Autor Thema: Ghostbusters 3 und eine mutige Entscheidung  (Gelesen 1518 mal)

Helluo Librorum

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Ghostbusters 3 und eine mutige Entscheidung
« am: 14. Okt. 2014, 11:51:29 »
Vor 30 Jahren begeisterten Bill Murray als Dr. Peter Venkman, Dan Akroyd als Dr. Raymond "Ray" Stantz, Harold Ramis als Dr. Egon Spengler und Ernie Hudson als Winston Zeddemore die Kinogänger weltweit als "Ghostbusters".

Fünf Jahre später erschien dann Teil 2, der zwar nicht ganz an den Erfolg von seinem Vorgänger heranreichen konnte, aber immer noch zu überzeugen vermochte.

Wer hätte nach 25 langen Jahren dann auch noch ernsthaft an einen dritten Teil geglaubt? Doch eben dieser wird schon bald abgedreht!

Doch entgegen anfänglicher Meldungen oder Hoffnungen, dass die altbekannten Schauspieler dort erneut die Hauptrollen spielen würden, kommt jetzt alles ganz anders als geplant.

Nach dem Tod von Harold Ramis, der für die Drehbücher der ersten beiden Teile verantwortlich zeichnete, stieg zu allem Pech auch noch Ivan Reitman als Regisseur aus.

Die Regie in "Ghostbusters III" führt nun Paul Feig, der sich vor allem einen Namen mit "Frauenfilmen" wie "Brautalarm" oder "Taffe Mädels" gemacht hat.

Gemeinsam mit Katie Dippold, die bereits das Drehbuch zu "Taffe Mädels" verfasst hat, schreibt er an dem Drehbuch für "Ghostbusters III".

Doch als wenn das nicht schon ausreichen würde, sollen die Geisterjäger nun auch noch aus einem rein weiblichen Team bestehen. Als nahezu sichere Hauptdarstellerin gilt hier Melissa McCarthy, die man vor allem aus Serien wie "Gilmore Girls" und "Mike & Molly" kennt.

Die Fans der Filmreihe laufen bereits fast alle Amok, selten zuvor waren die Meinungen zu einem Film bereits vor Drehbeginn derart negativ belastet.

Auch wenn ich persönlich nichts gegen Filme mit weiblichen Hauptrollen habe und z.B. auch die Filmreihen "Underworld", "Die Tribute von Panem", "Resident Evil" und "Tomb Raider" mag, kann ich die Ablehnung der Fans sehr gut verstehen.

Solch eine radikale Änderung empfinde ich als äußerst gewagt und die Vorstellung, wie Melissa McCarthy an der Seite von 2-3 weiteren Geisterjägerinnen auf die Jagd selbiger geht, lässt mich mit Grausen erschaudern. Nicht nur deshalb, weil gerade diese Schauspielerin so ziemlich das genaue Gegenteil von einer heldenhaften Geisterjägerin verkörpert. Das hat in etwa das Niveau, wie wenn man mich als Hauptdarsteller für eine Neuverfilmung von "Ali" verpflichten würde.

Da stellt sich mir nebenbei auch die Frage, ob wir die aus den beiden Vorgängern bekannten Waffensysteme sehen werden oder ob die Geisterjägerinnen nun in den Nahkampf gehen? Dann würde es nämlich wieder Sinn machen, Melissa McCarthy verpflichtet zu haben, wenn diese quasi als mobiles Rollkommando gegen die Geister in den Kampf zieht.  ;D

Wie seht Ihr das?

Habt Ihr die beiden ersten "Ghostbusters"-Filme gesehen und gemocht?

Könnt Ihr euch ein Team aus weiblichen Geisterjägerinnen vorstellen, wo eine davon aussieht, als würde sie die Gespenster verspeisen anstatt nur zu fangen?

Freut Ihr euch auf den Film oder schaut Ihr euch den gerade unter diesen Umständen nicht an?

Wird die "Ghostbusters"-Reihe neu belebt oder ist sie damit im Begriff zu sterben?

Fragen über Fragen...

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Joe Cool

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Antw:Ghostbusters 3 und eine mutige Entscheidung
« Antwort #1 am: 14. Okt. 2014, 14:32:20 »
Mmmh.... Also, mit Ankündigungen, so alte Klamotten wie die 'Ghostbusters' fortzusetzen, kann man mich nicht besonders begeistern. Es gab zwei Filme davon- das reicht eigentlich. Das Bill Murray das Drehbuch geschreddert haben soll, kann ich verstehen: Er hat eine Entwicklung gemacht, über Jahrzehnte, vom Darsteller solcher 'Knallchargen-Filme' wie "Babyspeck und Fleischklößchen" oder "Ich glaub' mich knutscht ein Elch" bis zu anspruchsvollen Rollen wie "Lost in Translation" oder "Broken Flowers". "Ghostbusters" war dabei nur eine Zwischenstation, für (viel) gutes Geld.
Außerdem hat er bereits zwei Drehbuchfassungen zu einem dritten Teil abgelehnt- sein Mitspracherecht an weiteren Drehbüchern ist seitdem verfallen.

Dan Aykroyd hat sich auch - mehr oder weniger - zur Ruhe gesetzt. Ivan Reitman führt nur noch Regie wenn er Lust dazu hat und Harold Ramis ist Anfang des Jahres gestorben.
Man darf nicht vergessen: Die "Ghostbusters" gibt es ja schon viel länger als die Filme. Sie waren ursprünglich eine Sketchreihe in der legendären "Saturday Night-Life Show", wie die Blues Brothers oder die Cone-Heads. Die "Ghostbusters" hatten also ihre Zeit.

Vielleicht sollte man Melissa McCarthy eine Chance geben?! Vielleicht sollte sich Hollywood aber auch lieber auf die tausende von Drehbücher konzentrieren, die man bisher einfach in die Tonne geworfen hat- ohne sie vorher richtig zu lesen?!

« Letzte Änderung: 16. Okt. 2014, 11:05:06 von Joe Cool »

Nethunter

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Antw:Ghostbusters 3 und eine mutige Entscheidung
« Antwort #2 am: 03. Nov. 2014, 17:27:43 »
Zitat
Habt Ihr die beiden ersten "Ghostbusters"-Filme gesehen und gemocht?
ja hat mir damals gut gefallen.

Ghostbusters war Kult und im Kino sehr hoch frequentiert.
So was wie Ghostbusters gibs es eigentlich kein zweites mal.
Bill Murray und Dan Akroyd sind auch extrem gute Schauspieler die die Messlatte von Ghostbusters 1 und 2 auch ganz oben gesetzten haben.

Es bleibt abzuwarten ob Ghostbusters 3 ein echter Ghostbusters wird.
« Letzte Änderung: 03. Nov. 2014, 17:33:48 von Nethunter »
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Helluo Librorum

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Antw:Ghostbusters 3 und eine mutige Entscheidung
« Antwort #3 am: 04. Nov. 2014, 07:51:25 »
Vielleicht habe ich mich ja auch nur verlesen und Melissa McCarthy soll keine Geisterjägerin spielen, sondern die Rolle des Marshmallow Man 2.0 verkörpern?  8)
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Joe Cool

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Antw:Ghostbusters 3 und eine mutige Entscheidung
« Antwort #4 am: 04. Nov. 2014, 09:45:02 »
Zitat: "Ghostbusters war Kult und im Kino sehr hoch frequentiert."

Na ja, "Ghostbusters" war vor allem deshalb ein Erfolg, weil dem Film eine ungeheure Werbe- und Marketingkampagne vorausging. Die Spielzeugläden wurden mit Figuren der Geisterjäger, Modellen des ECTOmobils und Plüschfiguren des Marshmellow-Mans überflutet. Gleichzeitig stürmte Ray Parker jr. mit dem Titelsong die Hitparaden, das Video lief bei MTV rauf und runter. Insgesamt war der Film dann aber eine aufgeblasene Special-Effect-Schau und mäßige Komödie.

Das dem erfolgreichen Original eine Fortsetzung folgen musste- klar. Das jetzt, nach 30 Jahren, noch eine Folge nachgeschoben werden muss ist überflüssig!

 

     
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