Autor Thema: DVD´s zu verkaufen (2 Euro je DVD)  (Gelesen 2458 mal)

Helluo Librorum

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.821
DVD´s zu verkaufen (2 Euro je DVD)
« am: 06. Aug. 2014, 10:07:07 »
In den nächsten Posts findet ihr einige DVD´s, die ihr mir gerne für 2 Euro das Stück abkaufen dürft.

Da nicht jeder alleine anhand des Titels um den Inhalt des Films weiß, poste ich zusätzlich noch eine kurze Zusammenfassung des jeweiligen Films dazu. Quelle hierfür: Amazon.de

8)
« Letzte Änderung: 06. Aug. 2014, 10:52:12 von Helluo Librorum »
"Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill


Helluo Librorum

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.821
Antw:DVD´s zu verkaufen (2 Euro je DVD)
« Antwort #1 am: 06. Aug. 2014, 10:07:32 »
8 Blickwinkel

Während der Präsident der Vereinigten Staaten im spanischen Salamanca eine Rede hält, wird er von einem Attentäter angeschossen. Zeitgleich kommen bei einer Bombenexplosion zahlreiche Menschen ums Leben. 8 Blickwinkel beschreibt die dramatischen Geschehnisse aus der unterschiedlichen Perspektive von mehreren Personen. Und erst nachdem man die selben 15 Minuten unmittelbar vor und kurz nach dem Anschlag gesehen hat, beginnt man zu erahnen, welch furchterregende Wahrheit tatsächlich hinter dem Attentat steckt.

Kurzbewertung: In den Hauptrollen dieses erstklassig besetzten, atemlosen Thrillers glänzen Dennis Quaid (Traffic - Macht des Kartells), Oscar®-Preisträger William Hurt (Syriana), Matthew Fox (Lost - TV), Oscar®-Preisträger Forest Whitaker (Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht), Sigourney Weaver (The Village - Das Dorf) und Eduardo Noriega (Open Your Eyes).


27 Dresses (Kleider machen Bräute)

Einmal Jungfer, immer Jungfer!

Jane Nichols (Katherine Heigl) ist jung, hübsch, erfolgreich, aber immer noch Single. Zeit sich um das eigene Liebesglück zu kümmern hat sie allerdings nicht, da sie voll und ganz mit ihrer Leidenschaft, der Organisation von Hochzeiten, beschäftigt ist. 27 Mal war sie bereits die Brautjungfer, aber selbst nie die Braut! Als sich ihr Chef George (Ed Burns) in ihre jüngere, sehr attraktive Schwester Tess (Malin Akerman) verliebt und diese kurz darauf heiraten will, gilt es ein weiteres Fest zu planen. Es gibt nur ein Problem: Jane ist seit langem selbst in George verliebt. Und als auch noch der Hochzeitskolumnist Kevin (James Marsden) auf der Bildfläche auftaucht, ist das Gefühlschaos perfekt. Die Irrungen und Wirrungen rund um die Suche nach Mr. Right nehmen ihren Lauf und enden überraschend – für alle Beteiligten


50 erste Dates

Tierarzt Henry Roth lebt auf Hawaii und ist ein Playboy auf Passion. Unverbindliche Flirts mit attraktiven Touristinnen gehören für den bindungsscheuen Frauenhelden zum Alltag - bis er eines Tages Lucy begegnet. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Dumm nur, dass Lucy seit einem Autounfall vor einem Jahr an einer Störung des Kurzzeitgedächtnisses leidet und sich daher nie daran erinnern kann, Henry schon einmal getroffen zu haben. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als Lucy jeden verrückten Tag erneut den Hof zu machen und darauf zu hoffen, dass sie seine Gefühle immer wieder aufs Neue erwidert...


Beim ersten Mal

Der stolze Autor und Regisseur von Jungfrau (40), männlich, sucht ... gibt die Geburt einer spritzigen neuen Komödie bekannt! Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Zumindest eine berauschende Nacht lang gilt das auch für den chaotischen Lebenskünstler Ben (Seth Rogen) und die strebsame Karriere-Frau Alison (Katherine Heigl).

Zwei Monate und jede Menge Schwangerschaftstests später wollen sich Ben und Alison ihrem ungeborenen Kind zuliebe zusammenraufen. Doch zwischen unbequemen Gynäkologen-Stühlen und Bergen von Babyklamotten fragen sich die werdenden Eltern immer öfter, ob sie für ein gemeinsames Leben geschaffen sind ...

Frech und zum Schreien komisch - Beim ersten Mal kommt gleich zur Sache und zeigt ohne Tabus, wie schnell aus einem harmlosen Flirt ein Leben zu dritt werden kann!


Bride Wars (Beste Feindinnen)

Die Freundinnen Liv (Kate Hudson) und Emma (Anne Hathaway) träumen seit ihrer Kindheit von einer Hochzeit im ehrwürdigen New Yorker Plaza Hotel. Als sie kurz hintereinander einen Heiratsantrag bekommen, steht der Erfüllung dieses Traumes nichts mehr im Wege – so glauben die Bräute zumindest. Sofort engagieren beide die renommierte Hochzeitsplanerin Marion St. Claire (Candice Bergen), die als Garant für perfekte Traumhochzeiten gilt. Doch ein Fehler bei der Terminplanung lässt den Traum zum Alptraum werden: Liv und Emma sollen am selben Tag im Plaza heiraten und ein Ausweichtermin ist erst in drei Jahren wieder frei! Nun beginnt ein erbitterter Kampf der Bräute um die exklusive Lokalität, der mit allen Mitteln aus dem Zicken-Repertoire geführt wird, und bei dem am Ende die Chiffonfetzen der Designer-Kleider fliegen...


Das Vermächtnis der Tempelritter

Vermächtnis der Tempelritter liefert Popcorn-Spannung und ausreichend jungenhaften Charme, um damit die alberne Handlung zu überspielen. Der Film ist auf seine eigene seltsame Art und Weise unterhaltsam, obwohl von allen Seiten kritisiert wurde, es handele sich dabei nur um einen billigen Abklatsch von Jäger des verlorenen Schatzes und Sakrileg.

Nicholas Cage beweist erneut, dass der ansteckende Enthusiasmus eines Schauspielers eine Unmenge an Filmsünden kompensieren kann. Die konstruierte Handlung dreht sich um Nicholas Cages' Suche nach dem alten Schatz der Tempelritter, welcher über Jahrhunderte hinweg von den Freimaurern des jeweiligen Zeitalters geheim gehalten wurde. Um den Schatz zu finden, muss man die Unabhängigkeitserklärung stehlen (natürlich stehen auf deren Rückseite wichtige Hinweise in Bezug auf den Schatz!), also kann man das Genre 'Gaunerkomödie' zum Genre-Mix dieser Jerry Bruckheimer Produktion hinzu fügen.

Niemand wird Regisseur Jon Turteltaub beschuldigen können, künstlerische Ambitionen verfolgt zu haben, aber man muss zugeben, dass er doch eine angenehme Dosis jugendfreier Unterhaltung liefert – voller geheimnisvoller Hinweise, Skelette, dunklen Tunnels und harmlosen Abenteuern in der Tradition der alten Schule. Es ist eine Menge Hokus-Pokus, aber dieser Hokus-Pokus macht Spaß, und das ist die Hauptsache.--Jeff Shannon


Das Wunder von Bern

"Jetzt sind wir wieder wer", sprach Nationalmannschaftskapitän Fritz Walter nach dem 3:2-Finalsieg der deutschen Elf bei der Weltmeisterschaft 1954, und fasste damit die immense Bedeutung dieses Erfolges zusammen, die weit über das rein Sportliche hinaus ging. Für eine sich mühsam und eingeschüchtert aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs befreiende Nation war dieser kaum für möglich gehaltene Sieg gegen die angeblich unschlagbaren Ungarn das erste kollektive Hochgefühl, das Zeichen dafür, dass es ab jetzt wieder aufwärts ging.

Dass es bei diesem Wunder von Bern um mehr als nur um Fußball ging, das zeigt auch Sönke Wortmann in seiner Kinoadaption dieses historischen Mythos, denn im Film spielt der Turnierverlauf für die deutsche Elf um Bundestrainer Sepp Herberger nur die zweite Geige, hinter der Geschichte der Essener Familie Lubanski. Die muss sich mit ihrem frisch aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrten Ehemann und Vater Richard erst einmal an die neue Situation in der Nachkriegsgesellschaft gewöhnen und darin ihren Weg finden, und steht so stellvertretend für die ganze Nation.

Gekonnt verquickt Wortmann soziale Realität, authentisches Zeitkolorit (Brieftauben bringen die aktuellen Fußballergebnisse), auflockernden Humor und den Weg zum mythischen Endspielerfolg, dessen detailgetreue Nachstellung dann geschickter Weise auch die einzigen richtigen Fußballszenen markiert. So gelingt etwas, das man hier zu Lande kaum für möglich gehalten hätte: Ein Sportfilm mit so viel ehrlichem, emotionalen Pathos, dass er sich hinter seinen offensichtlichen amerikanischen Vorbildern (wie Eine Klasse für sich oder Der Unbeugsame) nicht zu verstecken braucht. Mit solch überraschender und kluger Taktik wird auch der deutsche Film wieder wer. --Frank-Michael Helmke


Der seltsame Fall des Benjamin Button

Die technischen Tricks bei Benjamin Button sind schon eine wirklich erstaunliche Sache für den Zuschauer: in jener Geschichte eines Mannes, der rückwärts altert, kommt Brad Pitt als winziger alter Mann auf die Welt, erlebt seine Jugend in mittlerem Alter und wird schließlich voller Altersweisheit immer jünger. Wie dies Regisseur David Fincher gelingt – mit Hilfe seiner Makeup-Künstler, Effektspezialisten und Körperdoubles – ist ein Grund, weshalb man von der ersten Hälfte des Films so fasziniert ist. Der Film basiert entfernt auf einer Geschichte von F. Scott Fitzgerald (und hat sogar noch mehr Ähnlichkeit mit Andrew Sean Greers Roman Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli), und er erzählt, wie der junge/alte Benjamin in New Orleans aufwächst, das Mädchen seiner Träume (Cate Blanchett) kennen lernt, mit ihr ein paar Jahre voller Glücksseligkeit verbringt, bis ihre verschiedenen Alterungsprozesse sie in unterschiedliche Richtungen treiben. Die Liebesgeschichte entwickelt sich in der zweiten Hälfte des Films, wobei Eric Roths Drehbuch an seine Arbeit bei Forrest Gump erinnert. Das ist schade, denn Benjamins frühe Jahre stellen eine wundervolle pittoreske Reise dar – vor allem eine Reihe von mitternächtlichen Verabredungen mit einer russischen Dame (Tilda Swinton) in einem stimmungsvollen Hotel. Fincher beobachtet das Ganze mit den Augen eines Insektenkundlers - kühl und präzise – was auch verhindert, dass der Stoff allzu zäh wird. Jedoch wirkt die Rahmenhandlung um Hurricane Katrina ziemlich aufgesetzt, und irgendwie scheint Benjamin in seinen späteren Jahren mehr und mehr von der Leinwand zu verschwinden – seltsam. --Robert Horton


Der Vorleser

Sie ist rätselhaft und viel älter als er… und sie wird seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist Hanna (Kate Winslet) spurlos verschwunden. Erst Jahre später trifft Michael (David Kross / Ralph Fiennes) sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Hier erfährt er von ihrem persönlichen Schicksal und von ihrer grausamen Vergangenheit als KZ-Aufseherin. Am Ende wird er sie durch seine nie verloren gegangene Zuneigung erlösen…

Mit DER VORLESER hat der Oscar®-nominierte und mehrfach preisgekrönte Regisseur Stephen Daldry ("The Hours", "Billy Elliot") einen Weltbestseller verfilmt, der nach seinem Erscheinen 1995 inzwischen in 40 Sprachen übersetzt wurde und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Es ist die Verfilmung einer unmöglichen, sonderbaren und zugleich so intensiven Liebe, dass sie das Leben von zwei Menschen für alle Zeit miteinander verbindet. In den Hauptrollen brillieren Kate Winslet und Ralph Fiennes, die Titelrolle spielt der deutsche Shootingstar David Kross ("Krabat", "Knallhart"). Ergänzt wird dieses Ensemble durch so herausragende Darsteller wie Bruno Ganz, Lena Olin, Burghart Klaußner, Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth, Matthias Habich und vielen anderen.


Der Womanizer

Freiheit, Fotos, Frauen – auf diese drei Fs fokussiert Mode-Fotograf Connor Mead (Matthew McConaughey) sein Leben. Eiskalt serviert er drei Damen per Videochat-Konferenz ab, während sein nächstes Betthupferl vom Sofa gegenüber aus amüsiert zusieht.

Endlos könnte es so weiter gehen, doch dieses Wochenende rufen familiäre Pflichten. Connors kleiner Bruder Paul (Breckin Meyer) heiratet die perfektionistische Sandra (Lacey Chabert) auf dem Anwesen des mittlerweile verstorbenen Onkels Wayne (Michael Douglas), von dem Connor als Teenager einst das Womanizen lernte.

Während Connor auf der Feier von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert, ist seine Ex-Freundin Jenny Perotti (Jennifer Garner) ständig darum bemüht, das entstehende Chaos einzudämmen. Als Connor von Onkel Waynes Geist auf eine nächtliche Odyssee geschickt wird, bei der er den Geistern seiner bisherigen, gegenwärtigen und zukünftigen Beziehungen begegnet, droht die Hochzeit zu platzen...


Die Braut, die sich nicht traut

Am Anfang stand Pretty Woman im Jahre 1991. Er machte aus Julia Roberts einen Weltstar und festigte Richard Geres Ruf als Schauspieler, der die Kassen klingeln lässt. Neun Jahre riefen die Fans nach einer Fortsetzung. Doch weder die Roberts noch Gere ließen sich erweichen, bis sie sich 1999 zumindest zu einer zweiten Zusammenarbeit überreden ließen: Die Braut, die sich nicht traut.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Ike Graham (Gere), ein erfolgreicher Zeitungskolumnist aus New York. Eines Tages erfährt er von Maggie Carpenter (Roberts), einer Kleinstadt-Schönheit, die bereits dreimal heiraten wollte -- dreimal aber während der Trauung davonrannte. Ike, ein Großstadt-Zyniker, macht daraus eine bissige Glosse, die Maggie nicht verborgen bleibt. Maggie verlangt eine Gegendarstellung -- und sorgt damit für Ikes Rausschmiss. Nun will dieser Rache, fährt hinaus nach Hale, Maggies Heimatstädten in Maryland, wo er prompt erfährt, dass sie ein viertes Mal vor den Altar treten will. Wenn Maggie auch diesmal davonrennt, hätte er nicht nur eine wunderbare Geschichte, sondern wäre auch rehabilitiert. Doch natürlich geschieht, was geschehen muss -- und sehr bald erliegt Ike den Reizen Maggies. Bis zum unvermeidlichen Happy End aber ist es noch ein langer -- und witziger -- Weg. Schließlich steht vorher noch eine Hochzeit auf dem Programm. Oder etwa nicht?

In Die Hochzeit meines besten Freundes durfte Julia Roberts bereits ihr komödiantisches Talent unter Beweis stellen. Und auch in Die Braut, die sich nicht traut steht sie alleine im Mittelpunkt und degradiert sogar Richard Gere zum Stichwortgeber. Eine romantische Komödie oder gar ein Märchen wie seinerzeit Pretty Woman ist dieser Film zwar nicht, ein liebenswürdiger Zeitvertreib ist er aber auf jeden Fall. --Christian Lukas


8)
« Letzte Änderung: 06. Aug. 2014, 10:18:48 von Helluo Librorum »
"Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill


Helluo Librorum

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.821
Antw:DVD´s zu verkaufen (2 Euro je DVD)
« Antwort #2 am: 06. Aug. 2014, 10:07:51 »
Die Familie Stone (Verloben verboten)

Wie jedes Jahr feiert die locker-liberale Familie Stone gemeinsam das Weihnachtsfest. Diesmal sorgt Sohn Everett für eine Überraschung, denn der bringt seine zukünftige Verlobte Meredith mit. Schnell ist der Clan sich einig: die prüde, konservative Karrierefrau ist als Schwiegertochter vollkommen inakzeptabel. Während sie versuchen, Meredith aus dem Haus zu ekeln, fordert diese Verstärkung in Gestalt ihrer hübschen Schwester Julie an und löst damit das vollkommene Chaos aus...


Die Insel

Michael Bay ('Armageddon', 'Pearl Harbor') inszeniert den futuristischen Action-Thriller Die Insel mit Ewan McGregor ('Star Wars: Episode I, II & III', 'Moulin Rouge!) und Scarlett Johansson ('Lost in Translation', 'Das Mädchen mit dem Perlenohrring') in den Hauptrollen.

Lincoln Six-Echo (McGregor) und Jordan Two-Delta (Johansson) leben Mitte des 21. Jahrhunderts in einer scheinbar utopischen Wohneinheit, die in Wirklichkeit ein Gefängnis ist. Wie alle Bewohner werden sie ständig überwacht, angeblich zu ihrem eigenen Schutz. Sie alle hoffen, irgendwann auf Die Insel reisen zu dürfen: die allerletzte unverseuchte Oase auf der Erde. Denn es heißt, dass alle Menschen auf der Welt – außer ihnen – bei einer Umweltkatastrophe umgekommen sind.

Seit kurzem wird Lincoln jedoch von unerklärlichen Albträumen geplagt. Immer ungeduldiger stellt er sein Gefangenendasein infrage. Doch auf die Wahrheit ist er nicht vorbereitet: Neugierig geworden, entdeckt Lincoln, dass sein gesamtes Leben eine einzige Lüge ist – und die Insel nur Auswuchs eines grausamen Betrugsmanövers. Ihm wird klar, dass er, Jordan und alle anderen tot sehr viel mehr wert sind als lebendig. Die Zeit wird knapp, und so flieht Lincoln mit Jordan aus der einzigen Welt, die sie kennen. Draußen entkommen sie den wachsamen Augen des unheimlichen Instituts, und ihre anfangs platonische Freundschaft entwickelt sich zu einer intensiven Beziehung. Doch schon haben die gnadenlosen Schergen des Instituts die Verfolgung aufgenommen. Lincoln und Jordan kennen nur ein Ziel: am Leben zu bleiben. Weitere Hauptrollen in Die Insel übernehmen der für den Oscar nominierte Djimon Hounsou ('In America') als Laurent, Leiter des Sicherheitsteams, das Lincoln und Jordan jagt; Sean Bean als Institutschef Merrick; Steve Buscemi als McCord, der sich mit Lincoln anfreundet, obwohl er für das Institut arbeitet; und der für den Oscar nominierte Michael Clarke Duncan ('The Green Mile') als begeisterter und allseits beneideter Bewohner Starkweather, der auf die Insel reisen darf.


Die nackte Wahrheit

Diese Komödie zum Kampf der Geschlechter mit Katherine Heigl und Gerard Butler lässt kein Auge trocken.
Die erfolgreiche TV-Produzentin Abby Richter (Katherine Heigl) ist in Liebesdingen vom Pech verfolgt. Dennoch glaubt sie immer noch fest daran, dass auch Männer zu aufrichtigen, tiefen Gefühlen fähig sind. Ihr chauvinistischer Kollege Mike (Gerard Butler) hingegen behauptet das genaue Gegenteil und ist überzeugt, dass für Männer letztlich doch nur die „äußeren Werte“ einer Frau zählen. Die beiden Kontrahenten schließen einen Deal ab: Macho Mike will Abby dabei helfen, sich endlich den Mann ihrer Träume zu angeln, indem er sie mit einigen heißen Insider-Tipps versorgt, wie man sich als Frau für einen (Alpha) Mann interessant macht. Hat er mit seiner Taktik Erfolg, darf er seinen Job behalten – ansonsten räumt er freiwillig das Feld. Dabei hält das verblüffende Ergebnis am Ende für beide Seiten einige erstaunliche Überraschungen parat ...


Die Schwester der Königin

Die Schwester der Königin erzählt von zwei Schwestern, die sich um die Gunst eines Königs streiten und nutzt historische Fakten als Alibi für eine erfundene Geschichte, die zwar unterhaltsam, aber nicht immer völlig glaubwürdig ist. Anne Boleyn (Natalie Portman) ist die rehäugige Jungfrau, die von ihrem machthungrigen Onkel angewiesen wird, König Heinrich den Achten (Eric Bana) zu bezirzen. Ihre scheue Schwester Mary (Scarlett Johansson) stand immer in ihrem Schatten: Anne ist hübscher, angesehener und wird von vielen Männern begehrt. Als nun der König Mary als Geliebte erwählt, stellt sich Anne gegen ihre Schwester und erstrebt fortan, nicht nur die Gefährtin des Königs, sondern dessen neue Königin zu werden. Obwohl zwei Amerikanerinnen die weiblichen Hauptrollen spielen und ein Australier deren knackiges Objekt der Begierde, sind im Original dieses modern angehauchten Historienfilms die passenden englischen Akzente zu hören. Die Mutter der beiden Boleyn-Mädchen stellt zwar fest, dass ihre "Töchter zum Vorteil der Männer wie Vieh gehandelt werden", aber es ist Anne, die sich mit vollem Körpereinsatz darum bemüht, dass Heinrich sich mit ihr einlässt. Als er sie bittet, sich ihm hinzugeben, antwortet Anne – die ein an Carrie Bradshaw erinnerndes 'B' als Schmuckstück um den Hals trägt – "Mach mich zu deiner Königin." Soll man als Zuschauer wirklich glauben, dass Heinrich der Achte, der mächtigste Mann im Land, sich von Katharina von Aragon scheiden lassen, sich von der katholischen Kirche abspalten und England in Aufruhr versetzen würde, nur weil Anne sich weigerte, mit ihm zu schlafen, bis er durch all ihre Reifen gehüpft ist? "Für dich habe ich dieses Land zerrissen," faucht er, bevor sie ihm endlich zu Willen ist. Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Philippa Gregory bietet Die Schwester der Königin eine attraktive Besetzung und eine bekannte Handlung mit ein paar kitschigen Wendungen. Kieran McGuigans Kameraführung ist atemberaubend und trägt ebenso zum Gesamteindruck des Films bei wie die Dialoge. Sie wirkt sogar noch besser: Sätze wie "Und? Hat er dich gehabt?" klingen schon fast komisch. Aber die weitschweifigen Aufnahmen von Heinrichs Königreich und die behutsam inszenierten Nahaufnahmen von Portman und Johansson sind in ihrer Schönheit umwerfend und sagen, was man mit Worten nicht ausdrücken kann. --Jae-Ha Kim


Ein Schatz zum Verlieben

Jahrelang hat der draufgängerische Beau Ben in der Karibik nach einem legendären Schatz gesucht und dafür alles, auch die Ehe mit Tess, geopfert. Ein sensationeller Fund, der Hinweise auf den Schatz liefert, lässt Ben hoffen, dass es für den Abenteurer und auch den Romantiker ein Happy End geben wird. Doch der verschuldete Ben hat gefährliche Gegner, die reich werden wollen, aber glücklicherweise auch einen Geldgeber, der dies schon ist. Und selbst Tess hat noch etwas für den Hallodri übrig.


Hautnah (Closer)

In Hautnah, Mike Nichols’ bissiger Adaption von Patrick Marbers Theaterstück und der sicherlich besten Arbeit dieses Oscar-gekrönten Regisseurs seit Jahren, tun sich vier extrem gut aussehende Menschen einander extrem schreckliche Dinge an. Anna (Julia Roberts) ist eine Fotografin, die sich darauf spezialisiert hat, Porträts von Fremden anzufertigen; Dan (Jude Law) ist ein Autor von Nachrufen, der gerne Schriftsteller wäre; Alice (Natalie Portman) ist eine amerikanische Stripperin, die nach einer üblen Beziehung frisch in London eintrifft; und Larry (Clive Owen) ist ein Dermatologe, der unter den unwahrscheinlichsten Umständen seine Liebe findet. Als sich ihre Pfade kreuzen, entsteht eine Schwindel erregende Supernova der Emotionen, wobei Nichols und Marber geschickt verschiedene Szenen aus ihrem Leben konstruieren, welche sie immer wieder in den verschiedensten Verquickungen von Leidenschaft, Herzschmerz, Wut, Trauer, Rache, Vergebung, Betrug und – vor allem – brutaler Ehrlichkeit zusammen führen. Nach der Hälfte des Films fragt man sich, weshalb man sich eine derart tragisch schöne Geschichte anschaut, denn bei Hautnah wurden die seltsamsten, ekelhaftesten und kaputtesten Teile aller vergangenen Beziehungen in einem Film vereint. Demnach wird es den vier Hauptdarstellern überlassen, den Zuschauer tiefer in die Handlung zu ziehen – was allen einigermaßen gut gelingt, aber Jude Laws und Cligve Owens Charaktere machen alles wieder wett. Law beweist erneut, dass er als charmanter, unmoralischer Arsch mit einem Hang zu Manipulationen einfach hervorragend ist, und Owen ist schlichtweg brillant als jener Charakter, der sich am meisten an zerstörerischen Beziehungen hochzieht – egal, ob er der gebende oder nehmende Part ist. --Mark Englehart


Ice Age

Achtung Eiszeit! Rutschen Sie mit Scrat, dem urigen Eichhörnchen-Mix, in die Welt vor 20.000 Jahren und erleben Sie das eis-coolste Abenteuer der Filmgeschichte. Während Scrat besessen versucht seine geliebte Nuss zu vergraben, haben Sid (das nervige Faultier), Manni (das muffige Zottel-Mammut) und Diego (der verschlagene Säbelzahntiger) ein ganz anderes Problem. Das schräge Trio stolpert zufällig über ein Menschenbaby, dass sie nun zu seiner Familie zurückbringen wollen. Ohne zu ahnen, was sie sich mit dem süßen Bündel aufgehalst haben, stürzen sich die drei in ein halsbrecherisches Abenteuer, bei dem es gilt Vulkanausbrüche, wilde Rutschpartien und noch ganz andere Gefahren zu meistern...


Ich, du und der andere

Beim frisch vermählten Paar Carl und Molly läuft alles perfekt. Sie leben in einem Traumhaus, haben einen Traumjob und schweben im siebten Liebeshimmel. Doch ihr Leben soll sich abrupt ändern, als eines Tages ihr Freund Dupree bei Ihnen um Asyl bittet, da er von seiner Freundin rausgeschmissen wurde. Als aus den geplanten paar Tagen ein paar Wochen werden, Dupree seinen Job verliert und sich in seiner vielen freien Zeit um Molly kümmert, während Carl arbeiten geht, ist der bald genervt. Drei sind eben einer zuviel.


I want Candy

Die britische Komödie erzählt die Geschichte von zwei Typen aus einem Vorort von London und ihrem Versuch, ins Filmgeschäft einzusteigen.

Genervt von ihren kunst-beflissenen Filmprofessor, machen sich Möchtegern-Produzenten Joe und sein talentierter, jedoch neurotischer Freund und Regisseur Baggy auf den Weg nach London, um ihr Drehbuch zu verkaufen, in das sie all ihre Hoffnungen gesteckt haben. Die Türen bleiben ihnen verschlossen, bis sich der ebenfalls verzweifelte Produzent bereit erklärt, sie finanziell zu unterstützen, vorausgesetzt, sie engagieren Candy Fiveways, die erfolgreichste Pornodarstellerin aller Zeiten.

Entgegen aller Wahrscheinlichkeit gelingt es ihnen, sie für ihren Film zu bekommen. Es dauert jedoch nicht lange, bis sich Probleme in den Weg stellen. Einen bahnbrechenden Abschlussfilm mitsamt nicht jugendfreien Szenen im Haus seiner Eltern zu drehen geht eben nicht so leicht von der Hand...


Jagdfieber

Das Leben mit all seinen vielfältigen, verwirrenden Möglichkeiten kann einen Heranwachsenden schon einmal gehörig durch die Mangel drehen. Der domestizierte Grizzlybär Boog (Jürgen Vogel) führt ein glückliches Leben in der Garage von Ranger Beth (Alexandra Neldel). Als er jedoch durch Zufall auf den überdrehten Esel Elliot (Thomas Heinze) trifft, ändert sich alles. Boog findet sich schließlich wenige Tage vor dem offiziellen Beginn der Jagdsaison tief in den Wäldern des Nationalparks wieder. Das ungleiche Paar stolpert orientierungslos durch die Wildnis, ist den dort lebenden Tieren hoffnungslos ausgeliefert und muss sich zu allem Überfluss auch noch gegen den fiesen Jäger Shaw (Oliver Stritzel) zur Wehr setzen. Nachdem sie gedankenlos das Überleben der gesamten Tierbevölkerung des Parks aufs Spiel setzen, gelangen sie zu der Einsicht, dass man nur gemeinsam eine Chance gegen die Trophäenwut der menschlichen Jäger hat.

Der erste Animationsfilm aus den Sony Studios ließ sich ganz offensichtlich von den Comics des bekannten amerikanischen Autors Steve Moore (In the Bleachers) inspirieren. Die Tiere in Jagdfieber sind intelligent und zeichnen sich durch ihre Vielfalt aus. Und wenn sich Boos Fell im Wind sachte bewegt oder wenn sich die versammelte Meute auf ihre Reise durch den Park begibt, kann sich kein Zuschauer der atemberaubenden Faszination der Animationseffekte entziehen. Obwohl der Film vielleicht nicht ganz an Ab durch die Hecke herankommt, ist Jagdfieber dennoch eine ausgesprochen unterhaltsame Annäherung an universelle Themen wie etwa das Erwachsenwerden, die Werte von Freundschaft und das Bedürfnis nach Akzeptanz. Die Features der DVD beinhalten eine 15-minütige Dokumentation über den Herstellungsprozess bei Sony Pictures Animation und Image Works (Wie wurde 'Jagdfieber' gemacht?), ein 7-minütiger Einblick in die Sprachaufnahmen mit bekannten Schauspielern (Wer steckt hinter den Stimmen der tierischen Stars? - U.S.-Version), zwei nicht verwendeten Szenen, Bildergalerien, Trailer, eine Exklusive Vorschau auf Könige der Wellen und das Musikvideo 'I Wanna Lose Control (Uh Oh)' von Deathray. Dazu kommt mit dem Kurzfilm „Boogs & Elliots nächtlicher Raubzug“ eine Erweiterung der im Film verwendeten Trailer Sequenz. Spiel mit! Sprachen-Spiel, Glücksrad, Wie entstand die Filmszene 'Der Biberdamm bricht'? und Ringtales (Handy Videos) runden die DVD ab. --Tami Horiuchi


Jede Sekunde zählt (The Guardian)

The Guardian liefert angenehme Unterhaltung durch eine Mischung aus altbekannten Hollywood-Regeln und guter, altmodischer Starpower. Dieses zwar vorhersehbare, aber gut gemachte Drama ehrt die Männer und Frauen, die für die amerikanische Küstenwache als Rettungsschwimmer arbeiten und ist ein Vorzeigeobjekt für Kevin Costner und Ashton Kutcher, die ihre formelhaften Rollen mit Tiefe und Dimension versehen. Eigentlich ist das wie Top Gun für die Küstenwache: Costner spielt einen legendären Retter, der von einer vergangenen Tragödie und dem bevorstehenden Zusammenbruch seiner Ehe heimgesucht wird, und Kutcher ist der motivierte Neuling, dessen Draufgängertum auf die Probe gestellt wird, als Costner einen achtzehnmonatigen, knallharten Grundlagenkurs übernimmt, bei dem eine fünfzigprozentige Durchfallquote dafür sorgt, dass nur die Besten durchkommen. In Ron L. Brinkerhoffs Drehbuch gibt es nicht viel Einfallsreiches, aber es ist intelligent geschrieben und gut inszeniert (vom Regisseur von Auf der Flucht, Andrew Davis), und es zeigt, wie der in die Jahre gekommene Veteran und der schwierige, aber talentierte Auszubildende gegenseitigen Respekt aufbauen, während sie mit den Traumata von Unfällen fertig werden, welche sie als einzige Überlebende zurückließen – gequält von Selbstzweifeln und Schuld.

The Guardian ist mit 137 Minuten vielleicht ein wenig lang geraten, wirkt aber nie langweilig aufgrund der Unterstützung durch gute Nebendarsteller wie Neal McDonough, John Heard, Sela Ward und Clancy Brown, und eine romantische Nebenhandlung (in der Kutcher um eine Lehrerin wirbt, die von Melissa Sagemiller gespielt wird) verbindet sich gut mit spannenden Seerettungssequenzen, in denen Computereffekte mit Aufnahmen verbunden werden, welche in einem 3.000.000-Liter-Wassertank gedreht wurden. Musikfans werden den tollen Auftritt der bekannten Sängerin Bonnie Bramlett begrüßen, die die Besitzerin eines Jazz- und Bluesclubs in der Nähe des Trainingslagers spielt, wo “The Guardian” ein weiteres Merkmal dieses Genres präsentiert: die Kneipenschlägerei. Obwohl der Hurrikan Katrina verhinderte, dass The Guardian 2005 in New Orleans gedreht werden konnte, verdeutlichen Originalaufnahmen während der Endtitel, dass die Küstenwache während der Aufräumarbeiten nach Katrina unerlässlich war, und dieses spannende Drama erweist jenen Menschen die längst überfällige Ehre, die ihr Leben aufs Spiel setzen, damit – gemäß dem Motto der Küstenwache – "andere überleben". --Jeff Shannon


8)
« Letzte Änderung: 06. Aug. 2014, 10:28:33 von Helluo Librorum »
"Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill


Helluo Librorum

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.821
Antw:DVD´s zu verkaufen (2 Euro je DVD)
« Antwort #3 am: 06. Aug. 2014, 10:08:09 »
Jumper

Im Rahmen überdrehter Actionfilme ist Jumper erfreulich unprätentiös und erfrischend unterhaltsam. Ein junger Mann namens David (Hayden Christensen) stellt fest, dass er die Fähigkeit besitzt, sich an jeden Ort, den er sich bildlich vorstellen kann, zu teleportieren (oder dorthin zu "springen"). Nachdem er diese Fähigkeit zum Stehlen benutzt hat und sich damit ein angenehmes Leben macht, steigt er jenem Mädchen hinterher, das er schon in der Schule gut fand (Rachel Bilson, O.C. California). Genau in dem Moment treten ein weiterer "Jumper" (Jamie Bell, Billy Elliot) und eine Gruppe fanatischer "Jumper"-Jäger namens „Paladine“ (angeführt von einem weißhaarigen Samuel L. Jackson) in Davids unbeschwertes Leben. Jumper verliert keine Zeit mit Erklärungen darüber, wie das "Springen" funktioniert und beleuchtet weder die Geschichte noch die Beweggründe der Paladine. Es handelt sich dabei einfach um eine fantastische Geschichte über Macht - unter der halsbrecherischen Regie von Doug Liman (Die Bourne Identität, Mr. & Mrs. Smith, Go! Sex, Drugs &Rave’N’Roll). Es gibt einen kurzen Moment, in dem man glaubt, dass der Film sich auf romantische Pfade bewegen und die Charaktere besser beleuchten will – glücklicherweise ist das der Augenblick, als Jamie Bell auftaucht und der ganze Film auf Vollgas schaltet. Man wünscht sich fast, dass Bell und Christensen die Rollen getauscht hätten: Bell hat eine viel offenere Persönlichkeit, und Christensens eher glatte Attraktivität würde besser zu einem aggressiveren Charakter passen. Dennoch findet man in „Jumper“ Unmengen an Dynamik und knackigen Spezialeffekten, die die an Comics erinnernde Handlung vorantreiben. Eine Reihe bekannter Schauspieler in Gastrollen (so wie Diane Lane und Kristen Stewart, Panic Room) lassen vermuten, dass die Filmemacher damit die Grundlage für Fortsetzungen schaffen wollen. Der Film basiert auf dem von Kritikern gelobten Science-Fiction-Roman von Steven Gould. --Bret Fetzer


Juno

Juno, eine selbstironische, aber überaus mitfühlende Geschichte über ein schwangeres Mädchen im Teenager-Alter, das sein Baby zur Adoption freigeben will, liegt irgendwo zwischen der scharfen Satire von Election und der emotional tiefgründigen Komödie von You Can Count On Me. Die Außenseiterin Juno (Ellen Page, Hard Candy, X-Men – The Last Stand) schützt sich selbst durch schlagfertige Sprüche, aber als sie von ihrem Freund Paulie (Michael Cera, Superbad) schwanger wird, stellt sie fest, dass sie das Kind nicht abtreiben lassen will. Als Juno ein Pärchen auswählt, das auf der Suche nach einer Adoption eine Zeitungsannonce aufgibt, wird sie mehr in deren Leben hineingezogen als sie anfangs vermutet hatte. Aber Juno ist mehr als nur diese Handlung: die treffenden Dialoge (von Autorin Diablo Cody) wirken anfangs aufgesetzt, aber schon bald entwickelt sich daraus eine vielschichtige Welt – auch durch die Unterstützung der schauspielerischen Leistung von Ellen Page, Michael Cera, Jennifer Garner und Jason Bateman als werdende Adoptiveltern und J.K.Simmons (Spiderman) und Allison Janney als Junos Vater und Stiefmutter. Regisseur Jason Reitman (Thank You for Smoking) verhindert gekonnt, dass der Film in hohlen, leeren Sarkasmus abgleitet oder sich in Sentimentalitäten verliert. Das Resultat ist schlauer und witziger als man vielleicht von einem solchen Thema erwarten würde. Und der Film ist auch wärmer und berührender als der leicht kaltschnäuzige Ton anfangs vermuten lässt. Ellen Pages Darstellung ist erstaunlich einfach: sie biedert sich nie beim Zuschauer an, und dennoch trägt sie einen Film, bei dem sie in beinahe jeder Szene zu sehen ist. Das klingt nach einem echten Star. --Bret Fetzer


Liebe auf Umwegen

Nach dem Tod der Schwester "erbt" die quirlige, partyfreudige New Yorker Model-Agentin Helen die drei Kinder der Verstorbenen. Zuerst versucht sie, Kinder und Job unter einen Hut zu bringen, doch bald wird klar, dass Laufstegtermine und Babysitten nicht kompatibel sind. Nach einem katastrophalen Fototermin von der biestigen Agenturchefin gefeuert, versucht es Helen fortan mit den drei Gören in Brooklyn als Hausfrau. Nur gut, dass der charmante Schulleiter und Pastor Dan ihr mit Rat und Verständnis zur Seite steht.


Liebe braucht keine Ferien

Liebe braucht keine Ferien liefert eine angenehme Dosis Ferienfreuden und ist eine liebevoll erzählte Liebesgeschichte voller einer Menge Weihnachtszutaten. In den fähigen Händen von Autorin/Regisseurin Nancy Meyers (die ihre erste romantische Komödie seit Was das Herz begehrt abliefert) beginnt alles damit, dass zwei erfolgreiche, aber unglückliche Frauen sich durch eine Wohnungstausch-Webseite kennen lernen und sich dazu entschließen, über Weihnachten ihre Häuser zu tauschen und gemeinsam ihre Männerprobleme zu lösen. Iris (Kate Winslet) ist eine Journalistin aus London, die in einem Postkartenmotiv-Bauernhaus in Surrey lebt und Amanda (Cameron Diaz) besitzt eine Produktionsfirma für Filmtrailer (aufgrunddessen sie ihr zukünftiges Leben gerne als "kommende Attraktion" bezeichnet) und lebt in einem edlen Herrenhaus in Beverly Hills. Iris hat Liebeskummer, weil ihre Zuneigung nicht von einem proletenhaften Kollegen (Rufus Sewell) erwidert wird, und Amanda hat sich gerade von ihrem betrügerischen Freund (Edward Burns) getrennt – somit bietet der Haustausch die nötige Auszeit, um ihr Liebesleben wieder neu zu ordnen. Nachdem dies ein Film von Nancy Meyers ist (wo alles toll dekoriert ist und romantische Wünsche garantiert erfüllt werden), geht Amanda mit Iris' charmantem Bruder Graham (Jude Law) aus, und Iris verliebt sich unerwarteterweise in Miles (Jack Black), einen supernetten Filmkomponisten, der sich gerade von einer gescheiterten Beziehung erholt. --Jeff Shannon


Lieber verliebt

Noch vor kurzem führte Sandy (Catherine Zeta-Jones) ein beschauliches Leben als Vorstadt-Hausfrau und glückliche Mutter. Aber dann steht die attraktive 40-Jährige plötzlich vor dem Abgrund: Ihr zukünftiger Ex-Ehemann (Sam Robards) hat eine Affäre mit der Nachbarin! Das lässt sich Sandy natürlich nicht bieten. Hals über Kopf schnappt sie sich die beiden Kinder und zieht nach New York. Doch ein neues Leben zu beginnen ist leichter gesagt als getan. Wohin mit den Kids während sie wieder arbeiten geht? Ein Babysitter muss her! Da trifft es sich gut, dass der smarte Kellner aus dem Coffee Shop (Justin Bartha) nicht nur ein verständnisvoller Zuhörer ist, sondern auch gut mit Kindern umgehen kann. Fortan kümmert sich Aram fürsorglich um Sandys Nachwuchs – und nebenbei auch immer öfter um deren scharfe Mutter. Warum auch nicht? Sandy sieht gut aus, ist sexy und wieder zu haben. Dumm nur, dass Aram gerade mal 25 ist. Das kann doch gar nicht funktionieren, oder doch?


Little Children

Sarah Pierce (Kate Winslet) lebt mit ihrem Mann und Kind in einem typischen amerikanischen Vorort. Gelangweilt von der Tristesse und den üblichen Müttern vom Spielplatz, weiß sie nicht so recht mit sich etwas anzufangen. Und während ihr Mann (Gregg Edelman) mit über den Kopf gezogenem Schlüpfer Pornoseiten im Internet besucht, ein Pädophiler in die Nachbarschaft zieht und sich ein ehemaliger Polizist als Moralapostel aufspielt, lernt sie den ebenso attraktiven wie melancholischen Brad (Patrick Wilson) kennen.


Love Vegas

Schlimmer kann es nicht kommen...

Joy wird vor all ihren Freunden von ihrem Freund vor die Tür gesetzt und Jack von seinem eigenen Vater gefeuert. Und wo kann man Frust, Wut und Herzschmerz am besten vergessen? In Las Vegas! Zwischen Glücksspiel und Cocktails laufen sich die beiden Pechvögel über den Weg und verbringen gemeinsam eine wilde Partynacht in Vegas. Bis sie am nächsten Morgen das Unglück wieder einholt: Wie auch immer es dazu kam - sie sind miteinander verheiratet. Es kann also schlimmer kommen...

Eine schnelle Scheidung soll die Peinlichkeit wieder aus der Welt schaffen, aber wie das nun so mal ist in Las Vegas, wirft Jack Joys letzter Quader in einen einarmigen Banditen und - knackt den Jackpot von 3 Millionen Dollar. Da keiner von beiden das Geld teilen will, verurteilt sie ein Richter sie zu 6 Monaten Zwangsehe. Nun setzen die ungleichen Partner auf dieselbe Karte: Wer den anderen zuerst vergrault, kriegt den Hauptgewinn für sich allein...


Ran an die Braut

Man sollte sich von dem plumpen deutschen Titel Ran an die Braut nicht täuschen lassen. Tommy O'Havers' Teenagerkomödie um einen Jungen, der unbedingt seine Exfreundin zurückerobern möchte, gehört zu den vielschichtigsten Filmen in diesem Genre. Natürlich erlaubt sich O'Havers auch einige ziemlich drastische Späße, aber die sind alle in ein höchst originelles Konzept eingebunden, das noch einmal beweist, dass Geschichten rund um Teenager gerade sehr experimentellen Filmemachern einen idealen Rahmen für ihre schrägen Ideen geben können. Die seit den Filmen der 80er-Jahre etablierten Konventionen stellen hier noch weniger als in allen anderen Genres Beschränkungen dar, sie stecken vielmehr nur einen Raum ab, in dem Regisseure und Drehbuchautoren nahezu völlige Freiheit besitzen. Sie müssen nur wie Tommy O'Havers und sein Autor Lee Fleming den Mut haben, diese Freiheit auch zu nutzen.

Nachdem sie schon Jahre zusammen waren, hat Allison (Melissa Sagemiller) ihren Freund Berke (Ben Foster) verlassen. Und während er noch gar nicht fassen kann, dass ihr gemeinsames Glück vorbei sein soll, hat sie in Stryker (Shane West) schon einen neuen Freund gefunden. Daraufhin beschließt Berke, nichts unversucht zu lassen, um Allison wieder für sich zu gewinnen. Er ist sogar bereit, bei einer Schultheateraufführung von Shakespeares Ein Sommernachtstraum mitzumachen, in der Stryker und Allison die Hauptrollen spielen. Nur fehlt Berke die künstlerische Begabung. In seiner Verzweiflung bittet er die äußerst talentierte Kelly (Kirsten Dunst) um Unterstützung.

Wie schon bei so vielen anderen Teenagerkomödien und -dramen steht auch bei Ran an die Braut Shakespeare Pate. Doch anders als die Macher von Filmen wie Zehn Dinge, die ich an dir hasse oder O haben Tommy O'Havers und Lee Fleming nicht einfach eines der Stücke des großen elisabethanischen Dichters genommen und für unsere Zeit adaptiert. Sie arbeiten stattdessen bei ihrer spielerischen Verwendung des Sommernachtstraums als Stück im Film mit ähnlichen Mitteln wie Shakespeare selbst. So ist eine ganz eigene Komödie entstanden, in der der Geist des englischen Dramatikers wieder lebendig wird. Wie in dessen Komödien gehen auch in Ran an die Braut subtiler Witz und derbe Gags, tiefe Gefühle und absurde Verwicklungen perfekt ineinander. Zudem hat Tommy O'Havers noch einige wunderbar altmodische Musical-Nummern in die Geschichte integriert, die etwas ungeheuer Bezauberndes haben. Sie sind es auch, die der wie gewohnt brillanten Kirsten Dunst die Chance geben, eine weitere, bisher unbekannte Seite ihres scheinbar unerschöpflichen Talents zu offenbaren. --Sascha Westphal


Salt

Zu Beginn ihrer Karriere legte CIA-Agentin Evelyn Salt (Angelina Jolie) einen Eid ab – einen Eid auf ihre Ehre und ihr Vaterland. Seither hat sie sich immer wieder als eine der fähigsten Angestellten des Geheimdienstes erwiesen. Weder ihre Loyalität, noch ihre Fähigkeiten werden angezweifelt. Dann geschieht das Unfassbare: Salt wird von einem Überläufer beschuldigt, tatsächlich eine russische Schläferin zu sein, eine Gefahr für die amerikanische Sicherheit. Um einer Verhaftung zu entgehen, das Leben ihres Mannes zu schützen und dabei ihren Kollegen von der CIA immer einen Schritt voraus zu sein, muss Salt sich voll und ganz auf ihre Fähigkeiten und ihre jahrelange Erfahrung als verdeckte Ermittlerin verlassen. Die Jagd kann beginnen.

Die Hauptrolle in diesem modernen und atemlos spannenden Spionage-Thriller spielt keine Geringere als Superstar Angelina Jolie (Wanted, Mr. & Mrs. Smith). An ihrer Seite sind Liev Schreiber (Taking Woodstock, X-Men Origins: Wolverine) und Chiwetel Ejiofor (2012, Children of Men) zu sehen. Regie führte der versierte Genrespezialist Phillip Noyce (Das Kartell, Der Knochenjäger), der einmal mehr beweist, dass er ein Meister seines Fachs ist. Das Drehbuch stammt von Kurt Wimmer und Brian Helgeland.


Scoop (Der Knüller)

Für einen echten Knüller braucht es einen Reporter, der selbst von den Toten aufersteht, um einer Spur nachzugehen.

Genau so einer ist Joe Strombel, der – frisch verstorben – den entscheidenden Hinweis auf die Identität des berüchtigten Tarotkarten-Killers erhält. Während der Sensemann ihn gerade über den Totenfluss übersetzt, büchst Strombel aus und materialisiert sich während einer Zaubervorstellung des großen Splendini. Er enthüllt sein Geheimnis der jungen amerikanischen Journalistik-Studentin Sondra Pransky, die so gleich Blut leckt und mit dem widerstrebenden Magier im Schlepptau die Fährte aufnimmt. Allerdings verliebt sie sich prompt in den Hauptverdächtigen, den angesehenen Geschäftsmann und britischen Aristokraten Peter Lyman.

Während der rabenschwarze Vorgänger Match Point, in dem Scarlett Johansson erstmals als Allens neue Muse fungierte, bei Kritik und Publikum gleichermaßen auf Begeisterung stieß, ist Scoop - trotz des Titels – leider kein echter Knüller. .

Während sich in Manhattan Murder Mystery noch Allen und Diane Keaton die Dialogbälle zu spielten, bekabbeln sich nun Allen als Magier Splendini und Johansson als blondes Naivchen. Die Grundidee ist typisch Allen – und vollkommen aberwitzig -, aber alles andere ist nicht wirklich neu und man wird das Gefühl nicht los, das alles – vermutlich sogar bei Allen selbst – schon einmal besser und vor allem komischer gesehen zu haben. Die Geschichte ist leichtfüßig erzählt, das Miteinander der Charaktere geht spielerisch von der Hand, aber insgesamt ist das Geschehen eher routiniert in Szene gesetzt und wirkt ein wenig altmodisch. Wenn man es eher gediegen mag, muss das natürlich kein Nachteil sein, zumal Allens gewitzter Humor immer für einen Lacher und jede Menge abstruse Situationen gut ist. Als besonderes Schmankerl für die Damenwelt weckt Hugh Jackman in der Rolle des äußerst attraktiven und charmanten Hauptverdächtigen nur die besten Erinnerungen an Cary Grant, wie man ihn aus Hitchcocks Verdacht oder Über den Dächern von Nizzakennt. -- Birgit Schwenger


Selbst ist die Braut

Die erfolgreiche Lektorin Margaret Tate (Sandra Bullock) macht es ihrer Umwelt nicht leicht. Vor allem ihr junger Assistent Andrew Paxton (Ryan Reynolds) hat unter ihrer Ungeduld und ihren übertriebenen Ansprüchen zu leiden. Doch dann läuft das US-Visum der Kanadierin aus. Um ihre Ausweisung aus dem Land zu verhindern, muss sie schnellstmöglich einen amerikanischen Ehemann präsentieren. Keine einfache Angelegenheit für eine allein stehende Kratzbürste. In ihrer Verzweiflung erpresst Margaret den unbedarften Andrew, sich als ihr Verlobter auszugeben. Dass damit ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird, ahnt sie nicht. Denn bei einem Antrittsbesuch bei Andrews Eltern in Alaska wird die Schwiegertochter in spe nicht einfach nur überschwänglich empfangen. Sie haben auch eine spontane Überraschungshochzeit geplant...


8)
« Letzte Änderung: 06. Aug. 2014, 10:40:13 von Helluo Librorum »
"Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill


Helluo Librorum

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1.821
Antw:DVD´s zu verkaufen (2 Euro je DVD)
« Antwort #4 am: 06. Aug. 2014, 10:08:28 »
Solange du da bist (Liebe findet ihren Weg)

Bei schlechten romantischen Komödien schüttelt man den Kopf angesichts der Absuditäten – bei guten wünscht man sich, dass das eigene Leben so absurd wäre. Solange du da bist ist so schlau und liebenswert gemacht, dass man sich Letzteres wünscht. David (Mark Ruffalo, Collateral) zieht in ein tolles Apartment in San Francisco ein – und findet heraus, dass dort der Geist der Vormieterin, einer übermäßig ehrgeizigen Ärztin namens Elizabeth (Reese Witherspoon, Natürlich Blond! herumspukt. Irgendwas stimmt nicht bezüglich Elizabeths Leben nach dem Tode – und entgegen seiner Intuition willigt David ein, ihr bei der Erforschung ihres Lebens zu helfen, wobei er dann jedoch auch in seinem eigenen Leben herumfuhrwerkt. Die Handlung erfährt eine Wendung, die manche Zuschauer vielleicht vorhersehen können, aber Solange du da bist verlässt sich nicht nur auf Überraschungseffekte – jene Enthüllung führt die Geschichte in eine neue und ebenso unterhaltsame Richtung. Witherspoon und Ruffalo sind eine der besten romantischen Paarungen, die es gibt, aber die eigentliche Überraschung besteht darin, wie gut ihre unterschiedlichen Stimmungen (nämlich aufgedreht und trübsinnig) zusammenpassen und so eine funkensprühende und leidenschaftliche Chemie entstehen lassen. Außerdem spielen noch Dina Waters (Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag), Donal Logue (Dex, der Frauenheld), Ben Shenkman (Engel in Amerika) und Jon Heder (Napoleon Dynamite). Regie führte Mark Waters (Girls Club – Vorsicht bissig!), der einfühlsam verhindert, dass das Übernatürliche allzu unsinnig und das Romantische zu schleimig wird. --Bret Fetzer


Stolz & Vorurteil

Man kann literarische Vorlagen einfach nicht besser umsetzen als Regisseur Joe Wright in der Version von Jane Austens Stolz und Vorurteil aus dem Jahre 2005. Das Schlüsselwort hierbei ist "Adaption", denn Wright und die talentierte Drehbuchautorin Deborah Moggach haben sich bei Austens klassischem Roman Freiheiten herausgenommen, die Puristen vielleicht nicht passen dürften, aber in diesem hervorragenden Film sind ihre künstlerischen Entscheidungen voll und ganz gerechtfertigt und außergewöhnlich gut umgesetzt. Hier betrachtet man ein ländlicheres England um 1790 (gegenüber Austens frühem Neunzehnten Jahrhundert), wo Elizabeth Bennet (Keira Knightley) eine von mehreren Schwestern spielt, die für die baldige Vermählung vorgesehen sind. Deren überängstliche Mutter (Brenda Blethyn) wacht beinahe verzweifelt darüber, dass ihre Töchter nur mit den edelsten und reichsten verfügbaren Ehemännern verheiratet werden. Elizabeth ist eigenwillig und starrsinnig, aber ihr Verstand (ebenso wie ihr Stolz und Vorurteil) kann ihr Herz nicht im Zaum halten, als sie den reichen Mr. Darcy (Matthew Macfadyen) kennen lernt, dessen eigener Sinn für Anstand und Diskretion (ebenso wie sein Stolz und Vorurteil) verhindern, dass er ihr seine Zuneigung gesteht. Die beiden sind füreinander bestimmt, und während Knightleys Darstellung die Leinwand erhellt (die noch jung genug ist, um mädchenhaft impertinent zu erscheinen und dennoch trotz ihrer zwanzig Jahre weise wirkt), erfährt Austens zeitlose Romanze eine ebenso zeitlose Adaption, die qualitativ problemlos mit der beliebten BBC Miniserie messen kann, die seit ihrer Ausstrahlung im Jahre 1995 Millionen von Zuschauern begeistert hat. Man mag sich darüber streiten, welche Version nun die "beste" ist, aber diese untadelige Produktion mit ihren umwerfenden Nebendarstellern wie Judi Dench und Donald Sutherland erreicht ihre eigene Art von Perfektion. Jeff Shannon


Tatsächlich... Liebe

Tatsächlich... Liebe wirkt wie der Marathonlauf aller romantischen Komödien, denn hier wetteifern nicht weniger als acht Liebespaare um die Aufmerksamkeit des Zuschauers, und jedes gewinnt dabei. Nachdem er innerhalb des Genres mit Filmen wie Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Notting Hill und Bridget Jones. Schokolade zum Frühstück als Autor Erfolge feiern konnte, scheint es, dass der erstmalige Regisseur Richard Curtis genau so ist wie seine Drehbücher: Er will einfach nur geliebt werden und er würde alles Mögliche dafür tun.

In Tatsächlich... Liebe orchestriert Curtis ein kleines Wunder an romantischer Choreografie, er dirigiert eine hervorragende Riege von Stars und unbekannteren Schauspielern, die in London in Richtung Liebe und Weihnachtsfreuden stolpern. Darunter der Premierminister (Hugh Grant), der in seine Köchin verknallt ist, ein Witwer (Liam Neeson), dessen Sohn dem ultimativen Schuljungentraum hinterher jagt, ein Schriftsteller (Colin Firth), der sich in seine portugiesische Haushälterin verliebt, eine hingebungsvolle Ehefrau und Mutter (Emma Thompson), die sich um ihren wahrscheinlich untreuen Ehemann kümmert und eine Amerikanerin mit Liebeskummer (Laura Linney), die sich voller Verzweiflung zu einem Kollegen hingezogen fühlt.

Und es gibt noch mehr: Curtis wickelt sein Weihnachtspaket in genügend Happyends ein, um ein weiteres Dutzend Filme damit zu versorgen. Dass ihm dies derart unterhaltsam gelingt, ist zweifellos beeindruckend, aber er tut dies ziemlich schamlos, und es kommt einem der Gedanke, dass seine Fähigkeiten als Autor vielleicht besser bei Regisseuren aufgehoben sind, die sich nicht ganz so sehr beim Publikum einschmeicheln wollen. --Jeff Shannon


The Good Girl

Jennifer Aniston glänzt in einer "außergewöhnlichen schauspielerischen Leistung" (US Weekly) in dieser cleveren Komödie über erste Begegnungen und zweite Chancen. Die 30-jährige Justine Last sehnt sich nach einem erfüllteren Leben als dem mit ihrem langweiligen Ehemann und dem aussichtslosen Supermarkt-Job. Doch als ein leidenschaftlicher junger Kollege ihr Herz im Sturm erobert, wendet sich ihr Leben sogar noch zum Schlechteren - mit einem unerwarteten und komischen Ergebnis...


Transformers (Die Rache)

Bereits vor 17.000 Jahren kam es zum ersten Krieg der Transformers auf der Erde, als der mächtigste der Primes sich über seine Brüder hinwegsetzen wollte, um entgegen des Kodex einem belebten Planeten die Sonne zu rauben. Mit gemeinsamen Kräften konnten die Primes den Abtrünnigen besiegen und verbannen. Der Gefallene sinnt auf Rache - und sieht seine Chance jetzt gekommen. Die Autobots unter Führung von Optimus, des letzten verbliebenen Prime, erkennen die Gefahr, als sich Anzeichen von verstärkter Decepticon-Aktivität mehren.


Trennung mit Hindernissen

Durch die Kombination der beiden Stars Vince Vaughn (Wedding Crashers, Swingers) und Jennifer Aniston (Bruce Allmächtig, The Good Girl) wird aus „Trennung mit Hindernissen“ eine hochkarätige romantische Komödie. Gary (Vaughn) und Brooke (Aniston) sind der Ansicht, dass ihre zerbrechliche Beziehung den Moment erreicht hat, wenn alles zu Bruch geht – aber keiner der beiden will das Appartement aufgeben, das sie sich gemeinsam gekauft hatten. Als ihre Auseinandersetzungen zunehmend boshafter werden, ist sich keiner der beiden sicher, ob sie sich streiten, um die Beziehung zu beenden oder sie zu retten. Trennung mit Hindernissen ist eine seltsame Kombination aus realistischen Szenen, die jene Situationen einfangen, wenn sich Liebende auf sowohl harsche als auch menschliche Weise gegenseitig verletzen und komischen Szenen mit einer überzogenen Stimmung. Beide Arten von Szenen sind auf ihre eigene Art und Weise unterhaltsam – der Film ist niemals langweilig – aber das Ganze passt irgendwie nicht ganz zusammen, und daher ist es schwer, sich emotional auf Gary oder Brooke einzulassen. Aber die herausragenden Nebendarsteller – darunter Jon Favreau (Wimbledon), Cole Hauser (The Cave), Joey Lauren Adams (Chasing Amy), John Michael Higgins (A Mighty Wind), Justin Long (Voll auf die Nüsse), Jason Bateman (Arrested Development), Vincent D’Onofrio (Happy Accidents) und die immer umwerfende Judy Davis (Ehemänner und Ehefrauen) – spielen jede Szene, als ob sie von einer Blase komischer Energie umgeben wären. Ein etwas unausgewogener, aber unterhaltsamer Film, der Zuschauer vielleicht überfordert, welche aufgrund des hohen Berühmtheitsgrades von Vince Vaughn und Jennifer Aniston zu hohe Erwartungen haben könnten. --Bret Fetzer


Verliebt in die Braut

Der leichtlebige Tom und die schlagfertige Claire sind seit Jahren die besten Freunde. Während er von einer Beziehung in die nächste schlittert, sucht sie eine feste Bindung. Als Tom seine Liebe zu ihr entdeckt, ist es zu spät: Claire hat in Schottland den Mann ihres Lebens kennengelernt und bittet nun ausgerechnet Tom, ihre Brautjungfer zu werden. Der macht aus der Not eine Tugend und nutzt die Nähe zu Claire, sie von seinen lauteren Absichten zu überzeugen. Dabei geht einiges schief.


Wimbledon (Spiel, Satz und Liebe)

Peter Colt blickt auf eine Tenniskarriere auf den unteren Plätzen der Rangliste zurück. Kurz bevor er seinen Schläger endgültig an den Nagel hängt, bekommt er eine allerletzte Chance: er erhält eine "Wild Card", um an den renommierten Wimbledon-Meisterschaften teilzunehmen. Lizzie Bradbury hingegen ist eine Top-Spielerin und mit nur einem Ziel vor Augen - den Sieg.

Als die beiden sich zufällig treffen, fliegen statt Tennisbällen die Funken und das Undenkbare passiert: Peter findet zu seiner Form zurück und gewinnt sein erstes Match und Lizzie entdeckt, dass das Leben mehr zu bieten hat als Pokale und Turniersiege.


Wo die Liebe hinfällt...

Sarah Huttinger (Jennifer Aniston) weiß nicht, wo ihr der Kopf steht. Sie hat endlich eingewilligt, ihren Freund Jeff (Mark Ruffalo) zu heiraten, obwohl sie im Grunde panische Angst vor der Ehe hat. Mit Jeff lebt sie in New York City, wo sie als Journalistin bei der New York Times angestellt ist – allerdings darf sie nur die Nachrufe schreiben: Auf eine steile Karriere kann sie also wirklich nicht stolz sein. Sarah stammt aus Pasadena, einem Vorort von Los Angeles. Sie war froh, der etablierten Langeweile zwischen Country Club und Tennisplatz zu entkommen, in der sie sich nie heimisch gefühlt hat. Weil ihre Schwester Annie (MENA SUVARI) heiratet, kehrt Sarah zur Hochzeitsfeier nach Pasadena zurück – wenn auch mit gemischten Gefühlen, denn sie fürchtet, als Ehefrau einmal selbst dort zu versauern.

Umso mehr freut sie sich, ihre scharfzüngige Großmutter Katharine (SHIRLEY MacLAINE) wiederzusehen. Katharine hat nämlich angedeutet, dass Sarah nicht die erste ist, die aus dem Familienkreis ausbrechen wollte: Vor 30 Jahren, nur wenige Tage vor der Hochzeit mit Sarahs Vater, ist ihre inzwischen verstorbene Mutter mit einem geheimnisvollen jungen Mann ausgerissen. Das hat damals in Pasadena für einen handfesten Skandal gesorgt, denn dieser Mann war zuvor von Katharine verführt worden. Aus dieser Affäre entstand ein Buch, und das Buch wurde verfilmt. Als Sarah auf der Hochzeitsfeier erstmals Einzelheiten erfährt, besorgt sie sich eine Videocassette des Films ""Die Reifeprüfung"", denn die Parallelen sind verblüffend: Katharine als die ältere Frau und Sarahs Mutter als die wahre Liebe des Jungen. Also fragt Sarah sich: Wer war der junge Mann? Ist er vielleicht sogar ihr Vater?

Nach der Hochzeitsfeier macht sie einen Umweg über San Francisco, um den geheimnisvollen Liebhaber aufzusuchen: Beau Burroughs (KEVIN COSTNER) – er hat inzwischen mit dem Internet Milliarden verdient. Wie ihre Mutter und ihre Großmutter erliegt auch Sarah Beaus Charme, denn die seltsame Begegnung mit diesem Mann scheint ihr all die prickelnden Abenteuer zu bieten, nach denen sie sich gesehnt hat, doch ausgerechnet durch ihn wird sie in jene Gemeinschaft zurückkatapultiert, die sie zwar bestens kennt, aber überhaupt nicht begreift – ihre eigene Familie.


Woher weißt du, dass es Liebe ist?

Vom legendären Regisseur/Drehbuchautor James L. Brooks (Besser geht´s nicht, Jerry Maguire - Spiel des Lebens), stammt diese humorvolle und romantische Annäherung an die Frage Woher weißt du, dass es Liebe ist? Als ihr vertrautes Leben plötzlich wegbricht, beginnt Lisa (Reese Witherspoon) eine Affäre mit Matty (Owen Wilson), Profi-Baseballspieler und egozentrischer Frauenheld. Bevor die Beziehung jedoch richtig losgeht, begegnet Lisa George (Paul Rudd), einem hochanständigen Geschäftsmann, der mit handfesten Problemen in Form seines Vaters (Jack Nicholson) und des Gesetzes kämpft. Doch die drohende Katastrophe verwandelt sich in etwas Wunderbares.


Zum Ausziehen verführt

Die Handlung von Zum Ausziehen verführt ist zwar komplett unglaubwürdig, aber dennoch macht der Film wirklich Spaß. Tripp (ein entspannter Matthew McConaughey, Sahara ist ein fünfunddreißigjähriger Mann, der immer noch bei seinen Eltern lebt (Kathy Bates, Misery und der ehemalige Baseballspieler Terry Bradshaw) – und die sind nicht wirklich darüber erfreut. Um ihn zum Ausziehen zu bewegen, engagieren sie Paula (Sarah Jessica Parker aus Sex and the City), eine professionelle Motivatorin, die zum Schein Beziehungen zu Männern/Jungs eingeht, damit deren verbessertes Selbstwertgefühl dazu führt, dass sie sich eine eigene Wohnung suchen. Aber Tripp ist nicht einer dieser üblichen verschlossenen Typen, die Paula gewöhnt ist, und nachdem die Funken überspringen, verliert Paula ihre professionelle Distanz. So eine Kombination war der Grundstein der Screwballkomödien aus den Dreißiger und Vierziger Jahren: sobald man die Absurdität der ganzen Geschichte geschluckt hat, nimmt einen der Film durch eine überraschende Mischung aus Humor und bittersüßen Anklängen mit auf die Reise. „Zum Ausziehen verführt“ erfährt durch die Nebenrolle von Zooey Deschanel (Per Anhalter durch die Galaxis) als Paulas Mitbewohnerin Kit – teils burschikos, teils verbitterte alte Jungfer, aber immer sexy und sympathisch - einen zusätzlichen Schub. McConaughey und Parker entwickeln eine gute Chemie und tragen den Film, aber Deschanel ist ein zukünftiger Star in Sachen romantische Komödie. Außerdem mit dabei sind Bradley Cooper (Alias – Die Agentin) und Justin Bartha Das Vermächtnis der Tempelritter. --Bret Fetzer


8)
« Letzte Änderung: 06. Aug. 2014, 10:50:58 von Helluo Librorum »
"Wenn zwei Menschen immer der gleichen Meinung sind, dann ist einer von ihnen überflüssig." Winston Churchill


 

     
SimplePortal 2.3.3 © 2008-2010, SimplePortal