeln.               
                                                                         Fotocredit: (c) Simon Slipek


„Sahlkamp-Mitte“:

Von der „Märchenstadt“ zum „sozialen Brennpunkt“ zum "bunten Stadtteil"


Das ist der Weg, den dieser Stadtteil seit den 1970er Jahren geht. Damals zogen
junge Familien in den Grüngürtel der Stadt Hannover. Fehlleistungen der Stadtplaner bahnten
schließlich den Weg ins „Ghetto“. Seit 10 Jahren ist man in Hannover stark bemüht, das
„Sanierungsgebiet“ wieder zu einem lebenswerten Stadtteil zu entwickeln. Dank sehr hoher
 Bürgerbeteiligung gelingt das recht erfolgreich. Zuletzt wurde dort der Stadteilparks in der
Schwarzwaldstraße als Herzstück im sogenannten "Sanierungsgebiet" neu eröffnet. Der
Werkstatt-Treff Mecklenheide e.V. (WTM) betreibt als substantiellen und langfristigen Beitrag
im Stadtteil ein Sozialkaufhaus und bietet dort Arbeitsgelegenheiten und unter dem Motto
„Gebrauchtes neu erleben“ hochwertige Waren zu günstigen Preisen.


Sahlkamp-Mitte ist offiziell im Jahr 2009 zum Sanierungsgebiet deklariert worden. Das war der
Beginn eines langen Sanierungsprozesses, der auch heute, zehn Jahre später, noch nicht
abgeschlossen ist. Unter dem Motto: „Soziale Stadt“ sind in dieser Zeit viele kleinere und größere
Projekte als Teil einer Gesamtstrategie umgesetzt worden. Die Leitung des Sanierungsverfahrens
liegt beim Fachbereich Planen und Stadtentwicklung im Sachgebiet Stadterneuerung der Stadt Hannover.
Im Rahmen der Gesamtstrategie wurde zuletzt Anfang Juni 2019, der Stadtteilpark in der
Schwarzwaldstraße neu eröffnet. Die Sanierung und der Umbau des 13.000 m² großen Geländes
haben 750.000,- € gekostet. Finanziert wurde das Projekt durch Städtebaufördermittel aus dem
Sanierungsprogramm "Soziale Stadt". Die Summe wurde zu gleichen Teilen von Stadt, Land und
Bund übernommen.
Bürgermeisterin Regine Kramarek hat den Park zur Nutzung freigegeben und dabei betont: „Die
Neugestaltung hat diesen Park enorm aufgewertet und ihn für die AnwohnerInnen noch attraktiver
gemacht“. Sie, Kramarek, freue sich, dass sich mehr als 200 Menschen aller Altersgruppen an dem
vorausgegangenen Beteiligungsprozess engagiert hätten. Eine so große Beteiligung, ergänzt die
Bürgermeisterin, spräche dafür, dass der Park von den BewohnerInnen in der Nachbarschaft künftig
in großem Maße genutzt werde. Anschließend wurde die Eröffnung mit einem Fest gefeiert.

Werkstatt-Treff Mecklenheide lernt mit Kindern

Der Werkstatt-Treff Mecklenheide e.V. (WTM) hat sich mit einer Aktion für Kinder daran beteiligt. Der
WTM betreibt in Hannover u.a. vier Sozialkaufhäuser, eines davon direkt im Sahlkamp. Da war es für
den WTM selbstverständlich sich aktiv einzubringen, ist doch die soziale Integration der Kern-Aspekt
der Arbeit des WTM: seien es Kinder, Menschen aus sozial schwachem Umfeld, Menschen mit
Migrationshintergund, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung. Insbesondere auf der
„Zielgruppe“ der Kinder war hier das Augenmerk des WTM gelegt. Ein zentraler Aspekt ist beim
WTM zudem „Nachhaltigkeit“.

Zwei Sozialarbeiter des Vereins haben sich eine zeitgemäße Aktion überlegt und organisiert: das
gemeinsame Herstellen von Samenkugeln. Die Zutaten: Jeweils eine Kinderhand voll Samen,
Tonerde und Wasser. „Die Samenkugeln ermöglichen es den Kindern, etwas über Pflanzen zu lernen
und geben ihnen auf spielerische Art und Weise die Möglichkeit ihre Umwelt aktiv mitzugestalten und
so zu verschönern“, sagt Ahmed Amor, einer der beiden beteiligten Sozialarbeiter und fügt hinzu,
„ganz unbürokratisch“.

Beim WTM denkt man nachhaltig und weiß, dass der Weg dahin geübt werden muss. Am besten beginnt
man damit im Kindesalter und die Samenaktion ist ein „idealer anschaulicher Ansatz“ findet Amor. „Es geht
um das ‚Machen‘, ganz so, wie bei den „Fridays for Future“ Demonstrationen“. 

Bundesprogramms „Soziale Stadt“

Der Umbau des Parks an der Schwarzwaldstraße ist Teil des Bundesprogramms „Soziale Stadt“. Mit
diesem Programm fördert der Bund soziale Brennpunkte mit finanziellen Mitteln. Der Sahlkamp gilt
als ein solcher sozialer Brennpunkt. Fast 50% der BewohnerInnen dieses Stadtteils leben von staatlichen
Transferleistungen (Strukturdaten Hannover). Bereits seit 2011 läuft die Förderung. Der Zufluss erheblicher
finanzieller Mittel, die strategische Organisation und vor allem auch die ungewöhnlich hohe Bürgerbeteiligung
haben dazu geführt, dass sich die Lebensqualität in dem Stadtteil inzwischen erheblich verbessert hat. Es
sind lebendige Nachbarschaften entstanden und der soziale Zusammenhalt ist gestärkt worden. Die
Menschen identifizieren sich wieder mit ihrem Lebensumfeld und pflegen eine ausgesprochene Willkommenskultur.

Das Programm „Soziale Stadt“ beinhaltet viele verschiedene Bereiche. So sind z.B. zahlreiche bauliche Programme
für Innen- und Außenbereiche aufgelegt worden. Dazu zählen z.B. die Arbeiten an Fassaden und
Eingangsbereichen einiger Häuser in der Spessartstraße (5 Millionen Euro). Die Liste der bereits
umgesetzten Veränderungen ist lang (1).

Aktive Bürgerinnen und Bürger

Die aktive Beteiligung der BürgerInnen ist in diesem langwierigen Prozess kaum zu überschätzen.
Es wurden gemeinsam Garten- und Straßenfeste organisiert, dazu Veranstaltungen ganz unterschiedlicher
Art, wie: Radtouren, Sahlkamp Charta, Stadteilbauernhof, Foto-Projekt etc. Eine Erfolgsgeschichte ist auch
die gemeinsame Nutzung von Flächen zum nachbarschaftlichen Anbau von Gemüse. Gerade dieser
Gemüseanbau ist eine Erfolgsgeschichte. Oft sind mehrere Generationen daran beteiligt. Auf diese Weise
wird Pflanzen-Wissen an Kinder und Jugendliche weitergegeben. Jugendliche, die als Stadtmenschen oft
nur sehr geringe Kenntnisse zu Pflanzenkunde haben und Erde, wenn überhaupt, und Pflanzen nur in
Plastik abgepackt und nicht selten kochfertig aus dem Supermarkt kennen.
Bei sozialen Brennpunkten, wie im Sahlkamp-Mitte, treffen erhebliche soziale Missstände mit wirtschaftlichen
und städtebaulichen Problemen zusammen. Aufgrund der Zusammensetzung und wirtschaftlichen Situation
der darin lebenden und arbeitenden Menschen sind diese Gebiete erheblich benachteiligt. Im Sahlkamp-Mitte
hat man vor zehn Jahren mutig einen neuen Weg beschritten. Dass heute von einem erfolgreichen Weg
sprechen kann, liegt an der guten Strategie, einem engagierten Quartiersmanagement, dessen Büro selbst
in der Schwarzwaldstraße liegt und besonders eben an der ungewöhnlich hohen Bürgerbeteiligung.

Der "neue" Stadtteilpark in der Schwarzwaldstraße bietet jetzt:

•   Spiel- und Aktionsinseln
•   Wiesenlandschaft von einem Rodelhügel und dem Birkenhain geprägt
•   Mehrgenerationen Fitnessgeräte
•   "Willkommensinseln" mit Schriftzug "Willkommen" ziert als "Street Tattoo" in 15 verschiedenen Sprachen den Bodenbelag aus Beton.
•   neue Blüteninseln an den Eingängen wurden mit Rosen
•   Schüler*innen der Grundschule Hägewiesen haben Vogelhäuser für den Park gebaut
•   die Internationalen Stadtteilgärten Hannover e.V. steuerten Insektenhotels für den Park bei, die in einem Projekt mit Geflüchteten   
     hergestellt wurden und die Nähgruppe hat Picknickdecken genäht.
•   Kletterspielgerät


(1)   Integrierte Entwicklungskonzepte "Soziale Stadt" "Sahlpamp-Mitte" und Sanierungszeitung: https://bit.ly/302qCUr   
        (abgerufen am 02.07.2019)



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Ein Termin-Tipp:

Montag, 08. Juli 2019, 17 Uhr

Lebendiges Café der Kulturgemeinschaft Vinnhorst e.V. im Vinnhorster Rathaus.
Lesung von und mit Achim Köweker.


Eintritt frei / Spenden willkommen

https://bit.ly/2JexRlq
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Kantine / Speiseplan 1.7.-5.7.19
« Letzter Beitrag von amphore am 28. Jun. 2019, 07:35:18 »
... anbei der Speiseplan der ersten Juliwoche, guten Appetit ...
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Holzwerkstatt / Aufrecht - trotz allem: Uwe, Mitarbeiter aus der WTM-Holzwerkstatt
« Letzter Beitrag von Redakteur am 26. Jun. 2019, 11:39:12 »

Uwe, WTM-Mitarbeiter.


Aufrecht - trotz allem

"Arm, Ghetto, elf Geschwister" – und tätowiert. Das sind nicht gerade
Ingredienzien für Chancengleichheit in unserer Gesellschaft. Das gilt
heute nicht und das galt noch weniger in den 70er Jahren des vergangenen
Jahrhunderts. Uwe kommt aus genau dieser Welt, eine Welt voller Herz,
aber eben auch viel Schmerz. Er steht also zu einem Teil auch für das, was
PolitikerInnen sagen und was wirklich dran ist. Aber darum soll es hier gar
nicht gehen.


„Das Tattoo ist von meinem Bruder“. Uwe zieht den Ärmel seines T-Shirts etwas
hoch, so dass ein handflächengroßer einfarbiger, blaugrau schimmernder Schmetterling
sichtbar wird. „Weißt Du, wie alt das ist“?, fragt er. Natürlich weiß ich das nicht, vermute
aber, da er so akzentuiert nachfragt, dass es ein älteres oder sogar richtig altes Tattoo
ist, eines, noch aus einer anderen Zeit, von „früher“, sozusagen. Aus einer Zeit als
Tattoos noch alles andere als hip waren. Ich schüttele also verneinend den Kopf.
„40 Jahre“, steckt er mir. Ich rechne schnell für mich im Stillen zurück: Das muss
also so um 1980 gewesen sein. Uwe war zu der Zeit noch ein Teenager. Wer sich
zu jener Zeit ein Tattoo stechen ließ, gehörte eher zu einer „geschlossenen
Gesellschaft“: Seeleute, Knackis, Rocker wie die Hell’s Angels und andere
harte Burschen. Uwe war eine Ausnahme.

Uwe arbeitet heute beim WTM in der Holzwerkstatt. Wer ihn sieht, erkennt sofort,
der Mann weiß was Arbeit ist. Kräftige Unterarme, massiver Oberkörper mit
einem breiten Kreuz. Wenn er dann aus seinem Leben erzählt, merkt man schnell,
dass er einiges erlebt hat. Die Geschichten schießen nur so aus ihm heraus. Da
bekommt man schon eine Ahnung. Und man erfährt dabei, dass er: in der
Landwirtschaft gearbeitet hat, in einer Schmelze und als Radladerfahrer, dann
zehn Jahre als Dachdecker und noch einige Jahre als Gerüstbauer. Fast alles,
dass weiß jeder: Knochenjobs. Er lacht. „Die Leute haben mich oft gefragt, ob
ich gerade aus Spanien komme. Ich war ja immer total braun.“ Uwe sagt, er
erinnere sich gerne daran. Es muss für ihn eine gute Zeit gewesen sein. Aber
das ist lange her, sehr lange.

Sozialer Brennpunkt und Chancengleichheit: ein schwieriges Paar

Ereignisreich von Anfang an. Zu Hause mit elf Geschwistern, da braucht es keine
Phantasie, um zu wissen, dass da immer viel los war. Das Geld ist knapp. Das
Umfeld – heute bezeichnen Sozialpolitiker solche Orte als „soziale Brennpunkte“,
Uwe nennt das unumwunden “Ghetto“, ist nicht gerade „ideal“ für die Chancengleichheit.
Doch das war damals auch noch gar kein so großes Thema.

Elf Geschwister heißt Teilhabe an elf Kindheiten, Teilhabe an elf Pubertäten. Teilhabe
an elf Leben mit einem eng verwobenen Netz an Beziehungen. Da haben alle ihre
eigenen Schwierigkeiten. Bei so vielen Menschen auf engem Raum kochen die
Emotionen schon Mal hoch. Uwe deutet es an, manche Konflikte einiger seiner
Geschwister haben dann auch schon Mal über die Familiengrenzen hinausgetragen.
Ich frage ihn, ob er in der Rückschau sagen würde, dass sein bisheriges Leben hart
gewesen ist. Er überlegt und es scheint, als könne er das pauschal nicht beantworten.
„Wie meinst du das?“, fragt er nach. Ich überlege, wie ich meine Frage präzisieren
könnte. Mir fällt spontan nur der Begriff „ungerecht“ ein.

„In meiner Ausbildung, die waren ungerecht“

Darauf springt Uwe an: „In meiner Ausbildung, die waren ungerecht – wegen meiner
Herkunft“, weiß er. Er muss in der Zeit wirklich gelitten haben. Man merkt gleich, wie
es in ihm arbeitet. Mit sechzehn hat er die Schule verlassen und hat eine Ausbildung
zum Maler begonnen. „Das war die Hölle. Von Anfang an“. Trotzdem hat er das bis
ins dritte Lehrjahr ausgehalten. Kurz vor dem Abschluss hat er dann doch noch
geschmissen. Er sagt, dass er das auch heute noch immer wieder bereue.
„Ein Gesellenbrief ist wichtig“, sagt er und konstatiert, „heute noch mehr, als damals“.
Er sagt auch, dass er deswegen bei seinen beiden Söhnen besonders aufgepasst hat.
„Einer hat eine Malerausbildung abgeschlossen, der andere beginnt jetzt im August
eine Ausbildung zum Koch.“

Er erzählt, wie sein Sohn in der Malerausbildung ähnliche Probleme gehabt habe,
so, wie er selber damals. „Der wollte dann auch im dritten Lehrjahr hinschmeißen“.
Uwe meint, er habe sich da richtig reingehängt und sei schließlich sogar mit ihm zur
Handwerkskammer gegangen. Das hat letztendlich geholfen. Sein Sohn konnte dann
die Ausbildung außerhalb des Betriebes fortsetzen und erfolgreich abschließen.
„Nach einer sehr schwierigen Zeit“, erinnert sich Uwe.

Seine Söhne sind beide über zwanzig und leben beim Vater. Die Beziehung bezeichnet
Uwe als gut. Man muss wissen, dass die Mutter der Kinder, Uwes Frau, irgendwann die
Familie verlassen hat. „Die Kinder waren gerade vier oder fünf Jahre alt.“ Er sei dann,
nach einigem Hin und Her, alleinerziehender Vater geworden und macht mit fester
Stimme deutlich: „An Arbeit als Gerüstbauer war da nicht mehr zu denken.“ Hierzu ist
es vielleicht auch noch gut, sich zu erinnern, dass alleinerziehende Väter seit jeher die
Ausnahme sind.

Bergauf mit Bürgerarbeit

Die Zeit vergeht schnell. Uwe bleibt arbeitslos, verdient sein Geld irgendwann als
Geringverdiener und landet schließlich in der Bürgerarbeit. Die Bürgerarbeit verschaffte
ihm erstmal wieder etwas Luft. „Das waren auf einmal jeden Monat 266,- Euro mehr im
Portemonnaie.“ Als er das sagt, holt er tief Luft, so als erlebe er das Mehr an Geld von
damals auch heute noch als Befreiung. „Da habe ich am 01. Juni angefangen und die
hätten mich auch übernommen.“ Man merkt, dass er zu jener Zeit voller Hoffnung auf
eine langfristige Beschäftigung war. Dann passierte das, womit niemand rechnet, auch
gar nicht rechnen will. Ein Unfall. Für Uwe ist es „der Unfall“. Es gibt Ereignisse im Leben,
die stellen alles auf den Kopf. So war das bei ihm auch. „Das war am 21. Juli“, erinnert
er sich – so als sei es gestern gewesen. Er blickt kurz zur Seite. Ich überlege, ob es wohl
ein Arbeitsunfall war, aber bevor ich fragen kann, sagt er weiter, „es war ein Wegeunfall“.

Dabei wurde ihm von einem Cabriolet an einer unübersichtlichen Stelle die Vorfahrt
genommen. Mit seinen Händen formt er einen rechten Winkel. „Die sind aus der Ausfahrt
gekommen und ich bin auf dem Radweg gefahren“, erklärt er. „Ich bin voll in die Seite
geknallt und über das Auto geflogen.“ Er zeichnet die Flugbahn mit seinem Arm nach und
sagt, dass er direkt auf seiner Schulter gelandet sei. Erregt schickt er hinterher,
„ich durfte da fahren“. Die Unfallschuld wäre sofort klar gewesen, stellt Uwe fest.
„Die hatten tausendfach Schuld“.

„Sonst wären wir uns hier nicht begegnet“

„Seitdem kann ich keine schweren Sachen mehr nach oben heben“. Dazu streckt er seine
Arme in die Höhe und macht eine Bewegung, wie Gerüstbauer das machen, wenn sie wieder
eines der metallischen Gerüstteile nach oben, hinauf auf das Gerüst, hieven. „Ich wurde
operiert und bekomme immer noch regelmäßig Krankengymnastik.“ Dabei liege der Unfall
schon einige Jahre zurück, betont er.

Uwe ist nicht der Typ, der den Kopf hängen lässt, aber man merkt ihm an, dass er damals
schwer mit der verlorenen Chance zu kämpfen hatte. Das hört man an dem Ton wie er den
darauffolgenden Satz sagt: „So bin ich hier beim WTM gelandet. Sonst wären wir uns hier
nicht begegnet.“

Jetzt geht er alle zwei Monate zur Berufsgenossenschaft, zur „BG“, wie er sagt und holt
sich sein Rezept für die Krankengymnastik ab. „Das muss ich bis zur Rente machen. Sonst
zahlen die später nicht. Ich krieg ja in ein paar Jahren von denen eine kleine Zusatzrente.“

Wenn Uwe in einer Arbeitspause zur Ruhe kommt und sich seine Gesichtszüge entspannen,
kann man sehen, wie das Leben seine Spuren hinterlassen hat. Drei seiner Geschwister leben
nicht mehr. „Unfälle“, wie er sagt. Dazu zählt auch sein Bruder, der ihm damals sein
Schmetterlings-Tattoo gestochen hat. „Das musste ich immer verstecken, mein Vater
durfte das ja nicht sehen. Sonst wäre was los gewesen.“ Heute sind auch Uwes Unterarme
tätowiert. Links ein großer Tiger und rechts ein zum Nachthimmel hochgereckter,
heulender Wolf unter dem Mond.




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Kantine / Speiseplan 24.6.-28.6.19
« Letzter Beitrag von amphore am 21. Jun. 2019, 07:33:53 »
... anbei der Speiseplan der letzten Juniwoche, guten Appetit ...
18
Kleidung / 50 % auf Bekleidung
« Letzter Beitrag von Redakteur am 18. Jun. 2019, 12:19:50 »


🛍Gebrauchtes neu erleben!🛍

"Stöber-Treff Werksmeile (STWm)." 👏
Das soziale Kaufhaus befindet sich in der Helmkestraße 20,
30165 Hannover

Tel.: 0511 300395846
Mo - Fr : 10 - 18 Uhr und Sa: 10 - 16 Uhr
19
Weitere Stadtteile / Hannover: Fête de la Musique 2019
« Letzter Beitrag von Redakteur am 17. Jun. 2019, 12:06:09 »
Musikfestival Hannover / weltweit:

21. Juni 2019 von 13:00 Uhr bis 23:00 Uhr

Fête de la Musique 2019 - Info, Programm, Bühnenstandorte


https://bit.ly/2WPmUvk
20
Kantine / Speiseplan 17.6.-21.6.19
« Letzter Beitrag von amphore am 14. Jun. 2019, 07:36:58 »
... anbei der Speiseplan der dritten Juniwoche, guten Appetit ...
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